Die Gemeinschaft

Die Gemeinschaft ein Ort des Fortschritts

„Was die Menschen am nötigsten brauchen, sind Zusammenarbeit und gegenseitige Hilfe.”¹
Zitate zu diesem Thema

Menschen sind Gemeinschaftswesen, die als solche nicht alleine leben wollen. Zusammenarbeit mit anderen ist entscheidend für unser Wohlbefinden und unsere Weiterentwicklung.

Gemeinschaften können natürlich durch vielerlei Beziehungen entstehen, zum Beispiel als Bewohner eines Dorfes oder einer Nachbarschaft, als Familie, als Gläubige einer Religion, als Beteiligte an Vereinen, über ehrenamtliches Engagement oder über das Arbeitsleben.

Jede Gemeinschaft wird dadurch geprägt, dass ihre Mitglieder ein gemeinsames Ziel verfolgen. Wenn das Ziel einer Gemeinschaft im Wohlergehen der Gesellschaft liegt, können die Kräfte des Einzelnen durch geeintes Handeln und eine gemeinsame Vision vervielfacht werden.

„Was die Menschen am nötigsten brauchen, sind Zusammenarbeit und gegenseitige Hilfe“, sagte ‘Abdu’l-Bahá. „Je stärker die Bande der Gemeinschaft und Solidarität unter den Menschen sind, desto größer wird die Kraft des Aufbaus und der Vollendung auf allen Ebenen menschlichen Handelns.“² So wie der Mensch mehr als die Summe der einzelnen Zellen ist, die seinen Körper ausmachen, so übertreffen auch die Kräfte einer geeinten Gemeinschaft bei weitem die gebündelten Kräfte ihrer einzelnen Mitglieder.

Bahá’í versuchen in ihrer Gemeinschaft, sich diesem Ziel schrittweise zu nähern. Auch in Deutschland sind Bahá’í gemeinsam mit ihren Freunden bestrebt, die Lehren Bahá’u’lláhs auf den materiellen und geistigen Fortschritt in der Gesellschaft anzuwenden. Durch gemeinsames Lernen können Menschen unterschiedlicher Herkunft bei der Weiterentwicklung der Gemeinschaft und der sie umgebenden Gesellschaft mitwirken. Jeder ist willkommen, sich an diesem Prozess der Stärkung der Gemeinschaft zu beteiligen. Es ist erstrebenswert, dass immer mehr Menschen dazu befähigt werden, die Verantwortung für ihre geistige, soziale und intellektuelle Entwicklung selbst in die Hand zu nehmen. Dadurch lernt der Einzelne, seinen Blick sowohl auf den eigenen Fortschritt als auch auf das Wohl der Gemeinschaft zu lenken. Der Weg hierzu wird in den Schriften Bahá’u’lláhs als Vereinigung von Andacht und Dienst beschrieben. Dadurch werden Kräfte freigesetzt, die dem Dienst an der Gemeinschaft und der Stärkung des Einzelnen zugutekommen.

Quellennachweise

[1] ‘Abdu’l-Bahá, The Promulgation of Universal Peace 14:2
[2] zitiert in: Balyuzi, ‘Abdu’l-Bahá, Bd. 1, S. 385f.