Bahá'í Deutschland http://www.bahai.de/ Neuigkeitende Bahá'í Deutschland http://www.bahai.de/typo3conf/ext/tt_news/ext_icon.gif http://www.bahai.de/ 1816NeuigkeitenTYPO3 - get.content.righthttp://blogs.law.harvard.edu/tech/rssSat, 02 Jan 2016 22:45:00 +0100 Hochrangiger muslimischer Geistlicher im Iran ruft sein Land zu mehr Gerechtigkeit auf http://www.bahai.de//artikel/datum/2016/01/02/hochrangiger-muslimischer-geistlicher-im-iran-ruft-sein-land-zu-mehr-gerechtigkeit-auf.html Seit Jahren ist der iranische Geistliche Ayatollah Abdol-Hamid Masoumi-Tehrani bekannt für seine...Der als Kalligraph bekannte Geistliche rief im April 2014   dazu auf, „alle Menschen wertzuschätzen, friedlich miteinander zu leben, zusammenzuarbeiten und sich gegenseitig zu unterstützen, Hass zu vermeiden genauso wie Feindschaft und religiöse Vorurteile.“ Er glaubt allerdings nicht, dass dieses ohne eine Verfassungsänderung einhergehen kann. Es überrascht daher nicht, dass der Klerus und viele iranische Regierungsbeamte ihn als Dissidenten betrachten. Wiederholt wurde er wegen seiner Aktivitäten inhaftiert.Die unrechtmäßige Inhaftierung von zahlreichen iranischen Baha‘i im vergangene November nahm der angesehene Ayatollah zum Anlass, um auf seiner Webseite in einem Artikel ( hier auf Persisch zu lesen) seine Landsleute dazu aufzurufen, den Standard der Gerechtigkeit und der Würde aller Menschen im Iran hoch zu halten. Neben dem Artikel veröffentlichte Masoumi-Tehrani eine künstlerisch-kalligraphische Verzierung einer Baha’i-Schrift. Das Zitat aus den sogenannten „Verborgenen Worten“ des Religionsstifters Bahá’u’lláh, bezieht sich auf die unverzagte Reaktion der iranischen Bahá’í-Gemeinde auf die fortwährende und systematische Verfolgung. Ayatollah Tehrani veröffentlichte auf seiner Facebook Seite auch einen Beitrag ( hier auf Englisch), in dem er die "fortschrittlichen Menschen“ im Iran auffordert, das Thema Menschenrechte für alle Iraner, unabhängig ihrer Religion, ihres Geschlechts, ihrer Rasse oder Ethnie, voranzutreiben.

"Nationale Identität und nicht religiöse Unterschiede sollte als das verbindende Moment aller Bürger dieses Landes angesehen werden. Unterschiede zu vergrößern, statt Gemeinsamkeiten zu betonen führt zu nichts als Unterdrückung und Korruption“, heißt es in dem Beitrag weiter.

Ayatollah Tehrani und eine wachsende Anzahl iranischer Intellektueller und Künstler innerhalb wie außerhalb des Iran erheben ihre Stimme, um eine Kultur der Gerechtigkeit und des friedlichen Miteinanders zu fördern und sich für die Baha‘i und andere unterdrückte Gruppen im Iran einzusetzen.
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Sat, 02 Jan 2016 22:45:00 +0100
UN-Resolution hat anhaltende Menschenrechts- verleztungen im Iran im Fokus http://www.bahai.de//artikel/datum/2016/01/02/anhaltende-menschenrechtsverletzungen-im-iran-stehen-bei-un-abstimmung-im-mittelpunkt.html Die UN äußerte im Dezember 2015 ihre „tiefe Sorge“ über fortwährende Menschenrechtsverletzungen im...Die Resolution äußert unter anderem “tiefe Sorge” über “anhaltende schwere Einschränkungen und Beschneidungen der Meinungs- und Gewissensfreiheit und Religions- und Glaubensfreiheit“.
Sie fordert die Regierung außerdem nachdrücklich auf, die sieben in Haft befindlichen Bahá’í-Führungsmitglieder frei zu lassen und alle Formen der Diskriminierung in Gesetz und Praxis zu unterlassen, darunter das Schließen von Geschäften und andere Menschenrechtsverletzungen gegen anerkannte und nicht anerkannte religiöse Minderheiten.“

"Wir begrüßen diese Resolution”, sagte Bani Dugal, Sprecherin der Internationalen Bahá‘í-Gemeinde bei den Vereinten Nationen. „Sie zeigt, dass die internationale Gemeinschaft sich weiterhin der andauernden, fortdauernde Verletzung der Bürgerrechte im Iran bewusst und davon betroffen ist – trotz der gegenteiligen Behauptungen der iranischen Regierung und ihrer Versprechen, die Menschenrechtssituation zu bessern“, so Dugal.

Die Resolution wurde von Kanada eingebracht und von weiteren 44 Ländern, darunter Deutschland, unterstützt. Sie erfolgte nach Berichten über Menschenrechte Im Iran von Ahmed Shaheed , dem Sonderberichterstatter für Menschenrechte im Iran und dem UN-Generalsekretär Ban Ki-moon , welche beide zahlreiche Beispiele für die fortwährenden Verletzungen des internationalen Menschenrechtsgesetzes im Iran aufzählten.

Im November 2015 waren Baha’i Ziel einer anhaltenden Welle von Geschäftsschließungen in einer Reihe von Städten. Iranische Beamte verhafteten 20 Baha’i in den Städten Teheran, Isfahan und Mashhad und schlossen 28 von Baha‘i geführte Geschäfte in Qá‘ím Shahr, Rafsanján und Kirmán, die aufgrund von zwei Baha’i-Feiertagen geschlossen waren.  Neben laufenden öffentlichen Hasskampagnen, Verweigerung des Rechts auf Bildung, Schändung von Baha'i-Friedhöfen, Inhaftierungen und Razzien und Straflosigkeit für Gewalttaten gegen Baha'i wird nun staatlicherseits gezielter wirtschaftlicher Druck auf die Baha'i im Iran eingesetzt.

Seit mehr als sieben Jahren befinden sich die sieben Mitglieder des ehemaligen Führungsgremiums der Baha’i im Iran in Haft. Das Urteil zu jeweils 10 Jahren stützt sich auf haltlose Anschuldigungen und ist bis heute nicht schriftlich bestätigt worden. Derzeit befinden sich insgesamt 74 Baha’i allein aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit in Haft. 

 

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Sat, 02 Jan 2016 22:35:00 +0100
BBC zeigt 30 Jahre alte Filmaufnahmen eines Prozesses gegen Baha’i im Iran http://www.bahai.de//artikel/datum/2015/12/17/bbc-zeigt-30-jahre-alte-filmaufnahmen-eines-prozesses-gegen-bahai-im-iran.html Erstmalig zeigte BBC World News kürzlich entdeckte Aufnahmen, die zwei Stunden eines über 30 Jahre...Der Film „ Iranian Revolutionary Justice“ zeigt die Funktionsweise und Folgen von "Revolutionsgerichten" nach der Islamischen Revolution von 1979 und geht dabei auch auf den Prozess ein, der 1981 gegen die Baha’i-Führung geführt wurde. Diese Dokumentation bringt unter anderem die gegenstandslosen und absurden Anklagen ans Licht, für die die Baha‘i seit über 30 Jahren verfolgt werden", sagt Ingo Hofmann, Sprecher der Baha’i-Gemeinde in Deutschland. 

Die Filmaufnahmen von 1981 dokumentieren nicht das Prozessesende. Daher ist unbekannt, ob das Urteil im Gerichtssaal verkündet wurde. Laut Urteil wurden alle acht zum Tode verurteilt und ihr Besitz konfisziert. Unmittelbar nach dem letzten Verhandlungstag wurden sie unter Geheimhaltung per Schießbefehl hingerichtet.

Die Namen der hingerichteten Baha‘i sind Herr Mehdi Amin-Amin, Herr Jalal Azizi, Herr Dr. Ezzatollah Forouhi, Frau Jinous Mahmoudi, Herr Dr. Mahmoud Majzoub, Herr Dr. Sirous Rowshani, Herr Dr. Ghodratollah Rowhani und Herr Kamran Samimi.

Das einzige weibliche Mitglied des Führungsgremiums, Frau Jinous Mahmoudi, scheint nicht bei der Verhandlung anwesend. Sie wurde jedoch zeitgleich mit ihren Kollegen hingerichtet.

Ihre Familien wurden weder über die Gerichtsverhandlung noch über ihre Hinrichtungen informiert. Auch beerdigen durften sie sie nicht. Ihre Leichen wurden ohne die für die Baha’i geltende Bestattungszeremonie in einem verödeten Land mit Namen Kufr Abad—Land der Untreuen – von der Regierung beigesetzt.

"Der Film zeigt ein Rechtssystem, welches praktisch jeden Aspekt einer Rechtsstaatlichkeit verletzt – von willkürlichen Festnahmen und Inhaftierungen bis hin zu nicht öffentlichen Verhandlungen und voreingenommenen Richtern. Das gleiche System, welches in der Vergangenheit Baha’i hinrichtete, fährt heute fort, sie zu inhaftieren und systematisch auszugrenzen“, sagt Bani Dugal, Sprecherin der internationalen Baha’i-Gemeinde bei den Vereinten Nationen in New York.

Die internationale Baha’i-Gemeinde beklagt zudem, dass sich für die Baha’i im Iran seit 1981 nicht viel verändert hat. Aktuell sind die sieben Mitglieder des inoffiziellen Führungsgremiums der Baha’i im Iran, den sog. Yaran (zu dt. Freunde) seit mehr als sieben Jahren in Haft. Das Urteil zu je 10 Jahren Haft stützt sich auf haltlose Anschuldigungen und ist bis heute nicht schriftlich bestätigt.

"Bis heute verweigert die iranische Regierung den Baha’i selbst die grundlegendsten Bürgerrechte. Die Verfolgung entbehrt jeder Grundlage. Die Diskriminierungen gegen die Baha’i beinträchtigen das Leben von Generationen, vom Kleinkind bis zum Greis“, so Dugal.

So wird den Baha’i das Recht auf höhere Bildung und die Anstellung im Staatsdienst wie auch Rentenansprüche verweigert. Die anhaltende Verweigerung des Zugangs zur Hochschulbildung für Baha’i und der vermehrte Entzug von Handels- und Geschäftslizenzen verdeutlichen weiter die Absicht, eine Bevölkerungsgruppe im gesamten Iran auszugrenzen und unsichtbar zu machen. Die seit 2005 anhaltenden Zerstörungen der Friedhöfe der Baha’i wurden im vergangen Jahr mit weiterer Vehemenz fortgeführt. Mediale Hetzkampagnen gegen Mitglieder der Baha’i steigerten sich in den vergangen zwei Jahren dramatisch. Sie werden willkürlich verhaftet und ungerechtfertigt inhaftiert. Derzeit sind über 70 Baha‘i allein aufgrund ihres Religionszugehörigkeit in iranischen Gefängnissen.

„Es geht hierbei nicht nur um die Vergangenheit", sagt auch der Iran-Experte Dr. Payam Akhavan in der BBC-Dokumentation. „Es geht um die derzeitigen Herausforderungen, denen wir auf dem Weg einer Menschenrechtskultur im Iran begegnen."

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Thu, 17 Dec 2015 11:55:00 +0100
Haftreduzierung für Baha’i-Führung im Iran http://www.bahai.de//artikel/datum/2015/12/08/haftreduzierung-fuer-bahai-fuehrungsgremium-im-iran.html Die internationale Baha’i-Gemeinde hat die Haftreduzierung für das ehemalige Führungsgremium der... landesweiten Geschäftsschließungen in einer Reihe von Städten. Gezielt werden jungen Baha’i zudem das Recht auf höhere Bildung verwehrt, in dem die iranische Regierung die Baha’i systematisch daran hindert, an staatlichen Universitäten zu studieren oder zu unterrichten. Aber sie unterrichten und sie studieren trotzdem im Rahmen von Selbsthilfe und haben das Baha‘i Institute for Higher Education (BIHE) gegründet. Eine Bildungsinitiative, mit Hunderten von Studenten im Iran und Duzenden Dozenten im Iran und weltweit, die jungen Menschen eine Perspektive im Leben gibt. Am 6. Juni 2011 gab jedoch die Iranian Student News Agency bekannt, dass das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Technik selbst diese eigene Anstrengung der iranischen Baha’i, ihrer Jugend höhere Bildung zukommen zu lassen, für illegal erklärte. Noch immer werden Baha’i wegen ihrer Aktivitäten für BIHE inhaftiert, wie ein aktueller Fall zeigt. Anlässlich des Internationalen Tags der Menschenrechte zeigt die Baha’i-Gemeinde am 9. Dezember im Berliner Kino Babylon den Film „To Light a Candle“.  Die Dokumentation des preisgekrönten iranischen Filmemachers und Journalisten Maziar Bahari handelt von der andauernden Verfolgungsgeschichte der Baha‘i im Iran und der Errichtung des BIHE. Eine Geschichte der Widerstandsfähigkeit und Hoffnung. Mehr zur Veranstaltung am 9. Dezember 2015 auf Facebook. ]]> Tue, 08 Dec 2015 14:02:00 +0100 15 Bahá’í verhaftet und landesweite Geschäfts-schließungen http://www.bahai.de//artikel/datum/2015/11/19/15-bahai-verhaftet-und-landesweite-geschaeftsschliessungen.html Omid Nouripour, Mitglied des Bundestages, kritisiert Ausgrenzung der Baha’i aus der iranischen... „Dieser Vorstoß der iranischen Obrigkeit hat zur Konsequenz, dass vielen Baha‘i die letzte verbleibende wirtschaftliche Grundlage entzogen wird. Da ihnen auch der Zugang zu höherer Bildung verwehrt ist, sind Kleinunternehmen für viele Baha’i die letzte und einzige Möglichkeit, sich eine Lebensgrundlage zu schaffen“, so Hofmann. Omid Nouripour, Mitglied des Bundstages und Sprecher für Außenpolitik der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag, mahnte in dieser Woche an, die europäische Politik müsse „beim Wiederaufbau der wirtschaftlichen Beziehungen zum Iran Vorsicht walten lassen“ und „auf die Situation der Baha’i und anderer Opfer der staatlichen Repression hinweisen.“

„Mit der Ausgrenzung der Baha’i aus allen Bereichen der Gesellschaft beraubt die iranische Regierung tausende ihrer eigenen Bürger auf diskriminierende Weise noch ihrer elementarsten Rechte. Wer von wirtschaftlicher Öffnung spricht und gleichzeitig zehntausende Menschen von der Möglichkeit freier wirtschaftlicher Betätigung ausschließt, diskreditiert sich selbst“, so Nouripour.

In einem kürzlich erschienen Video äußern sich Europäer, darunter Mitglieder des Europäischen Parlamentes, gegen die wirtschaftliche Unterdrückung der Baha’i im Iran. Sie fordern darin von Unternehmen, die sich wirtschaftlich im Iran engagieren wollen, die Menschenrechtslage im Iran prominent anzusprechen. Hintergrund: Im Iran bilden die Baha’i die größte nicht-islamische religiöse Minderheit. Seit der Islamischen Revolution 1979 werden Baha’i systematisch verfolgt. Der iranische Staat formulierte 1991 eine eigene Staatsdoktrin mit dem Ziel, die Baha’i als lebensfähige Gemeinschaft in Iran auszuschalten. In den letzten Wochen und Monaten waren die Bahá’í Ziel einer anhaltenden Welle von Geschäftsschließungen in einer Reihe von Städten. Neben laufenden öffentlichen Hasskampagnen, Verweigerung des Rechts auf Bildung, Schändung von Bahá'í-Friedhöfen, Inhaftierungen und Razzien und Straflosigkeit für Gewalttaten gegen Bahá'í wird nun staatlicherseits gezielter wirtschaftlicher Druck auf die Bahá'í im Iran eingesetzt. Seit mehr als sieben Jahren befinden sich die sieben Mitglieder des ehemaligen Führungsgremiums der Baha’i im Iran in Haft. Das Urteil zu jeweils 20 Jahren stützt sich auf haltlose Anschuldigungen und ist bis heute nicht schriftlich bestätigt worden. Derzeit befinden sich insgesamt 74 Baha’i allein aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit in Haft. ]]>
Thu, 19 Nov 2015 13:58:00 +0100
Für ein Europa der Menschenrechte! Aufruf für Solidarität und Humanität zum Nationalen Flüchtlingstag http://www.bahai.de//artikel/datum/2015/10/02/fuer-ein-europa-der-menschenrechte-aufruf-fuer-solidaritaet-und-humanitaet-zum-nationalen-fluechtli.html Zum Nationalen Flüchtlingstag am 2. Oktober starten Bürgerinnen und Bürger gemeinsam mit... „Die beteiligten Organisationen und Institutionen setzen sich zum Teil bereits seit Jahrzehnten für Flüchtlinge und gegen Rassismus ein. Solidarität und Humanität gehören zu den Grundpfeilern dieser Arbeit“, sagt Sara Fremberg, Sprecherin der Initiative ‚Für ein Europa der Menschenrechte‘. „Das ehrenamtliche Engagement der vergangenen Wochen, mit dem sich Menschen in Deutschland, aber auch Österreich und Ungarn für die Ankommenden eingesetzt haben, hat uns auf überwältigende Weise gezeigt, dass wir mit dieser Überzeugung nicht alleine sind. Vielmehr handeln wir im Konsens mit großen Teilen der Gesellschaft. Diese vielen Stimmen gilt es nun zu bündeln.“

„Europa definiert sich nicht nur über seine ökonomische Stärke und seine spezifische Topographie, sondern über gemeinsame Werte“, sagt die Schriftstellerin Tanja Dückers, Unterzeichnerin des Aufrufs bei der Bekanntmachung. „Als Berlinerin, die 21 Jahre mit einer Mauer vor der Nase aufgewachsen ist, wünsche ich mir kein Europa, in dem wieder neue Schlagbäume, Grenzen, Zäune und Mauern errichtet werden. Viele Menschen haben über lange Zeit für ein freies Europa gekämpft, viele sind dafür gestorben - eine leichte Errungenschaft war dieses offene Europa nicht. Wir dürfen es jetzt angesichts der sich stellenden Herausforderungen nicht aufs Spiel setzen.“ 

„Angesichts der rassistischen Gewalt gegen Schutzsuchende und rechtsextremen Populismus wollen wir ein Zeichen der Solidarität setzen. Das große Engagement für Flüchtlinge in den vergangenen Wochen hat gezeigt, dass wir hier einen breiten Konsens in der Gesellschaft haben. Jetzt geht es um die schnelle Integration von Flüchtlingen in gute Arbeit und Ausbildung. Dabei sind menschengerechte Arbeitsbedingungen und Mindestlohnstandards unverzichtbar“, sagt Annelie Buntenbach, Mitglied des Bundesvorstands des Deutschen Gewerkschaftsbundes. „Die Gesellschaft in Deutschland und Europa ändert sich, doch die Menschenrechte bleiben als eines der höchsten Güter der Demokratie unabdingbar bestehen. Asyl ist ein Menschenrecht und muss als selbstverständliches Gut angesehen werden. Sich für ein offenes, vielfältiges Deutschland einzusetzen bedeutet, die Zivilgesellschaft immer wieder neu zu aktivieren, sich mit gegenseitigem Respekt zu begegnen, die Vielfalt unserer Gesellschaft weiterzutragen und sich nicht entmutigen zu lassen. Der Beitrag jedes Einzelnen für die Einhaltung und Wahrung der Menschenrechte ist entscheidend, wie die letzten Wochen in Deutschland gezeigt haben. Der Schutz der Menschenrechte lebt auch von den ungezählten Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren“, sagt Prof. Ingo Hofmann, Sprecher der Baha’i-Gemeinde in Deutschland. Die Initiative lädt dazu ein, den Aufruf unter http://www.europa-der-menschenrechte.org/ zu unterzeichnen. Mehr als 50 Organisationen, Künstler und Künstlerinnen sowie engagierte Einzelpersonen sind bereits dabei. 
Für weitere Informationen Sara Fremberg, c/o „Europa der Menschenrechte“, Zinnowitzer Straße 8, 10115 Berlin. 
Kontakt:
Tel.: 0176-749 82 81 6
Email: info@europa-der-menschenrechte.org
www.europa-der-menschenrechte.org
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Fri, 02 Oct 2015 13:12:00 +0200
„Der Preis, der dort gezahlt werden muss ist viel höher als was bei uns auf dem Preisschild steht“. http://www.bahai.de//artikel/datum/2015/10/02/der-preis-der-dort-gezahlt-werden-muss-ist-viel-hoeher-als-was-bei-uns-auf-dem-preisschild-steht.html Internationaler Nürnberger Menschenrechtspreis geht an Bangladesch – auch Baha’i-Gemeinde schließt... Zum elften Mal verlieh die Stadt Nürnberg in einem Festakt am 27. September 2015 vor rund 800 Gästen den Internationalen Menschenrechtspreis  - in Gegenwart von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel sowie zahlreichen Vertretern von  Politik, Kirchen und Zivilgesellschaft. Erstmals wurde ein Aktivist für soziale und wirtschaftliche Menschenrechte ausgezeichnet. Geehrt wurde Amirul Haque Amin für sein Engagement in der Nationalen Gewerkschaft der Textilarbeiterinnen und -Arbeiter in Bangladesch. Als ihr Präsident  setzt sich Amirul Haque Amin (geb. 1961) für diejenigen ein, die unter den Dumping-Löhnen auf dem Bekleidungsmarkt leiden. Jetzt hat er den Internationalen Nürnberger Menschenrechtspreis 2015 erhalten. Nürnbergs Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly überreichte die mit 15.000 Euro dotierte Auszeichnung an den 54-Jährigen. Die Jury würdigte, dass sich Amin seit 1984, damals noch Student, mit "Hartnäckigkeit und Unerschrockenheit für die Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen und damit für die Würde der Menschen einsetzt, die in der exportorientierten Bekleidungsindustrie von Bangladesch tätig sind". Seit über 30 Jahren kämpfe er mit bewundernswertem Mut für die Rechte und Menschenwürde der Arbeiterinnen und Arbeiter in der Textilindustrie. Amin verlangt bessere Arbeitsbedingungen, insbesondere eine gerechte Bezahlung und ein sicheres Arbeitsumfeld. Ohne seinen unermüdlichen Einsatz würde es heute immer noch keinen Anspruch auf eine Woche Urlaub, keinen bezahlten Feiertag am 1. Mai und keinen geregelten Mindestlohn in Bangladesch geben. Allerdings gebe es noch viele Probleme. In der Begründung der Jury heißt es unter anderem: Mit der Verleihung des Internationalen Nürnberger Menschenrechtspreises 2015 (…) möchte sie die Aufmerksamkeit in mehrere Richtungen lenken. Zum einen auf die Wahrnehmung der Rechte der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vor Ort. In Bangladesch ist Gewerkschaftsarbeit außerordentlich gefährlich. Die Aktivistinnen und Aktivisten laufen nicht nur Gefahr, ihre Arbeitsstelle zu verlieren, wenn sie sich gegen die schrecklichen Arbeitsbedingungen wehren; sie werden oft schikaniert, bedroht oder verhaftet. Zum anderen möchte die Jury an das Verbrauchergewissen appellieren und für verantwortungsvollen Konsum sensibilisieren. Die Öffentlichkeit hat das Recht zu erfahren, unter welchen Bedingungen ihre Bekleidung produziert wird. Die Jury hofft, dass der Preis Herrn Amin und seinen Mitstreitenden den notwendigen Schutz gibt, um ihre wichtige Arbeit für menschenwürdige Arbeitsbedingungen fortsetzen zu können. Nicht zuletzt möchte die Jury ihr Votum in einen wirtschaftsethischen Rahmen eingebettet sehen, denn globalisierter und freier Handel ohne die Einhaltung sozialer Standards widerspricht grundlegenden menschenrechtlichen Anforderungen.“ Ulrich Maly (SPD), Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg und Jurymitglied, appellierte im Rahmen seiner Festansprache an das Gewissen der hiesigen Konsumenten, indem er bemerkte, dass „ der Preis, der dort gezahlt werden muss viel höher ist als was hier bei uns auf dem Preisschild steht. Fünf T-Shirts können keine drei Euro kosten, wenn nicht irgendwo ein Mensch ausgebeutet wird.“ Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) rief in seinem Grußwort die Bundesbürger zu bewusstem Kleidungskauf auf. Es gebe einen Zusammenhang zwischen schlechten Arbeitsbedingungen und Flüchtlingsbewegungen. Auch Wirtschaftsflüchtlingen dürfe man deshalb nicht verächtlich gegenübertreten. Bei der festlichen Überreichung des Preises im Nürnberger Opernhaus lobte Alke Boessiger, Leiterin der Handelsabteilung von UNI Global Union, „die weitsichtige Entscheidung der Jury“ und hielt eine bewegende Laudatio auf Amirul Haque Amin, den sie als „unerschrockenen Kämpfer“ bezeichnete. „Ich verneige mich vor Amin angesichts seiner Leistungen und Tapferkeit. Ohne Amins Entschlossenheit gäbe es weder Gewerkschaften noch hätte es im letzten Jahr eine Anhebung des gesetzlichen Mindestlohns gegeben“, so Boessiger. "Ich freu mich über den Preis", sagt Amin. Aus seiner Sicht rückt die Problematik in seinem Land durch die Verleihung weiter in den öffentlichen Fokus. Amin versteht den Preis als „Inspiration“ und Ansporn, zusammen mit seinen Mitstreitern noch weiter für die Rechte der Textilarbeiterinnen und -arbeiter in Bangladesch zu kämpfen. Bahá’í-Gemeinden von Bangladesch und Deutschland gratulieren  „Dieser Preis stellt ein Zeichen dar für die Anerkennung von Mut und Zivilcourage auch unter persönlicher Bedrohung. Die Baha’i-Gemeinde in Deutschland möchte Herrn Amin ihren Glückwunsch zum Internationalen Menschenrechtspreis, aber auch ihre Hochachtung und Bewunderung für seine engagierte Arbeit aussprechen. Unerschrocken und mit bewundernswertem Mut setzt er sich für die Rechte von Arbeiterinnen und Arbeitern in Bangladesch und für die Verbesserung ihrer Lebens-und Arbeitsbedingungen ein. Seine Standhaftigkeit und sein unerschütterlicher Einsatz für die Menschenrechte sind ein Vorbild und zugleich ein Zeichen der Hoffnung für alle, denen die Menschenrechte wichtig sind“, so Prof. Ingo Hofmann, Sprecher der Baha’i-Gemeinde in Deutschland. Auch der Baha’i-Gemeinde in Bangladesch war es ein besonderes Anliegen, dem Preisträger ihre besonderen Glückwünsche als Zeichen der Anerkennung zu übermitteln – sie ließ ein Blumenbouquet mit Grußbotschaft überreichen. Die Friedenstafel - ein Bürgerfest zu Ehren der Menschenrechtspreisträger Die Verleihung des Nürnberger Menschen­rechtspreises ist für viele Bürger eine Herzensangelegenheit. Traditionsgemäß feierten die Nürnbergerinnen und Nürnberger im Anschluss an den Festakt im Opernhaus mit der Friedenstafel rund um den Kornmarkt ein großes Fest der Solidarität mit dem Preisträger.

Hintergrund

Am 17. September 1995 wurde der Internationale Nürnberger Menschenrechtspreis zum ersten Mal verliehen – 60 Jahre nach der Verabschiedung der nationalsozialistischen Rassengesetze in Nürnberg und 50 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs. Für die Stadt soll der Preis vor allem ein Symbol dafür sein, "dass von Nürnberg niemals mehr andere Signale ausgehen dürfen als solche des Friedens, der Versöhnung, der Verständigung und der Achtung der Menschenrechte". Die Stadt Nürnberg verleiht den mit 15.000 Euro dotierten Menschenrechtspreis alle zwei Jahre an Einzelpersonen oder Gruppen, die sich in vorbildlicher Weise und unter hohem persönlichem Risiko für die Wahrung der Menschenrechte weltweit einsetzen.

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Fri, 02 Oct 2015 12:02:00 +0200
Keine Rede von Menschenrechten http://www.bahai.de//artikel/datum/2015/09/30/kein-deutliches-signal-fuer-die-menschenrechte.html Enttäuschung bei der Internationale Baha’i-Gemeinde darüber, dass der iranische Präsident Hassan...  „Wir nehmen wohl zur Kenntnis, dass das Versprechen der Koexistenz und des Dialogs mit anderen Nationen die Rede von Präsident Rohani bestimmte, aber wir sind zutiefst enttäuscht, dass er auf keine Schritte hingewiesen hat, die er zu unternehmen gedenkt, um die Menschenrechtssituation der iranischen Bürger zu verbessern“, sagte Bani Dugal,  Sprecherin der Internationalen Baha’i-Gemeinde bei den Vereinten Nationen in New York.

Präsident Rohani habe es nicht zustande gebracht, die religiöse Diskriminierung zu beenden, obwohl er versprochen hatte, dies zu tun, so Dugal. Auf eben dieses Thema habe UN-Generalsekretär Ban Ki-moon vergangene Woche in seinem Jahresbericht über die Menschenrechte im Iran an die Generalversammlung Bezug genommen.

Dugal verwies vor allem auf die von Herrn Ban zum Ausdruck gebrachte Besorgnis über “Berichte zu anhaltender Diskriminierung” von ethnischen und religiösen Minderheiten, wobei er feststellte, dass sich Präsident Rohani selbst verpflichtet hatte, “Gleichberechtigung zu garantieren, Glaubens- und Religionsfreiheit zu achten, allen religiösen Gruppen Schutz zu gewähren und Gesetze zu ändern, welche Minderheiten diskriminieren“.

„Präsident Rohani hatte volle zwei Jahre Zeit, seine Versprechen zu erfüllen und die religiöse Diskriminierung im Iran zu beenden. Trotz aller Reden sind leider kaum Fortschritte festzustellen“, bemängelte Dugal.

„Was die iranische Baha’i-Gemeinde betrifft, so hat die Regierung ihre Anti-Baha’i Propaganda in den Medien sogar verstärkt. Die willkürlichen Festnahmen und Inhaftierungen der Baha’i werden fortgesetzt, und die Baha’i-Jugend ist noch immer vom Hochschulstudium ausgeschlossen.“

Seit Präsident Rohani im August 2013 sein Amt angetreten hat, sind mehr als 6.300 Propaganda-Veröffentlichungen, die Hass gegen Baha’i schüren sollen, in iranischen staatlich geförderten Medien erschienen, so Dugal.

Frau Dugal bedauerte, dass die Regierung ihre Schließung von Baha’i-Geschäften fortgesetzt hat und sie ergänzte, dass es unter Präsident Rohanis Amtsführung mehr als 200 einzelne Vorfälle wirtschaftlicher Unterdrückung gegen Baha’i gegeben hat und dass der Ausschluss der Baha’i von der Beschäftigung im öffentlichen Sektor, der in den frühen 1980er Jahren einsetzte, fortbesteht.

„Angesichts der Tatsache, dass sich gegenwärtig 74 Baha’i ausschließlich wegen ihrer Glaubensüberzeugung in iranischen Gefängnissen befinden, klingen Präsident Rohanis Versprechung von Änderungen hohl“, sagte sie.

„Zu einer Zeit, da sich Staatsoberhäupter mit Präsident Rohani treffen, ist der Bericht des Generalsekretärs eine ernste Mahnung, dass die Menschenrechtssituation in Iran unbedingt auf der internationalen Tagesordnung bleiben muss“, forderte Dugal.

„Wie lang muss die iranische Baha’i-Gemeinde die Verfolgung noch erdulden? Wie lange noch müssen sie warten, bis ihnen gestattet wird, an die Universität zu gehen, ihre Toten ohne Schikane zu beerdigen oder ohne Angst vor Gefängnis zu leben?“.

Dugal würdigte den kürzlich erschienen Artikel des ehemaligen Newsweek-Journalisten Maziar Bahari,  der geschrieben hat „der Wille der iranischen Regierung, ein neues Kapitel ihrer Beziehung mit dem Rest der Welt aufzuschlagen, kann am besten geprüft werden, indem sie befragt wird, wie sie die 300.000 iranischen Baha’i zu behandeln gedenkt“.

“Herr Bahari, der selbst im Jahr 2009 im Iran inhaftiert war, weist zurecht darauf hin, dass wenn man iranische Funktionäre fragt, warum sie die Baha’i verfolgen,‚sie einem einfach nicht die Wahrheit sagen‘. Die Weltöffentlichkeit muss sich fragen, warum Präsident Rohani es nicht nur ablehnt, über Berichte der Menschenrechtsverletzungen allgemein zu diskutieren, sondern auch nicht bereit ist anzusprechen, dass seine Regierung sich der Baha’i-Frage nicht stellt“, so Dugal.

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Wed, 30 Sep 2015 11:33:00 +0200
Religiöse Führer tragen zu UN-Agenda 2030 bei. http://www.bahai.de//artikel/datum/2015/09/21/religioese-fuehrer-tragen-zu-un-agenda-2030-bei.html Die Internationale Baha'i-Gemeinde (BIC, Baha'i International Community) und Vertreter von 23... Unter dem Namen "Bristol Verpflichtungen" wurden Beiträge der verschiedenen religiösen Gruppierungen auf einer zweitägigen Veranstaltung – auch bezeichnet als „Faith in the Future“ (dt. „Religion in der Zukunft“) in Bristol, Großbritannien - vom 8. bis 9. September 2015 präsentiert und diskutiert. Das Ereignis wurde durch das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen  (UNDP) und die "Alliance of Religions and Conservation" (ARC, Allianz von Religionen und Bewahrung) unterstützt.

In ihrem Beitrag hierfür stellte die BIC die Wichtigkeit der Religion für den Erfolg der nachhaltigen Entwicklungsziele dar:

"Religion ist seit dem Beginn der überlieferten Geschichte ein Wesenszug menschlicher Zivilisation, der ungezählte Scharen von Menschen dazu veranlasste, sich zu erheben und sich für das Wohlergehen anderer einzusetzen", wurde in dem schriftlichen Beitrag festgestellt. " Wenn immer sie sich an den Geist ihrer herausragenden Stifter hielt, war Religion eines der mächtigsten Werkzeuge bei der Schaffung neuer und segensreicher Muster individuellen und gemeinschaftlichen Lebens."

Lesen Sie mehr dazu in dem vollständigen Beitrag in Englisch hier: http://news.bahai.org/story/1067

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Mon, 21 Sep 2015 11:17:00 +0200
Weltweit trauern Baha‘i um Sandra Tjitendero http://www.bahai.de//artikel/datum/2015/08/02/weltweit-trauern-bahai-um-sandra-tjitendero.html Am 26. Juli verstarb Frau Sandra Tjitendero aus Namibia unerwartet während eines familiären... “Sandra was affectionately known as Aunty Sandy or Mamu to many of her children whom she raised or inspired through spiritual guidance. Her home was a haven of learning and laughter where she hosted devotions, study circles and Bahá’í Holy Day celebrations. Her home was a home of light, love and laughter. Sandra is remembered for her loving radiance, unconditional love and selfless service to her community.” Zwischen den Baha’i-Gemeinden Namibias und Deutschlands besteht seit über 60 Jahren eine enge geistige Verbundenheit. Bereits in der Anfangszeit der namibischen Baha’i-Gemeinde in den 1950er Jahren wanderten Baha’i-Familien aus Deutschland nach Namibia aus. Sie unterstützen sie in den Jahren der Apartheid dabei, ihren Glaubensgrundsatz zu verwirklichen, wonach Rassentrennung der Vergangenheit angehören muss. Allen voran hat sich Sandra Tjitendero Zeit ihres Lebens für das zentrale Prinzip ihres Glaubens – der Einheit der Menschheit – unermüdlich bis zu ihrem Tode eingesetzt. Das Baha’i-Begräbnis wird am 4. August 2015 um 13 Uhr auf dem Jerusalem-Friedhof in Berlin-Kreuzberg stattfinden. Es werden Trauergäste aus ganz Europa, den USA und Namibia erwartet, unter ihnen auch Vertreter der namibischen Regierung. ]]> Sun, 02 Aug 2015 11:16:00 +0200