Die Verkündigung des Báb

„Wir, wahrlich, glauben an Ihn, der durch den Willen des einen, wahren Gottes,…in der Person des Báb herabgesandt worden ist.“¹
Zitate zu diesem Thema

Der Beginn der Bahá’í-Offenbarung war nicht unerwartet. In der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde in Persien das Kommen eines Erneuerers der Religion erwartet – vergleichbar mit der Erwartung der Wiederkunft Christi im Westen.

Inmitten eines moralisch zerfallenden Umfeldes, erhob sich 1844 in Shiraz der Báb („Das Tor“, 1819-1850) mit einer eigenen göttlichen Offenbarung. Seine fortschrittlichen und revolutionären Lehren – z.B. mehr Rechte für Frauen, allgemeine Schulbildung, Auflösung des Klerus – bewirkten einen gewaltigen Zustrom von Menschen aus Kreisen der Theologiestudenten, Gelehrten und der breiten Bevölkerung Persiens. Heftige Opposition und grausame Verfolgungen von Seiten der Geistlichkeit und der weltlichen Führer waren die Folge, bis schließlich 1850 der Báb in Tabriz öffentlich hingerichtet wurde.

In Seinen Schriften kündigte Er den Anbruch eines neuen Zeitalters an – ein Zeitalter, das zur Vereinigung der ganzen Menschheit in Frieden führen würde. Er selbst sei der Wegbereiter für dieses Zeitalter. Wenige Jahre nach Ihm fand diese Verheißung in der Botschaft Bahá‘u’lláhs ihre Erfüllung.

„Niemals erweckte der Herr des Alls einen Propheten oder sandte ein Buch, ehe Er nicht Sein Bündnis mit allen Menschen errichtet und sie aufgerufen hatte, die nächste Offenbarung und das nächste Buch anzunehmen; denn Sein Freigebigkeit strömt unablässig und grenzenlos.“²

Quellennachweise

[1] Bahá’u’lláh, Ährenlese, S.
[2] Báb, Auswahl aus Seinen Schriften, 3:12:2