Familie und Kinder

Die Familie als kleinste Einheit einer Gesellschaft

„Beachte, wie leicht sich die Angelegenheiten einer Familie regeln lassen, wenn Einheit herrscht, welche Fortschritte die Familienmitglieder dann machen, wie erfolgreich sie in der Welt sind.”¹
Zitate zu diesem Thema

Nach den Lehren Bahá’u’lláhs ist die Einheit der Menschheit ein Prozess, der in der Familie als kleinste Einheit der Gesellschaft beginnt. In ihr werden wir mit Eigenschaften und Fähigkeiten vertraut gemacht, die uns in unserem Umgang mit anderen Menschen prägen – das Teilen, ein liebevoller Umgang, Hilfsbereitschaft und Gastfreundschaft sind nur einige Beispiele. Ebenso lernen wir als erstes in der Familie, wie Beziehungen zwischen Menschen entstehen und gepflegt werden.

Um diese Fähigkeiten zu erlernen, ist es das Ziel einer jeden Familie, alle Zellen dieser kleinen Einheit zu entwickeln. Werden die jedem Menschen innewohnenden Fähigkeiten und Eigenschaften durch eine liebevolle Erziehung in der Familie gefördert, wecken sie bei den Kindern schon früh den Wunsch, sich in das Leben und in die Entwicklung der Gesellschaft aktiv einzubringen.

Gleichwertigkeit von Frau und Mann ist ein gesellschaftlicher Prozess, der bereits bei der Erziehung von Kindern ansetzt. Die Einigkeit in einer Familie wird gefördert, wenn in wichtigen Angelegenheiten Entscheidungen durch gemeinsame Beratung aller Familienmitglieder getroffen werden.

Bahá’í sind bestrebt, ihre Familie nicht als isolierte Einheit zu sehen, sondern sie an ihrem Engagement für die Gesellschaft teilnehmen zu lassen. So finden zum Beispiel in vielen Orten und Nachbarschaften Kinderklassen statt, die der geistig-spirituellen Entwicklung der Kinder dienen.

Quellennachweise

[1] ‘Abdu’l-Bahá, Briefe und Botschaften