Ich bin der Erste Punkt, daraus alles Erschaffene gezeugt ward. Ich bin das Antlitz Gottes, dessen Glanz sich nie verdunkeln läßt, das Licht Gottes, dessen Strahlen nie verblassen kann.
(Báb, Auswahl aus Seinen Schriften, 1:4)

Dies ist ein Brief vom Buchstaben Thá¹ an Ihn, der durch die Macht der Wahrheit offenbart werden wird – der Allherrliche, der Meistgeliebte -, um zu bekräftigen, daß alles Erschaffene und ich selbst in Ewigkeit bezeugen: Es gibt keinen Gott außer Dir, dem Allmächtigen, dem Selbstbestehenden; Du bist Gott, es gibt keinen Gott neben Dir, und alle Menschen werden von Dir zum Leben erweckt.
(Báb, Auswahl aus Seinen Schriften, 1:1)

Niemals erweckte der Herr des Alls einen Propheten oder sandte ein Buch, ehe Er nicht Sein Bündnis mit allen Menschen errichtet und sie aufgerufen hatte, die nächste Offenbarung und das nächste Buch anzunehmen; denn Seine Freigebigkeit strömt unablässig und grenzenlos.
(Báb, Aus dem persischen Bayan in Auswahl aus Seinen Schriften, 3:12)

Beachtet, was Wir in Unserem Heiligsten Buche offenbart haben: »Wenn das Meer Meiner Gegenwart verebbt und das Buch Meiner Offenbarung abgeschlossen ist, so wendet euer Angesicht zu Ihm, den Gott bestimmt hat, der aus dieser Urewigen Wurzel kam.«
(Bahá’u’lláh, Kitab-i-Ahd in Botschaften aus Akka, 15:9)

Wenn die Mystische Taube, aus ihrem Tempel des Lobpreises aufgestiegen, ihr fernes Ziel, ihre verborgene Wohnstatt, erreicht hat, dann legt alles, was ihr im Buche nicht versteht, Ihm vor, der diesem mächtigen Stamm entsproß.
(Bahá’u’lláh, Kitab-i-Aqdas, 174)

So hatten die heiligen Manifestationen Gottes einen umfassenden, allumschließenden Plan. Sie mühten sich um das Leben eines jeden und stellten sich in den Dienst allgemeiner Erziehung. Ihr Betätigungsfeld war nicht begrenzt, nein, es war weit und allumfassend.
(Abdu’l-Bahá, Briefe und Botschaften, 34:3)

Es gibt nur einen Gott, nur eine Menschheit; die Grundlage der Religionen sind eins. Wir wollen Ihn anbeten und preisen für Seine großen Propheten und Sendboten, die Seine Lichtfülle und Seinen Ruhm offenbart haben.
(Abdu’l-Bahá, Abdu’-Bahá in London, 10.09.1911)

Bahá’u’lláh hat den Kreis der Einigkeit geschlagen. Er hat einen Plan geschaffen, um alle Völker zu vereinen und sie alle unter dem schützenden Zelt der allumfassenden Einheit zu versammeln. Dies ist das Werk der göttlichen Freigebigkeit, und wir alle müssen uns mit Herz und Seele mühen, bis wir die Einheit tatsächlich in unserer Mitte haben, und in dem Maß, in dem wir arbeiten, werden wir Kraft empfangen.
(Abdu’l-Bahá, Ansprachen in Paris, #15)

Hier darf sich kein Denkfehler einschleichen! Der Grundsatz der Einheit der Menschheit – der Angelpunkt, um den alle Lehren Bahá’u’lláhs kreisen – ist kein bloßer Ausdruck unkundiger Gefühlsseligkeit oder unklarer frommer Hoffnung. Sein Ruf ist nicht gleichbedeutend mit einer bloßen Wiedererweckung des Geistes der Brüderlichkeit und des guten Willens unter den Menschen, noch geht es nur um die Förderung harmonischer Zusammenarbeit zwischen einzelnen Völkern und Ländern. Die Folgerungen gehen tiefer, der Anspruch ist höher als alles, was den früheren Propheten zu äußern erlaubt war. Die Botschaft gilt nicht nur dem einzelnen, sondern befaßt sich in erster Linie mit der Natur jener notwendigen Beziehungen, die alle Staaten und Nationen als Glieder einer menschlichen Familie verbinden müssen. Der Grundsatz der Einheit stellt nicht nur die Verkündigung eines Ideals dar, sondern ist unzertrennlich mit einer Institution verbunden, die seine Wahrheit verkörpert, seine Gültigkeit bekundet und seinen Einfluß dauernd zur Geltung bringt. Er verlangt eine organische, strukturelle Veränderung der heutigen Gesellschaft, eine Veränderung, wie sie die Welt noch nicht erlebt hat.Er fordert nichts Geringeres als den Wiederaufbau und die Entmilitarisierung der ganzen zivilisierten Welt, einer Welt, die in allen Grundfragen des Lebens, in ihrem politischen Mechanismus, ihren geistigen Bestrebungen, in Handel und Finanzwesen, Schrift und Sprache organisch zusammengewachsen und doch in den nationalen Eigentümlichkeiten ihrer verbündeten Staatenglieder von einer unendlichen Mannigfaltigkeit ist.
Er stellt die Vollendung der menschlichen Entwicklung dar, einer Entwicklung, die ihren Uranfang in der Geburt des Familienlebens hat, deren weitere Entfaltung zur Stammeseinheit und zur Bildung des Stadtstaates führte, und die sich später zur Bildung unabhängiger, souveräner Nationen erweiterte.
(Shoghi Effendi, Die Weltordnung Bahá’u’lláhs, S. 70f.)

Uneinigkeit ist das GrundüŸbel füŸr die Probleme, die unseren Planeten so hart bedrŠängen. Uneinigkeit durchdringt die menschliche Haltung in allen Lebensbereichen. Sie ist der Kern aller gršößeren Konflikte zwischen Všölkern und Nationen. Und was noch schlimmer ist: Uneinigkeit ist allgegenwäŠrtig in den Beziehungen zwischen den Religionen und innerhalb der Religionen; sie verdirbt den geistig-moralischen Einfluß, den auszüŸben ihr hšöchster Zweck ist.
(Universales Haus der Gerechtigkeit, 26. November 1992)