Bahá'í Deutschland http://www.bahai.de/ Neuigkeitende Bahá'í Deutschland http://www.bahai.de/typo3conf/ext/tt_news/ext_icon.gif http://www.bahai.de/ 1816NeuigkeitenTYPO3 - get.content.righthttp://blogs.law.harvard.edu/tech/rssFri, 23 Sep 2016 11:37:00 +0200 Baha’i fordern von Präsident Rohani ein Ende ihrer wirtschaftlichen Unterdrückung. http://www.bahai.de//artikel/datum/2016/09/23/bahai-fordern-von-praesident-rohani-ein-ende-ihrer-wirtschaftlichen-unterdrueckung.html Zum Beginn der 71. Generalversammlung der Vereinten Nationen am 13. September und der jährlichen...Zum Beginn der 71. Generalversammlung der Vereinten Nationen am 13. September und der jährlichen Allgemeinen Debatte in der Generalversammlung am 20. September hat die Internationale Baha‘i-Gemeinde in einem Brief an den iranischen Präsidenten Hasan Rohani gefordert, die ernste wirtschaftliche Unterdrückung der Bahá‘í in seinem Land zu beenden. Der Brief, unterzeichnet von Bani Dugal als Repräsentantin der „Baha’i International Community“ (BIC) bei den Vereinten Nationen, zeigt auf, wie seit der Islamischen Revolution im Jahr 1979 die Baha‘i im Iran das Ziel zahlreicher und anhaltender Formen der Unterdrückung sind. Darunter die ökonomische Strangulierung, die sich seit seiner Wahl nur verschlechtert hat.„Der Brief prangert die wirtschaftliche Ausgrenzung der Baha’i auf Grund ihres Glaubens an, die Ausdruck einer Politik der systematischen Unterdrückung von staatlicher und klerikaler Seite ist. Sie ist begleitet durch eine Flut von Hasskampagnen in den öffentlichen oder halb-öffentlichen Medien mit dem Ziel die Baha’i zu dämonisieren und damit gesellschaftlich auszugrenzen“, so Prof. Ingo Hofmann, Sprecher der Baha’i-Gemeinde in Deutschland. Die BIC weist in ihrem Brief auf den starken Widerspruch zwischen einerseits dem Anspruch der iranischen Regierung auf wirtschaftliche Gerechtigkeit und Abbau der Ungleichheit im Land und andererseits der fortgesetzten Taktik, ein Segment der eigenen Bevölkerung in die Armut und damit an den Rand der Gesellschaft zu treiben. Die wirtschaftliche Kampagne der Unterdrückung umfasst: Berufsverbot im öffentlichen Bereich, ergänzt durch ein Hochschulverbot, gravierende Einschränkungen auf dem privaten Sektor, Ausschluss aus einem weiten Feld von Handel und Berufen, bei denen das islamisch begründete Argument „religiöser Unreinheit“ angebracht werden kann, schließlich erzwungene Ladenschließungen mit Lizenzentzug. „Die Baha’i sollen auf diesem Weg zu den Parias der iranischen Gesellschaft gemacht werden“, so Hofmann.Der Brief richtet an den Präsidenten die gezielten Fragen: Wie können diejenigen, die für die finanziellen, gesellschaftlichen, humanitären und psychologischen Konsequenzen dieser Diskriminierung verantwortlich sind, ihr Tun rechtfertigen? Wie kann der Anspruch, eine gerechte und fortschrittliche Gesellschaft zu wollen, inmitten einer derart systematischen Ungerechtigkeit aufrechterhalten werden?So fordert die BIC in dem Brief von Präsident Rohani eine dringende Überprüfung der Situation der Baha’i und die längst überfällige Verbesserung ihrer Lage.Den Brief an Präsident Hassan Rohani können Sie in englischer Sprache hier lesen. Den Brief an Präsident Hassan Rohani können Sie in persischer Sprache hier lesen. ]]> Fri, 23 Sep 2016 11:37:00 +0200 Strukturen des Menschenrechtsschutzes stärken http://www.bahai.de//artikel/datum/2016/06/24/strukturen-des-menschenrechtsschutzes-staerken.html In einem Gespräch mit Außenminister Steinmeier am 21. Juni 2016 in Berlin, forderte das FORUM... FORUM MENSCHENRECHTE.   Aus Sicht des Forums zeigt sich dies an den Entwicklungen zur Flüchtlingspolitik, bei der durch den sogenannten „Türkei-Deal“, das individuelle Recht auf Asyl und die Möglichkeit, in Europa Schutz zu bekommen, de facto abgeschafft werden sollen. Einen Schritt zur weiteren Aushöhlung des Asylrechts würde die Einstufung von Ländern wie Algerien, Marokko und Tunesien als ‚sichere‘ Herkunftsstaaten darstellen.  Um weitere Menschenrechtsverletzungen zu verhindern, müssen das Abkommen mit der Türkei ausgesetzt und andere legale Zugangswege eröffnet werden. Genauso bedenklich erscheint in diesem Zusammenhang die angestrebte Neuausrichtung der gesamten europäischen Außen- und Entwicklungspolitik sowie Wirtschaftsbeziehungen mit afrikanischen Ländern auf das Ziel der Abwehr von Flüchtlingen, bzw. der Verhinderung von Migration.   Auch der derzeitige Entwurf des Nationalen Aktionsplans Wirtschaft und Menschenrechte zeigt, dass Menschenrechte zwar auf dem Papier stehen, aber in der Praxis nicht konsequent umgesetzt werden. Anstelle von verbindlichen Vorgaben an die Unternehmen zur Achtung der Menschenrechte enthält der Entwurf des Aktionsplans nur unverbindliche Appelle und erneute Prüfaufträge. Das FORUM MENSCHENRECHTE fordert, dass die Bunderegierung den Aktionsplan nachbessert und Unternehmen gesetzlich dazu verpflichtet, menschenrechtliche Sorgfaltspflichten entlang der Lieferkette einzuhalten.   Die Regierung hat beschlossen, den „Aktionsplan zivile Krisenprävention, Konfliktlösung und Friedenskonsolidierung“ von 2004 durch neue „Leitlinien Krisenengagement und Friedensförderung“ zu ersetzen. Hierzu drückte das Forum die Erwartung aus, dass Menschenrechte als Kernanliegen in den Leitlinien aufgenommen werden. Zivile Formen der Krisenbewältigung müssen ein klares Primat vor militärischen haben, und dafür müssen konsequent Instrumente ausgebaut werden. Die neuen Leitlinien sollten den Geist des Aktionsplans von 2004 bewahren und einen umfassenden Politikansatz ermöglichen, der eine bessere Abstimmung der Politik einzelner Ressorts und fortlaufenden Austausch mit dem Expertenwissen der Zivilgesellschaft anstrebt.  Notwendig ist aus Sicht des Forums ein stärkeres Monitoring der Außenpolitik aus menschenrechtlicher Perspektive. Dazu sollte u.a. das Amt des/der Menschenrechtsbeauftragten aufgewertet und gestärkt werden. Der Sprecher der Baha’i-Gemeinde in Deutschland und Vertreter der Baha’i beim FORUM MENSCHENRECTE, Prof. Ingo Hofmann resümierte im Anschluss an das Treffen: „Im Gespräch hat das  Forum deutlich gemacht, dass der derzeit europaweit sichtbare Trend in der Flüchtlingspolitik - weg vom individuellen Recht auf Asyl - aus menschenrechtlicher Sicht zunehmend inakzeptabel wird. Damit verbunden ist die Forderung des Forums einer Stärkung der politischen Strukturen des Menschenrechtsschutzes. Außenminister Steinmeier bremste allerdings angesichts der Situation in den Krisenherden und der Haltung der meisten europäischen Länder die Erwartungen, dass der derzeitige politische Spielraum genügen würde, um die Forderungen des Forums in dem erforderlichen Maß umzusetzen."]]> Fri, 24 Jun 2016 13:26:00 +0200 Tabubruch im Iran – Politsturm nach Treffen mit Baha‘i wirft neues Licht auf Religionsfreiheit http://www.bahai.de//artikel/datum/2016/05/20/tabubruch-im-iran-politsturm-nach-treffen-mit-bahai-wirft-neues-licht-auf-religionsfreiheit.html Ein Sturm wütender Verleumdungen, in Reaktion auf ein Treffen zweier befreundeter Menschen in einer... sieben Mitglieder des ehemaligen Baha‘i-Leitungsgremiums, das seit 2008 im berüchtigten Evin-Gefängnis in Haft sitzt. Das Treffen zwischen den beiden Frauen ereignete sich während eines fünftägigen Hafturlaubs Mitte Mai, als Frau Kamalabadi  nach acht Jahren erstmals das Gefängnis verlassen durfte, um anschließend den Rest ihrer insgesamt zehnjährigen Haft anzutreten. Kamalabadi und Hashemi, selbst im Jahr 2012 für sechs Monate wegen „Verbreitung von Propaganda gegen das herrschende System“ inhaftiert, waren Zellengenossinnen und hatten sich angefreundet.
„Auf erschütternde Weise und vor der Weltöffentlichkeit wurde in den letzten Tagen erneut die Widersprüchlichkeit des iranischen Systems gegenüber den Baha‘i offen gelegt“, erklärt Prof. Ingo Hofmann, Sprecher der Baha‘i –Gemeinde in Deutschland. „Während der Iran immer wieder behauptet, die Behandlung der Baha‘i sei nicht religiös motiviert, wird hier auf breiter Front das Gegenteil bestätigt. Dies ausgerechnet um den 8. Jahrestag der Inhaftierung der sieben Baha‘i am 14. Mai und zu dem Zeitpunkt, als die Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Dr. Bärbel Kofler, erklärte ‚Ich fordere die iranische Justiz auf, die unrechtmäßigen Urteile sofort aufzuheben und die Bahá’i sowie alle anderen aufgrund ihrer religiösen Gesinnung Inhaftierten unverzüglich freizulassen‘, so Hofmann. „Damit führt der Iran selbst seine beschwichtigende Rhetorik vor den internationalen Menschenrechtsgremien, wonach allen Bürgern des Landes Religionsfreiheit gewährt würde, ad absurdum.“
Annähernd fünfzig hochrangiger Kleriker und politische Figuren waren sofort bei der Hand, Frau Hashemi nach dem Treffen öffentlich zu denunzieren. Groß-Ayatollah Makarem-Shirazi verlangte eine Anklage gegen sie, weil sie eine Baha’i getroffen hatte. Weitere Ayatollahs beschrieben Umgang und freundschaftliche Beziehungen mit Baha’i als Verrat am Islam und an der Revolution und forderten die Isolation der Baha’i. Der Leiter der Justiz, Ayatollah Amoli-Larijani, und sein erster Stellvertreter bestätigten die Erwägung, Frau Hashemi anzuklagen. Dies sei von zahlreichen Klerikern gefordert worden als eine Lektion an den Rest der iranischen Gesellschaft. Ungeachtet dessen haben sich auch zahlreiche Stimmen von Menschenrechtsaktivisten, Journalisten und Bürgern erhoben, die das Recht der Baha’i auf ein Leben wie alle anderen Bürger verteidigen. Es bleibt die Hoffnung, dass diese Stimmen anwachsen und sich noch mehr Gehör verschaffen. Weitere Informationen zum Fall der Yaran, des ehemaligen inoffiziellen Führungsgremiums der Bahá’í im Iran.]]>
Fri, 20 May 2016 15:09:00 +0200
Es reicht! Kampagne zum 8. Jahrestag der Inhaftierung http://www.bahai.de//artikel/datum/2016/05/14/es-reicht-kampagne-zum-8-jahrestag-der-inhaftierung.html Am 14. Mai erinnert die weltweite Baha’i-Gemeinde an den 8. Jahrestag der ungerechten,... Auch die Baha’i-Gemeinde Deutschland schließt sich dieser Kampagne an. „Wir fordern die sofortige Freilassung dieser unschuldig Inhaftierten. Dieser Schritt ist unter Anwendung des neuen Strafgesetzbuchs Irans aus dem Jahre 2013 längst überfällig“, erklärt Prof. Ingo Hofmann von der Baha’i-Gemeinde in Deutschland. „Die Verurteilung vor acht Jahren zu 20 Jahren Haft war unrechtmäßig – sie erfolgte ohne ordentliches Gerichtsverfahren und war rein religiös motiviert. Im letzten November wurde die Haft unter verspäteter Anwendung des neuen Strafgesetzes auf 10 Jahre reduziert. Die neue Regelung aus 2013 verlangte, dass mehrfache Verurteilungen nicht zeitlich nacheinander erfolgen dürfen, wodurch bereits zu diesem Zeitpunkt eine sofortige Freilassung begründet war“, erklärt Hofmann weiterhin. Die fortdauernde Inhaftierung der sieben ist Teil der landesweiten Diskriminierung der religiösen Minderheit der Baha’i, denen elementare Rechte, der Schutz durch die iranische Verfassung und die Anwendung der eigenen Gesetze des Landes verwehrt werden. „Mit der Forderung ihrer Freilassung weisen wir auch auf  die fortgesetzte Unterdrückung vieler anderer Individuen und Minderheiten in der Islamischen Republik Iran hin“, so Hofmann. Bei den sieben Inhaftierten handelt es sich um Fariba Kamalabadi, Jamaloddin Khanjani, Afif Naeimi, Saeid Rezaie, Mahvash Sabet, Behrouz Tavakkoli, and Vahid Tizfahm. Hashtag zur Unterstützung der Kampagne in sozialen Netzwerken: #ReleaseBahai7Now Weiterführende Webseiten zur Kampagne: Facebook Twitter Bahá’í International Communit Informations-Video zur Kampagne (engl.)  ]]> Sat, 14 May 2016 00:59:00 +0200 Prominente australische Anwälte fordern Freilassung der ehemaligen Baha’i-Führungsmitglieder im Iran http://www.bahai.de//artikel/datum/2016/05/13/prominente-australische-anwaelte-fordern-freilassung-der-bahai-fuehrungsmitglieder-im-iran.html Ein von 26 prominenten australischen Anwälten unterschriebener offener Brief, in dem die sofortige... Während der Präsentation des offenen Briefes wurde auch die Stellungnahme der australischen Außenministerin, Julie Bishop, zur Freilassung der sieben Führungsmitglieder und aller politischen Gefangenen im Iran, bekanntgegeben und öffentlich verlesen.

Zu den Unterzeichnern des offenen Briefes zählen 16 hochrangige Rechtsanwälte wie auch führende Rechtsgelehrte, Menschenrechtsanwälte und andere führende Persönlichkeiten dieser Berufssparte.

Der Brief richtet sich an den iranischen Botschafter in Australien. Darin wird der Iran aufgefordert, die Rechtsstaatlichkeit aufrecht zu erhalten und die Vorschriften des von ihm ratifizierten Internationalen Paktes über zivile und politische Rechte einzuhalten.

Der Brief unterstützt außerdem die Forderung der australischen Außenministerin und hochrangiger UN-Menschenrechtsexperten nach sofortiger Freilassung der Führungsmitglieder, die zu je 10 Jahren Haft verurteilt wurden. Am 14. Mai 2016 jährt sich die Inhaftierung des Führungsgremiums der iranischen Baha’i zum achten Mal.

Eine Sprecherin der australischen Baha’i-Gemeinde, Dr Natalie Mobini, sagte dass die australische Baha’i-Gemeinde die Entscheidung der prominenten Anwälte, sich für die sieben inhaftierten Baha’i-Führungsmitglieder öffentlich einzusetzen, bewundert und dankbar dafür sei. “Mehr und mehr führende Persönlichkeiten auf der ganzen Welt schließen sich der Forderung von Regierungen und den Vereinten Nationen an, die sieben Baha’i-Führungsmitglieder sofort freizulassen. Wir freuen uns auf den Tag, an dem die Sieben aus dem Gefängnis in die hochverdiente Freiheit treten“.

Quelle: https://www.bahai.org.au/NewsMedia/NewsStories/ArticleView/tabid/72/ArticleId/281/Prominent-Australian-lawyers-to-call-for-release-of-Baha-i-leaders.aspx ]]>
Fri, 13 May 2016 01:34:00 +0200
Einsatz für den interreligiösen Dialog http://www.bahai.de//artikel/datum/2016/05/04/einsatz-fuer-den-interreligioesen-dialog.html Die Baha´i-Gemeinde in Deutschland gratuliert Ali-Mohammad Faridi zur Verleihung der... "Das Haus der Religionen ist ein Programm für die Zukunft." So urteilt der Oberbürgermeister der Stadt Hannover, Stefan Schostok, und Schirmherr des Hauses. Das Haus der Religionen ist Veranstaltungsort für interreligiöse Begegnungen aller Art. Es ist interreligiöser Lernort für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, für Schulklassen, Pädagoginnen und Pädagogen, Konfirmandengruppen, für die Bürgerinnen und Bürger in Stadt und Region. Es braucht einen solchen Ort, an dem Menschen aus verschiedenen Religionsgemeinschaften sich kennen lernen und etwas über die Überzeugungen und den Glauben des Anderen erfahren. Es ist an der Zeit, dass wir aufeinander zugehen und gemeinsam dem Frieden dienen, dem jede Religion verpflichtet ist, so das Selbstverständnis des Trägers „Haus der Religionen Hannover e.V.“ und von Ali-Mohammad Faridi. Die Baha’i-Gemeinde in Deutschland gratuliert Herrn Faridi von Herzen für diese Ehrung. Tore des Verstehens und der gegenseitigen Achtung zwischen den Religionen und den Menschen zu öffnen ist ein zentrales Anliegen des Baha’i-Glaubens. So wünschen wir Herrn Faridi für sein weiteres Engagement auf diesem Feld viel Kraft und segensreiche Bestätigung. Hintergrund Das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens wird an Bürgerinnen und Bürger für politische, wirtschaftliche, soziale und geistige Leistungen verliehen sowie darüber hinaus für alle besonderen Verdienste um die Bundesrepublik Deutschland, wie zum Beispiel im sozialen und karitativen Bereich. Es ist die einzige allgemeine Verdienstauszeichnung in Deutschland und damit die höchste Anerkennung, die die Bundesrepublik Deutschland für Verdienste um das Gemeinwohl ausspricht. Eine finanzielle Zuwendung ist mit der Verleihung des Verdienstordens nicht verbunden. ]]> Wed, 04 May 2016 12:59:00 +0200 Deutscher Menschenrechts-Filmpreis startet in die 10. Wettbewerbsrunde. http://www.bahai.de//artikel/datum/2016/04/29/deutscher-menschenrechts-filmpreis-startet-in-die-10-wettbewerbsrunde.html Der Veranstalterkreis des Deutschen Menschenrechts-Filmpreises lobt zum zehnten Mal den... Ab sofort können in den folgenden Kategorien Kino- und Fernsehfilme eingereicht werden:

·       Langfilm (professionelle Produktionen, ohne Begrenzung der Spiellänge)

·       Kurzfilm (professionelle Produktionen, Spiellänge maximal 30 Minuten)

·       Magazinbeiträge (professionelle TV-Formate, Spiellänge max. 10 Minuten)

·       Hochschule (Produktionen von Studierenden, ohne Begrenzung der Spiellänge)

·       Amateure (Produktionen von nichtkommerziell arbeitenden Filmemacher, ohne Begrenzung der Spiellänge)

Alle Filme müssen nach dem 1. Januar 2014 fertiggestellt worden sein. Zusätzlich wird aus alle vorgelegten Filmen mit dem Bildungspreis geehrt, der sich in besonderer Weise zum Einsatz in der Bildungsarbeit eignet. Eine direkte Bewerbung in dieser Kategorie ist nicht möglich. Einsendeschluss zum Deutschen Menschenrechts-Filmpreis 2016 ist der 16. August 2016. Jede Wettbewerbskategorie ist mit einem Preisgeld in Höhe von 2.500 Euro dotiert. Zusätzlich erhalten die Preisträger eine individuell gestaltete Statue. Die vorgelegten Arbeiten werden zuvor durch mehrere Fachjurys gesichtet und bewertet. Die besten Filmemacher und Regisseure in den Wettbewerbskategorien werden im Rahmen der Preisverleihung am 10. Dezember 2016 in der Nürnberger Tafelhalle geehrt. Weitere Informationen: www.menschenrechts-filmpreis.de Informationen und Unterlagen zur Ausschreibung finden Sie [hier] Der Deutsche Menschenrechts-Filmpreis wird im Rhythmus von zwei Jahren vergeben und aktuell von 18 Veranstaltern getragen, darunter bundesweit tätige Organisationen der Menschenrechts-, Bildungs-, Kultur- und Medienarbeit, religiöse und kirchliche Organisationen sowie kommunale Einrichtungen. Zudem unterstützen Verbände und Einzelpersonen den Filmwettbewerb. Kontakt Deutscher Menschenrechts-Filmpreis, Marko Junghänel (Gesamtkoordination) Fon +49 (0)911.43 04-221, Mobil +49 (0)170.495 17 47  ]]>
Fri, 29 Apr 2016 10:34:00 +0200
Baha'i-Gemeinde Deutschland mit neuem Leitungsgremium http://www.bahai.de//artikel/datum/2016/04/26/bahai-gemeinde-deutschland-mit-neuem-leitungsgremium-4.html Am vergangenen Wochenende wählte die 86. Nationaltagung der Baha'i-Gemeinde in Deutschland in der... Abgeordnete aus allen Teilen Deutschlands wählten folgende Personen zu Mitgliedern des Nationalen Geistigen Rates der Baha’i in Deutschland: Dr. Wafa Enayati (Hofheim), Dr. Thomas Floeth (Bückeburg), Sascha Gätzschmann (Halle), Stefan Hilger (Mainz), Saba Khabirpour (Speyer), Dr. Foruhar Khabirpour (Speyer), Dr. Hans-Martin Noltenius (Bremen), Dr. Haleh Sabet (Stuttgart) sowie Dr. Pajam Sobhani (Hamburg).

Wahlen ohne Propaganda

Der Wahlvorgang fand mit geheimer Stimmabgabe statt und wurde durch Gebete eingeleitet. Dadurch stand die Wahl in einem religiösen Licht – wie auch die Beratungen während der Tagung. Bei der Mitgliedschaft in gewählten Gremien der Baha'i geht es nicht um Machtpositionen, vielmehr um die Befähigung und die Bereitschaft, Gott und den Belangen der Gemeinschaft zu dienen. Im Unterschied zu gängigen Wahlverfahren gibt es weder Kandidatenaufstellung noch Wahlpropaganda.

Aufgabe der Abgeordneten war es über die Wahl hinaus, sich ein umfassendes Bild von den derzeitigen Bedingungen und Möglichkeiten der deutschen Baha'i-Gemeinde zu machen. Dabei wurde der Fokus insbesondere auf Lernerfahrungen aus den Gemeindebildungsprozessen vor Ort gelegt. Die Rolle der Kinder und Jugend innerhalb und außerhalb der Gemeinde, die gemeinwohlorientierten Nachbarschaftsaktivitäten sowie das Engagement in der Flüchtlingsarbeit kamen in den offenen und vom gegenseitigen Respekt getragenen Beratungen eingehend zur Sprache. Eigene Kinder- und Jugendprogramme sowie ein Abendprogramm, an dem rund 800 Gäste teilnahmen, rundeten das Treffen ab.

Die Grundstruktur der Baha’i-Gemeindeordnung geht auf den Religionsstifter Baha’u’llah (1817 – 1892) zurück. Während sich die Gemeinde auf allen Ebenen in einem fortlaufenden Gespräch über gemeindeinterne Belange, aber auch gesellschaftliche Fragen und Herausforderungen befindet, werden formale Entscheidungen in demokratisch gewählten Gremien getroffen. Bei den Baha’i gibt es keinen Klerus. Vor dem Wahlvorgang gibt es weder Kandidatur noch Wahlpropaganda, die Wahl erfolgt in einer andächtigen Atmosphäre.

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Tue, 26 Apr 2016 21:25:00 +0200
Religionen für Vielfalt: Interreligiöse Impulse für ein gesellschaftliches Miteinander http://www.bahai.de//artikel/datum/2016/03/23/religionen-fuer-vielfalt-interreligioese-impulse-fuer-ein-gesellschaftliches-miteinander.html Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus sprechen sich Religionsgemeinschaften,... Die unter dem Motto "100% Menschenwürde - gemeinsam gegen Rassismus" im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus stehenden Aktionswochen nahm die Baha’i-Gemeinde in Deutschland zum Anlass, um ein hoffnungsvolles Zeichen für die interreligiöse Verständigung zu setzen. Aktiv daran mitzuwirken, Vorurteile jeglicher Art abzubauen und ein gesellschaftliches Miteinander in Vielfalt in den Mittelpunkt zu stellen ist den Baha’i  ein wichtiges Anliegen. Anlässlich ihres Neujahrsfestes, Naw-Rúz, luden sie am 20. März 2016 nach Hofheim-Langenhain ein und waren besonders erfreut über die Unterstützung durch die Hessische Landesregierung, Herrn Staatssekretär Jo Dreiseitel, durch die Alevitische Gemeinde Deutschland vertreten durch Frau Melek Yildiz vom Bundesvorstand und den Frankfurter Rat der Religionen vertreten durch seinen Vorsitzenden Herrn Khushwant Singh. Das preisgekrönte People´s Theater aus Offenbach begeisterte das Publikum mit seinem interaktiven Theaterelement, in dem es durch gespielte Alltagsszenen dem Publikum das Thema Rassismus sehr nahe brachte und noch lange danach zum Nachdenken und Diskutieren anregte.   

Im Europäischen Baha'i-Haus der Andacht erlebten die über 300 Gäste eine interreligiöse Andacht, die von Menschen unterschiedlichen Glaubens und Herkunft aktiv mitgestaltet wurde. Es wurden aus den Heiligen Texten der Bhagavad Gita, der Sikh-Religion, des Alten und Neuen Testamentes, des Korans und der Baha´i Schriften gelesen. „Es war heilend, “ „ich war zu Tränen gerührt“ und „es war eine ganz besondere, friedliche Stimmung, obwohl so viele Leute da waren, war es ganz still“, hörte man später die Gäste sagen.

In seiner anschließenden Begrüßung betonte der Vorsitzende des Nationalen Geistigen Rates der Baha'i in Deutschland, Stefan Hilger, dass die Baha'i im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus nach Langenhain eingeladen hatten, in der Hoffnung, dass das Europäisches Haus der Andacht in dieser kritischen Zeit eine besondere Ausstrahlung und Symbolkraft für viele Menschen haben kann und hob das Haus der Andacht als "Symbol für Einheit und Integration" hervor.

"Der runde Sakralbau symbolisiert die "Einheit der Menschheit" als Vision und Entwicklungsziel einer zukünftigen Menschheit, eine Einheit, die in ihrer Vielfalt begründet ist. Diese kann ohne die Achtung vor allen anderen Religionen nicht bestehen. "Achtung" ist weit mehr als Dulden und Toleranz, deren Fragilität gerade die aktuellen Übergriffe in vielen Teilen unserer Republik zeigen. Achtung ist gegenseitig und meint gemeinsames Streben und Handeln, um das gesellschaftliche Miteinander zu gestalten und zu leben“, so Hilger. 

Über 1000 Veranstaltungen seien der Stiftung für die Internationalen Wochen gegen Rassismus für den Veranstaltungskalender gemeldet worden. "Das ist ein starkes Zeichen gegen Rassismus und für Integration", so Hilger.

"Ausgrenzung und Rassismus dürfen  in unserer Gesellschaft keinen Platz haben", sagte der Bevollmächtigte der hessischen Landesregierung für Integration und Antidiskriminierung, Staatssekretär Jo Dreiseitel, vor den Gästen, unter denen zahlreiche Geflüchtete und Menschen mit Migrationshintergrund saßen. Der Staatssekretär beschrieb in seiner Rede Ziele und Wege der Hessischen Landesregierung im Rahmen der Rassismusbekämpfung.

"Der Landesregierung und den sie tragenden Parteien ist es ein Anliegen, Rassimus und Diskriminierung jeglicher Art entschieden entgegen zu treten", so Dreiseitel. Hessen sei bereits im März 2014 der Koalition gegen Diskriminierung beigetreten, seit 2011 ist es Mitglied der Charta der Vielfalt. Und zu Beginn des Jahres 2015 hat das Land eine Antidiskriminierungsstelle im Hessischen Sozial- und Integrationsministerium als Stabsstelle eingerichtet, bekräftigte Dreiseitel. Rund 27% aller Hessen haben Migrationshintergrund. "Vielfalt fordert unsere Gesellschaft aber auch dazu heraus, sich auf andere Menschen einzulassen, auf Vorstellungen und Verhaltensweisen, die ungewohnt sein können und deren Beweggründe sich erst auf den zweiten Blick erschließen mögen. Das sind vielschichtige und anspruchsvolle Ausgangsbedingungen. Aus diesem Grund ist eine offene Grundhaltung gegenüber anderen Menschen unabdingbar für die Wertschätzung und Akzeptanz, die wir anderen entgegenbringen und genauso für uns selbst einfordern", forderte der Staatssekretär und begrüßte es sehr, dass die Mitglieder der Baha'i-Religion "ganz bewusst ein Zeichen gegen Ausgrenzung und Rassismus durch ihr Engagement als eine der Gründungsstifter der Stiftung "Internationale Wochen gegen Rasssimus" im Jahre 2014 in Hessen gesetzt haben". Die Beiträge von Bundes-und Kommunalvertretern der Aleviten und des Vorsitzenden des Rats der Religionen in Frankfurt betonen ihr gemeinsames Ziel, sich gegen Rassismus zu engagieren. Frau Melek Yildiz von der Alelvitischen Gemeinde brachte ihre Freude zum Ausdruck, dass eine Veranstaltung wie diese zur Verständigung beiträgt und der interreligiöse Dialog nicht nur ein Lippenbekenntnis bleibt. Die Alevitische Gemeinde trug zudem aktiv durch ihren musikalischen Beitrag dazu bei, den "Reichtum der kulturellen Vielfalt zu wahren, denn Musik ist allen Menschen gemeinsam", so Yildiz. Der Vorsitzende des Rats der Religionen in Frankfurt, Herr Khushwant Singh, bezog sich auf eigene Diskriminierungserfahrungen. Er erlebe aufgrund seines Sikh-Turbans täglich Rassismus, nicht nur in seiner Heimatstadt Frankfurt, sondern auch in anderen deutschen Städten. Das könne man nicht ändern, damit muss man leben, aber seine eigene Haltung könne man ändern, so Singh. Ein wesentlicher Schritt müsse dabei sein, in einen Dialog zu treten, und nicht über andere zu sprechen, sondern sich vielmehr kennenzulernen, so wie zum Beispiel es der Rat der Religionen in Frankfurt versucht. Zivilgesellschaft und Politik müssen zusammenarbeiten und Hand in Hand gehen. Es bedarf hierbei nicht nur der Worte, sondern auch der Tat. Denn nur die Tat kann Wandel hervorbringen. "Es ist die Spiritualität, die uns im Kern zusammenhält. Wir sollten dafür kämpfen, dieses Fundament gemeinsam aufrechtzuerhalten", betonte Singh.


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Wed, 23 Mar 2016 18:26:00 +0100
Baha’i in aller Welt feiern am 20. März ihr Neujahrsfest http://www.bahai.de//artikel/datum/2016/03/18/bahai-in-aller-welt-feiern-am-20-maerz-ihr-neujahrsfest.html Für die Baha'i ist der Frühlingsanfang zugleich der Beginn eines neuen Jahres. „Naw-Rúz", „neuer... Internationalen Wochen gegen Rassismus lädt die Baha’i-Gemeinde herzlich ein zur interreligiösen Andacht am Europäischen Haus der Andacht und anschließendem thematischen Programm im Nationalen Zentrum der Baha’i Gemeinde in Deutschland.  Beginn:  15.00 Uhr im Europäischen Baha’i-Haus der Andacht, Eppsteiner Str. 95, 65719 Hofheim-Langenhain.  16.00 Uhr Programmbeginn im Nationalen Zentrum der Baha’i-Gemeinde in Deutschland, Eppsteiner Str. 89, 65719 Hofheim-Langenhain]]> Fri, 18 Mar 2016 15:24:00 +0100