Der Einzelne

Weiterentwicklung des Einzelnen durch den Dienst an der Gesellschaft

„Was die Menschen am nötigsten brauchen, sind Zusammenarbeit und gegenseitige Hilfe.”¹
Zitate zu diesem Thema

Jeder Einzelne kann einen Beitrag zum gesellschaftlichen Leben leisten.

Dabei ergreift er Initiativen, nutzt Chancen, geht Freundschaften ein, baut Beziehungen auf und schließt sich mit anderen zum gemeinsamen Dienst zusammen.

‘Abdu’l-Bahá schrieb:
„[…]Ehre und Würde des Einzelnen liegen darin, dass er vor all den Massen der Weltbewohner zu einer Quelle des gesellschaftlichen Wohles wird.“²

Um in der gegenwärtigen Zeit etwas Nachhaltiges beitragen zu können, ist es hilfreich, dass der Einzelne ein Ziel vor Augen hat, das ihm ermöglicht, seine geistig-spirituelle und intellektuelle Entwicklung und den Wandel der Gesellschaft zu fördern. Der Einzelne nimmt durch sein Verhalten Einfluss auf sein Umfeld und wird im Gegenzug durch gesellschaftliche Strukturen und Prozesse geformt.

Jeder Mensch kann es sich zum Ziel machen, seine innewohnenden Fähigkeiten zu entwickeln und gemeinsam mit anderen für die Gesellschaft einzusetzen. „Denkt zu allen Zeiten daran, wie ihr jedem Mitglied der Menschheit einen Dienst erweisen könnt…“, sagte ‘Abdu’l-Bahá. „Seid aufrichtig freundlich, nicht nur dem Anschein nach. […] Er sollte jedem, dem er begegnet, einen guten Dienst erweisen und ihm von Nutzen sein. Er sollte jedermanns Charakter veredeln und den Gedanken der Menschen eine neue Richtung geben.“³

Dieser Maßstab für die Rolle des Einzelnen bei der aktiven Unterstützung der Gesellschaft ist in der Tat nicht niedrig. Doch Perfektion ist keine Voraussetzung. Jeder Mensch ist dazu in der Lage, sich durch aufrichtiges Bemühen diesem hohen Standard zu nähern. Auf einem gemeinsamen Weg des Dienstes unterstützen wir uns gegenseitig. Durch eine Haltung der Demut schätzen wir den Beitrag eines jeden Menschen und vermeiden jede Art der Überheblichkeit.

Quellennachweise

[1] ‘Abdu’l-Bahá, Gedanken des Friedens,
[2] ‘Abdu’l-Bahá, Das Geheimnis Göttlicher Kultur, S. 13
[3] ‘Abdu’l-Bahá, Briefe und Botschaften 1:7