Wissen gleicht den Flügeln für des Menschen Leben, einer Leiter für seinen Aufstieg. Es ist jedermanns Pflicht, sich Wissen zu erwerben. Jedoch sollten solche Wissenschaften studiert werden, die den Völkern auf Erden nützen, nicht solche, die mit Worten beginnen und mit Worten enden. Viel verdanken fürwahr die Völker der Welt den Wissenschaftlern und den Handwerkern.
(Bahá’u’lláh, Botschaften aus Akka, Tajallíyát)

Und Ehre und Würde des einzelnen liegen darin, daß er vor all den Massen der Weltbewohner zu einer Quelle des gesellschaftlichen Wohles wird. Gibt es eine größere Gnade als die, daß ein Mensch, wenn er in sich geht, feststellen darf, daß er, durch göttliche Gunst bestätigt, Frieden und Wohlfahrt, Glück und Nutzen unter seinen Mitmenschen bewirkte? Nein, bei dem einen wahren Gott! Es gibt keine größere Freude, kein vollkommeneres Glück.
(‘Abdu’l-Bahá, Das geheimnis göttlicher Kultur)

Gott hat uns Augen gegeben, damit wir uns in der Welt umschauen und alles festhalten, was unsere Kultur und unsere Lebenskunst voranbringt. Er hat uns Ohren gegeben, damit wir zu unserem Nutzen auf die Weisheit der Gelehrten und Philosophen hören und uns aufmachen, ihre Lehren zu fördern und in die Tat umzusetzen. Sinne und Fähigkeiten sind uns verliehen worden, damit wir sie dem Dienst am allgemeinen Wohl weihen, so daß wir, die wir uns durch Wahrnehmungsvermögen und Verstand hoch über alle anderen Lebensformen erheben, uns allezeit und in jeder Hinsicht, bei wichtigen und bei nebensächlichen Anlässen, in normalen oder außergewöhnlichen Verhältnissen, darum mühen, die ganze Menschheit sicher in der unbezwingbaren Feste des Wissens zu versammeln. Unablässig sollen wir neue Grundlagen des menschlichen Glückes legen, fortgesetzt sollen wir neue Werkzeuge schaffen und alte verbessern, um dieses Ziel zu erreichen. Wie erhaben, wie hochgeehrt ist ein Mensch, wenn er sich aufmacht, seinen Pflichten nachzukommen; wie erbärmlich und gemein ist er, wenn er seine Augen vor dem Wohlergehen der Gesellschaft verschließt und sein kostbares Leben damit vergeudet, selbstischen Interessen und persönlichem Nutzen nachzujagen! Der Mensch wird höchstes Glück erlangen und die Zeichen Gottes in der Welt und in der Menschenseele schauen, wenn er auf dem Schlachtroß hehren Bestrebens in die Kampfbahn der Kultur und der Gerechtigkeit prescht.
(‘Abdu’l-Bahá, Das geheimnis göttlicher Kultur)