Singe die Verse Gottes, o Mein Diener, die du empfangen hast, wie jene sie singen, die Ihm nahe sind, damit die Süße deiner Weise deine eigene Seele entflamme und die Herzen aller Menschen anziehe. Wer zurückgezogen in sei­ner Kammer die von Gott offenbarten Verse spricht, wird erfahren, wie die Engel des Allmächtigen den Duft der Worte, die sein Mund ausspricht, überallhin verbreiten und das Herz jedes rechtschaffenen Menschen höher schlagen lassen. Mag er sich auch zunächst dieser Wirkung nicht bewußt werden, muß doch die Kraft der ihm gewährten Gnade früher oder später ihren Einfluß auf seine Seele üben. So sind die Geheimnisse der Offenbarung Gottes durch den Willen dessen, der Urquell aller Macht und Weisheit ist, verfügt worden.
(Bahá’u’lláh, Ährenlese, CXXXVI)

Sprecht die Verse Gottes jeden Morgen und jeden Abend. … Rühmt euch nicht der langen Schriftlektüre und vieler frommer Handlungen bei Tag und Nacht. So jemand einen einzigen Vers in Freude und Heiterkeit liest, ist es besser für ihn, als wenn er ermüdet alle Bücher Gottes liest, des Helfers in Gefahr, des Selbstbestehenden. Lest Gottes Verse in solchem Maße, daß nicht Schwäche und Verzagtheit euch überkommen. Bürdet euren Seelen nicht auf, was sie ermattet und niederdrückt, sondern gebt ihnen, was sie erleichtert und emporhebt, so daß sie sich auf den Flügeln der Verse Gottes aufschwingen zum Dämmerort Seiner offenbaren Zeichen. Dies wird euch Gott näherbringen, wenn ihr es nur begriffet.
(Bahá’u’lláh, Kitáb-i-Aqdas)

Die Gebetshaltung ist der beste Zustand, denn da hat der Mensch Verbindung mit Gott. Wahrlich, das Gebet verleiht Leben, besonders wenn man es allein und zurückgezogen darbringt, zu Zeiten wie um Mitternacht, wenn man der täglichen Pflichten ledig ist.
(‘Abdu’l-Bahá, Briefe und Botschaften)

Im reinsten Gebet beten die Menschen nur um der Liebe Gottes willen, nicht weil sie Ihn oder die Hölle fürchten oder auf die Güte oder den Himmel hoffen … Wenn sich jemand in einen Menschen verliebt, so ist es ihm unmöglich, den Namen des geliebten Wesens nicht zu nennen. Wieviel schwieriger ist es für einen Menschen, sich der Erwähnung des Namens Gottes zu enthalten, wenn er dazu gelangt ist, Gott zu lieben! Der geistige Mensch findet an nichts Freude außer im Gedenken Gottes. (‘Abdu’l-Bahá, Zitiert in Esslemont, Bahá’u’lláh und das neue Zeitalter)

Aller Preis sei Gott, der das Gesetz des Pflichtgebets Seinen Dienern zur Mahnung offenbarte und ihnen das Fasten auferlegte, damit, wer sein Auskommen hat, vertraut werde mit dem Leid der Bedürftigen.
(Bahá’u’lláh in Die Bedeutung von Pflichtgebet und Fasten, S. 2)

Versenkt euch in das Meer Meiner Worte, damit ihr seine Geheimnisse ergründet und alle Perlen der Weisheit entdecket, die in seinen Tiefen verborgen liegen.
(Bahá’u’lláh, Kitáb-i-Aqdas)
O mein Bruder, wir sollten unsere Augen öffnen, über Sein Wort meditieren und im Schatten der Manifestation Gottes Zuflucht suchen, auf daß wir, durch die untrüglichen Ratschläge des Buches gewarnt, die Ermahnungen, die auf den heiligen Tafeln verzeichnet sind, sorgfältig beachten.
(Bahá’u’lláh, Das Buch der Gewissheit)

Würde ein Mensch in seinem Herzen darüber nachden­ken, was die Feder des Höchsten offenbart hat, und von der Süße dieser Offenbarung kosten, so würde er sich gewißlich seiner eigenen Wünsche ledig und befreit fühlen, völlig dem Willen des Allmächtigen ergeben. Glücklich der Mensch, der eine so hohe Stufe erreicht und sich nicht selbst einer so reichen Gnade beraubt!
(Bahá’u’lláh, Ährenlese, CLXIV)