Andachtsversammlungen

Gemeinsam über das Wort Gottes sprechen und nachdenken

„Die Gebetshaltung ist der beste Zustand; denn in diesem Zustand hält der Mensch Zwiesprache mit Gott. [...] Wahrlich, das Gebet verleiht Leben.“¹
Zitate zu diesem Thema

Das Gebet und das Lesen von Heiligen Schriften gehören zum Alltag vieler religiöser Menschen. Im persönlichen Gespräch mit Gott wird Dank ausgedrückt oder um Beistand und Führung gebeten.

Daneben inspiriert das Wort Gottes den Menschen zum Handeln und dazu, einen Beitrag zum Wohlergehen der Gesellschaft zu leisten. Diese zwei Elemente sind untrennbar miteinander verbunden und führen zum Wachstum des Gemeindelebens.

Bahá’í beten gemeinsam mit ihren Freunden, Bekannten und Nachbarn – unabhängig von ihrem religiösen Hintergrund – in Gemeindezentren oder privaten Wohnstätten. Bei diesen Andachtsversammlungen werden Texte aus den Heiligen Schriften der Bahá’í-Religion und anderer Religionen gelesen und rezitiert, oft gehört auch Musik zur Andacht. Es gibt keine bestimmten Rituale oder Konventionen, wie der Raum für eine Andacht gestaltet werden soll. Jedem Gastgeber steht es frei, eine würdevolle Atmosphäre nach eigenem Belieben zu schaffen.

Das gemeinsame Beten und Zusammensein bei einer Andacht verbindet Menschen auf eine geistige Art und Weise. Die aus den heiligen Texten gewonnene Inspiration kann im Handeln ihren Ausdruck finden – sei es als Dienst am Nächsten, oder als gemeinschaftliches Handeln für das Wohl der Gesellschaft.

Die gemeinsame Hinwendung zum Göttlichen, der Lobpreis Gottes und die Vertiefung ins Gebet dienen dem Zweck „Einheit und Liebe in den Menschenherzen wachsen und blühen“ zu lassen.

Quellennachweise

[1] ‘Abdu’l-Bahá, Über die Macht des Gebetes, S. 14