Bahá'í Deutschland http://www.bahai.de/ Neuigkeitende Bahá'í Deutschland http://www.bahai.de/typo3conf/ext/tt_news/ext_icon.gif http://www.bahai.de/ 1816NeuigkeitenTYPO3 - get.content.righthttp://blogs.law.harvard.edu/tech/rssWed, 23 Nov 2016 14:04:00 +0100 20 Jahre Baha´i-Frauen-Forum e.V. - „Gemeinsam für eine Kultur ohne Vorurteile". http://www.bahai.de//artikel/datum/2016/11/23/20-jahre-bahai-frauen-forum-ev-gemeinsam-fuer-eine-kultur-ohne-vorurteile.html Unter diesem Motto blickten die rund 40 Gäste gemeinsam mit dem Vorstand des Baha’i-Frauen-Forums...Für den Nationalen Geistigen Rat der Baha'i in Deutschland überbrachte Dr. Thomas Floeth die Grußbotschaft, worin das BFF für seine Arbeit zu Gleichberechtigung und Gleichwertigkeit auf lokaler, regionaler, nationaler und auch internationaler Ebene gewürdigt, aber auch auf noch verbliebene Missstände in der Gesellschaft und damit weitere Aufgabenfelder hingewiesen wurde.

Heide Schütz, Gründerin und Vorsitzende des FrauenNetzwerks für Frieden e.V ., einem Zusammenschluss von Frauen-Friedensorganisationen, erwähnte  in ihrer  Grußbotschaft die gute Zusammenarbeit mit dem BFF hin zu einer Friedenskultur. 

Im Anschluss gab Saba Khabirpour, Generalsekretärin des Nationalen Geistigen Rates der Baha’i in Deutschland und BFF-Gründungsmitglied wichtige Impulse zum diesjährigen Leitthema "Gemeinsam für eine Kultur ohne Vorurteile". Sie betonte, dass dieser „Weg in eine neue Kultur“  als Wechselwirkung sowohl die persönliche Entwicklung einschließt, als auch eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist. Frau Khabirpour wünschte sich und dem BFF Mut und Engagement, diesen Weg beherzt zu gehen.

Ein stimmungsvolles Musikprogramm mit Angelika Görs rundete das Programm ab, bevor der erste Tag beim internationalen Buffet und zahlreichen interessanten Gesprächen seinen Ausklang fand.

Anlässlich der Jubiläumstagung stellte das BFF sein Statement gegen Sexismus und Rassismus - „Gemeinsam für eine Kultur ohne Vorurteile“ – vor. Die Inhalte dieser Veröffentlichung dienten als roter Faden für die gesamte Jahresversammlung, auf die sich die Referentinnen immer wieder in Impulsvorträgen und Workshops bezogen und gemeinsam mit den TeilnehmerInnen beleuchteten.

 Bei der Vorstandswahl stellte sich das langjährige, inzwischen 82-jährige Vorstandsmitglied, Elisabeth „Lisett“ Mühlschlegel, nach 19 Jahren und davon sieben Jahre als Schatzmeisterin, nicht zur Wiederwahl. Der Vorstand und die anwesenden Mitglieder dankten ihr von ganzem Herzen für ihren unermüdlichen Einsatz. Im neuen Vorstand des Baha’i-Frauen-Forums arbeiten mit: Inge Behjat, Gisa Meier-Floeth, Dr. Ingeborg Franken, Claudia Mohadjeri und Heidi Mühlschlegel.

Das Baha’i-Frauen-Forum e.V. wurde im Jahre 1996 gegründet mit dem Ziel, die Rolle der Frau in der Gesellschaft zu stärken und sie an der Gestaltung einer globalen Gesellschaft aktiv zu beteiligen. Diese Zielsetzung entspricht der Baha’i-Lehre über die Gleichberechtigung von Mann und Frau: sie sind gleichberechtigt, ebenbürtige und sich ergänzende Teile der Gesellschaft. Das Forum hat über 300 Mitglieder, davon über zehn Prozent Männer.  

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Wed, 23 Nov 2016 14:04:00 +0100
Iran: Regierung erzwingt landesweite Schließungen von Geschäften aufgrund Einhaltung von Feiertagen. http://www.bahai.de//artikel/datum/2016/11/10/iran-regierung-erzwingt-landesweite-geschaeftsschliessungen-aufgrund-der-einhaltung-von-feiertagen.html Berlin, 10. November 2016; – In den vergangenen Tagen waren die Baha’i im Iran Ziel einer Welle...„Die Geschäftsinhaber sollen damit gezwungen werden, ihre Geschäfte an Baha‘i-Feiertagen mit gebotener Arbeitsruhe offen zu halten“, erklärte der Sprecher der Baha’i-Gemeinde in Deutschland, Prof. Ingo Hofmann. „Die iranische Obrigkeit verstößt damit nicht nur gegen das im internationalen Zivilpakt verbürgte Recht auf Religionsausübung, sie entzieht vielen Baha‘i damit auch die letzte verbleibende wirtschaftliche Grundlage. Da ihnen auch der Zugang zu höherer Bildung verwehrt ist, sind Kleinunternehmen für viele Baha’i die letzte und einzige Möglichkeit, sich eine Lebensgrundlage zu schaffen“, so Hofmann. Neben laufenden öffentlichen Hasskampagnen, Verweigerung des Rechts auf Bildung, Schändung von Baha’i-Friedhöfen, Inhaftierungen und Razzien und Straflosigkeit für Gewalttaten gegen Baha’i wird in den letzten Jahren regelmäßig staatlicherseits gezielter wirtschaftlicher Druck auf die Baha’i im Iran eingesetzt.Ein aktueller Brief der Baha’i International Community an den iranischen Präsidenten weist auf den starken Widerspruch hin zwischen einerseits dem Anspruch der iranischen Regierung auf wirtschaftliche Gerechtigkeit und Abbau der Ungleichheit im Land und andererseits der fortgesetzten Taktik, ein Segment der eigenen Bevölkerung in die Armut und damit an den Rand der Gesellschaft zu treiben. Die wirtschaftliche Kampagne der Unterdrückung umfasst: Berufsverbot im öffentlichen Bereich, ergänzt durch ein Hochschulverbot, gravierende Einschränkungen auf dem privaten Sektor, Ausschluss aus einem weiten Feld von Handel und Berufen, bei denen das islamisch begründete Argument „religiöser Unreinheit“ angebracht werden kann, schließlich erzwungene Ladenschließungen mit Lizenzentzug.
„Der Brief an Präsident Rohani prangert die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Ausgrenzung der Baha’i auf Grund ihres Glaubens an, die Ausdruck einer Politik der systematischen Unterdrückung von staatlicher und klerikaler Seite ist –  ungeachtet der Versprechen Präsident Rohanis, religiöse Diskriminierung zu beenden“, sagt Hofmann.“Das Versiegeln von über 100 Geschäfte zeigt, dass es leere Versprechen sind, wenn die iranische Regierung beteuert, dass die Baha’i-Gemeinde nicht unterdrückt wird. Wir bitten die internationale Gemeinschaft, dieses ungerechte Vorgehen öffentlich zu machen und die iranische Regierung aufzufordern, unverzüglich sichtbare  Maßnahmen zu ergreifen, um die ernste  wirtschaftliche Unterdrückung der Baha’i im Iran zu beenden.“
HintergrundDer Versuch, das wirtschaftliche Leben der Baha’i zu zerstören, gehört schon seit der Islamischen Revolution 1979 zu den Facetten staatlicher Verfolgung , als die Regierung begann, alle im öffentlichen Dienst beschäftigten Baha’i zu entlassen. Anschließend ging sie dazu über, den Baha’i im Bereich der Privatwirtschaft die Geschäftslizenzen abzuerkennen. Auf diese Weise verloren Tausende Baha’i über die letzten dreißig Jahre ihre Arbeit und damit die Möglichkeit, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten.Spätestens seit Bekanntwerden des 1991 von höchster Stelle autorisierten sog. Golpeygani Memorandums ist die staatlich betriebene Systematik der Verfolgung der Baha’i offensichtlich: Das Ziel, die Baha’i an den Rand der Gesellschaft zu drängen und ihnen jegliche Existenzgrundlage zu entziehen, wird mit einem breiten Spektrum von Menschenrechtsverletzung verfolgt, die in zahlreichen Berichten von Menschenrechtsorganisationen dokumentiert sind.Seit mehr als acht Jahren befinden sich die sieben Mitglieder des ehemaligen Führungsgremiums der Baha’i im Iran in Haft. Das Urteil zu jeweils 10 Jahren stützt sich auf haltlose Anschuldigungen und ist bis heute nicht schriftlich bestätigt worden. Derzeit befinden sich über 80  Baha’i allein aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit in Haft.]]>
Thu, 10 Nov 2016 18:46:00 +0100
Religiöser Hass im Iran: Baha‘i wird Opfer tödlicher Messerattacke. http://www.bahai.de//artikel/datum/2016/10/28/religioeser-hass-im-iran-bahai-wird-opfer-toedlicher-messerattacke.html Ein Baha’i wurde offensichtlich aus Gründen religiösen Hasses Opfer einer Messerattacke. Wie die...Das Opfer des jüngsten Mordes war Farhang Amiri, 63, Familienvater von vier Kindern. Berichten zufolge kamen zwei junge Männer unter dem Vorwand, Amiris Lieferwagen kaufen zu wollen an sein Haus. Nachdem sie zunächst nur den Sohn antrafen, kamen sie am nächsten Abend wieder. Sie griffen Farhang Amiri vor seiner Haustür gewaltsam an. Ein Familienmitglied und weitere Personen hörten seine Schreie und fanden ihn mit mehreren Stichwunden in der Brust schwer verletzt vor. Er erlag seinen schweren Verletzungen kurz nach der Ankunft in einem Krankenhaus.

Die Täter wurden gefasst und gaben vor Augenzeugen zu, Herrn Amiri mit einem Messer erstochen zu haben, welches sie eigens zu diesem Zweck mitgebracht hatten. Auf das Tatmotiv angesprochen, antwortete einer der Tatverdächtigen, dass er den Mord begangen habe, weil er wusste, dass Herr Amiri Baha’i ist.

„Die deutsche Baha‘i-Gemeinde ist zutiefst betroffen über die Ermordung von Herrn Amiri. Sie ist beunruhigt über die nicht nachlassende Verfolgung der Baha’i im Iran, die den Nährboden für solche Gewalttaten liefert“, kommentiert der Sprecher der Baha’i-Gemeinde in Deutschland, Prof. Ingo Hofmann.

„Offensichtlich hatten die Täter geplant, einen unschuldigen Baha’i zu ermorden. Es besteht kaum ein Zweifel daran, dass dieses Verbrechen religiös motiviert war. Herr Amiri war unter seinen Nachbarn für seine Freundlichkeit, Sanftheit, Weisheit und Bescheidenheit bekannt”, so Hofmann. „Er hatte mit niemandem Streit. Sein familiäres Umfeld war geprägt von Liebe und Harmonie und er ermutigte seine vier Kinder, ehrlich und vertrauenswürdig zu sein. Unsere erste Sorge gilt der Familie des Ermordeten. Uns liegt jedoch auch daran, dass die iranischen Behörden unverzüglich beginnen, dieses Verbrechen zu untersuchen und dabei gewährleisten, dass bei der Aufklärung Religionszugehörigkeit keine Rolle spielen darf“, so Hofmann weiterhin.

„Wenn die Behauptung von Präsident Rohani glaubwürdig sein soll, dass unter seiner Präsidentschaft alle iranischen Bürger unabhängig von ihrem religiösen Glauben gleiche Rechte genießen, dann muss die Aufklärung dieses Falls von der Regierung Irans äußerst ernst genommen werden“, fordert Hofmann.

Hintergrundinformationen:

Der dokumentierte Plan der Islamischen Republik Iran, die Baha’i-Gemeinde systematisch auszugrenzen, spiegelt sich auch in der Regierungszeit von Präsident Rohani in einer drastischen Zunahme von öffentlichen Hasskampagnen und von wirtschaftlichem Druck wider.

In einem am vergangenen Dienstag vorgestellten 122-seitigen Bericht der Baha’i International Community (BIC) wird ein steiler Anstieg von Hasspropaganda gegen die Bahá’í in den offiziellen oder halboffiziellen iranischen Medien verzeichnet. Die BIC listet darin mehr als 20.000 Fälle von Anti-Baha’i-Propaganda innerhalb der letzten drei Jahre auf.

Seit 2005 wurden über 50 Baha’i tätlich angegriffen. Keiner der Täter ist strafrechtlich verfolgt oder anderweitig zur Rechenschaft gezogen worden. Weiterhin kamen im gleichen Zeitraum mindestens neun Baha’i unter ungeklärten Umständen zu Tode. Ihre Täter genießen bis heute gleichfalls Straffreiheit.

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Fri, 28 Oct 2016 17:58:00 +0200
Einweihung des Baha’i-Hauses der Andacht in Chile http://www.bahai.de//artikel/datum/2016/10/11/einweihung-des-bahai-hauses-der-andacht-in-chile-1.html Erwartungsvoll bereitet sich die weltweite Baha’i-Gemeinde auf die Einweihung des achten und...Derzeit trifft die chilenische Baha’i-Gemeinde Vorbereitungen, um tausende Gäste aus aller Welt willkommen zu heißen. Repräsentanten indigener Bevölkerungsgruppen und der nationalen Baha’i-Gemeinden Lateinamerikas sowie Besucher aus allen Kontinenten werden an den dreitägigen Feierlichkeiten, die sich der öffentlichen Eröffnungsfeier anschließen, teilnehmen, darunter 70 Baha‘i aus Deutschland.

Eine etwa 90-minütige Live-Übertragung der Einweihungsfeier wird am 13. Oktober von 16.00-17.30 Uhr auf der Webseite des Baha’i World News Service sowie auf der nationalen Webseite für das Haus der Andacht in Chile zu sehen sein. So können Menschen auf der ganzen Welt diesem historischen Ereignis beiwohnen. Die Übertragung wird auf Englisch, Spanisch und Portugiesisch sein (detailliertes Programm siehe unten).

Zahlreiche Medienberichte würdigten die Bedeutung dieses Wahrzeichens sowie die Einzigartigkeit des Sakralbaus. Wie bei allen Baha’i-Häusern der Andacht steht das neun-seitige Design als einigendes Symbol für die Einheit der Menschheit. Das Architekturbüro Hariri Pontarini, das den Tempel entworfen hat, beschreibt ihn als „ Tempel des Lichts , als Ausdruck eines Glaubens der Inklusion“. 

Ein größerer Bericht des Canadian Broadcasting Corporation beleuchtet Konzept und Design des Tempels.

Im europäischen Haus der Andacht in Langenhain wird am Sonntag, den 16. Oktober, die Andacht um 15:00 Uhr der Einweihung des Hauses der Andacht in Südamerika gewidmet sein.

Einweihung des Hauses der Andacht in Santiago, Chile
Programm der Live-Übertragungen der Veranstaltungen

Alle unten aufgelisteten Veranstaltungen, die zwischen dem 13. und dem 16. Oktober 2016: http://dedicacion.templo.bahai.cl . Die öffentliche Einweihungsfeier am Donnerstag, 13. Oktober 2016, wird auch auf der Seite des Bahá’í World News stattfinden, werden live auf der folgenden Webseite für das Haus der Andacht in Chile übertragen Service http://news.bahai.org übertragen. Die Übertragung wird auf Englisch, Spanisch und Portugiesisch zur Verfügung stehen.

Die Programmzeiten sind in deutscher Ortszeit angegeben sowie in Klammern in der koordinierten Weltzeit (UTC) und der entsprechenden Ortszeit in Santiago.

DONNERSTAG, 13. OKTOBER 2016

Öffentliche Einweihungsfeier

Uhrzeit:            16:00–17:30 Uhr (14:00–15:30 UTC; 11:00–12:30 Santiago Ortszeit)
Dauer:               1 Std. 30 Min.

FREITAG, 14. OKTOBER 2016

Konferenz – Eröffnung und erste Veranstaltung

Uhrzeit:            15:00–18:15 Uhr (13:00–16:15 UTC; 10:00–13:15 Santiago Ortszeit)
Dauer:               3 Std. 15 Min.

Konferenz – zweite Veranstaltung

Uhrzeit:            21:00–23:15 Uhr (19:00–21:15 UTC; 16:00–18:15 Santiago Ortszeit)
Dauer:               2 Std. 15 Min.

SAMSTAG, 15. OKTOBER 2016

Konferenz – dritte Veranstaltung

Uhrzeit:            14:00–16:15 Uhr (12:00–14:15 UTC; 09:00–11:15 Santiago Ortszeit)
Dauer:               2 Std. 15 Min.

SONNTAG, 16. OKTOBER 2016

Konferenz – Abschlussveranstaltung

Uhrzeit:            (Mo.) 00:00–01:30 Uhr (22:00–23:30 UTC; 19:00–20:30 Santiago Ortszeit)
Dauer:               1 Std. 30 Min.

 

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Tue, 11 Oct 2016 12:20:00 +0200
UN Experte: Jemen muss systematische Schikane gegenüber Bahá’í-Gemeinde einstellen. http://www.bahai.de//artikel/datum/2016/10/07/un-experte-jemen-muss-systematische-schikane-gegenueber-bahai-gemeinde-einstellen.html In einer Presseerklärung am vergangenen Dienstag verurteilte der UN-Sonderberichterstatter für...“Kein Mensch sollte aufgrund seiner Religion oder seines Glaubens verfolgt und keiner sollte anvisiert werden, weil er einer religiösen Minderheit angehört”, sagte der Menschenrechtsexperte. „Willkürliche Verhaftungen, Festnahmen, Razzien ihrer Häuser und Büros wie auch die Beschlagnahmung von elektronischen Geräten und größeren Geldsummen sind einfach inakzeptabel.

Die jemenitischen Behörden sollten auch alle inhaftierten Bahá’í freilassen, die offenbar nur aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit zur Zielscheibe wurden”, sagte Bielefeldt und erinnerte an Nadim Tawfiq Al-Sakkaf, Nader Tawfiq Al-Sakkaf und Kaiwan Mohamed Ali Qadri, die seit dem 10. August 2016 in Haft sind.

Die drei Bahá’í wurden im Zuge einer landesweiten Massenverhaftung von insgesamt 60 Bahá’í und auch Nicht-Bahá’í bei einem neuntägigen Jugend-Bildungs-Programm in Sanaa festgenommen. Bis auf diese drei Personen wurden alle anderen wieder frei gelassen.

"Jede Festnahme oder Haft aufgrund der Ausübung der Religionsfreiheit ist willkürlich”, betonte der Sonderberichterstatter. „Es ist beunruhigend zu erfahren, dass diese Verhaftungen angeblich von der Staatsanwaltschaft des Landes angewiesen wurde.

“Auch müssen die Behörden das Bahá’í-Zentrum entriegeln und den Bahá’í wieder den Zutritt gewähren“, so Bielefeldt. Personen, die religiösen Minderheiten angehören, einschließlich der Mitglieder der Bahá'í, müssen ihre Rechte auf Religions- und Gewissensfreiheit sichergestellt werden.“

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Fri, 07 Oct 2016 14:12:00 +0200
Baha’i fordern von Präsident Rohani ein Ende ihrer wirtschaftlichen Unterdrückung. http://www.bahai.de//artikel/datum/2016/09/23/bahai-fordern-von-praesident-rohani-ein-ende-ihrer-wirtschaftlichen-unterdrueckung.html Zum Beginn der 71. Generalversammlung der Vereinten Nationen am 13. September und der jährlichen...Zum Beginn der 71. Generalversammlung der Vereinten Nationen am 13. September und der jährlichen Allgemeinen Debatte in der Generalversammlung am 20. September hat die Internationale Baha‘i-Gemeinde in einem Brief an den iranischen Präsidenten Hasan Rohani gefordert, die ernste wirtschaftliche Unterdrückung der Bahá‘í in seinem Land zu beenden. Der Brief, unterzeichnet von Bani Dugal als Repräsentantin der „Baha’i International Community“ (BIC) bei den Vereinten Nationen, zeigt auf, wie seit der Islamischen Revolution im Jahr 1979 die Baha‘i im Iran das Ziel zahlreicher und anhaltender Formen der Unterdrückung sind. Darunter die ökonomische Strangulierung, die sich seit seiner Wahl nur verschlechtert hat.„Der Brief prangert die wirtschaftliche Ausgrenzung der Baha’i auf Grund ihres Glaubens an, die Ausdruck einer Politik der systematischen Unterdrückung von staatlicher und klerikaler Seite ist. Sie ist begleitet durch eine Flut von Hasskampagnen in den öffentlichen oder halb-öffentlichen Medien mit dem Ziel die Baha’i zu dämonisieren und damit gesellschaftlich auszugrenzen“, so Prof. Ingo Hofmann, Sprecher der Baha’i-Gemeinde in Deutschland. Die BIC weist in ihrem Brief auf den starken Widerspruch zwischen einerseits dem Anspruch der iranischen Regierung auf wirtschaftliche Gerechtigkeit und Abbau der Ungleichheit im Land und andererseits der fortgesetzten Taktik, ein Segment der eigenen Bevölkerung in die Armut und damit an den Rand der Gesellschaft zu treiben. Die wirtschaftliche Kampagne der Unterdrückung umfasst: Berufsverbot im öffentlichen Bereich, ergänzt durch ein Hochschulverbot, gravierende Einschränkungen auf dem privaten Sektor, Ausschluss aus einem weiten Feld von Handel und Berufen, bei denen das islamisch begründete Argument „religiöser Unreinheit“ angebracht werden kann, schließlich erzwungene Ladenschließungen mit Lizenzentzug. „Die Baha’i sollen auf diesem Weg zu den Parias der iranischen Gesellschaft gemacht werden“, so Hofmann.Der Brief richtet an den Präsidenten die gezielten Fragen: Wie können diejenigen, die für die finanziellen, gesellschaftlichen, humanitären und psychologischen Konsequenzen dieser Diskriminierung verantwortlich sind, ihr Tun rechtfertigen? Wie kann der Anspruch, eine gerechte und fortschrittliche Gesellschaft zu wollen, inmitten einer derart systematischen Ungerechtigkeit aufrechterhalten werden?So fordert die BIC in dem Brief von Präsident Rohani eine dringende Überprüfung der Situation der Baha’i und die längst überfällige Verbesserung ihrer Lage.Den Brief an Präsident Hassan Rohani können Sie in englischer Sprache hier lesen. Den Brief an Präsident Hassan Rohani können Sie in persischer Sprache hier lesen. ]]> Fri, 23 Sep 2016 11:37:00 +0200 Strukturen des Menschenrechtsschutzes stärken http://www.bahai.de//artikel/datum/2016/06/24/strukturen-des-menschenrechtsschutzes-staerken.html In einem Gespräch mit Außenminister Steinmeier am 21. Juni 2016 in Berlin, forderte das FORUM... FORUM MENSCHENRECHTE.   Aus Sicht des Forums zeigt sich dies an den Entwicklungen zur Flüchtlingspolitik, bei der durch den sogenannten „Türkei-Deal“, das individuelle Recht auf Asyl und die Möglichkeit, in Europa Schutz zu bekommen, de facto abgeschafft werden sollen. Einen Schritt zur weiteren Aushöhlung des Asylrechts würde die Einstufung von Ländern wie Algerien, Marokko und Tunesien als ‚sichere‘ Herkunftsstaaten darstellen.  Um weitere Menschenrechtsverletzungen zu verhindern, müssen das Abkommen mit der Türkei ausgesetzt und andere legale Zugangswege eröffnet werden. Genauso bedenklich erscheint in diesem Zusammenhang die angestrebte Neuausrichtung der gesamten europäischen Außen- und Entwicklungspolitik sowie Wirtschaftsbeziehungen mit afrikanischen Ländern auf das Ziel der Abwehr von Flüchtlingen, bzw. der Verhinderung von Migration.   Auch der derzeitige Entwurf des Nationalen Aktionsplans Wirtschaft und Menschenrechte zeigt, dass Menschenrechte zwar auf dem Papier stehen, aber in der Praxis nicht konsequent umgesetzt werden. Anstelle von verbindlichen Vorgaben an die Unternehmen zur Achtung der Menschenrechte enthält der Entwurf des Aktionsplans nur unverbindliche Appelle und erneute Prüfaufträge. Das FORUM MENSCHENRECHTE fordert, dass die Bunderegierung den Aktionsplan nachbessert und Unternehmen gesetzlich dazu verpflichtet, menschenrechtliche Sorgfaltspflichten entlang der Lieferkette einzuhalten.   Die Regierung hat beschlossen, den „Aktionsplan zivile Krisenprävention, Konfliktlösung und Friedenskonsolidierung“ von 2004 durch neue „Leitlinien Krisenengagement und Friedensförderung“ zu ersetzen. Hierzu drückte das Forum die Erwartung aus, dass Menschenrechte als Kernanliegen in den Leitlinien aufgenommen werden. Zivile Formen der Krisenbewältigung müssen ein klares Primat vor militärischen haben, und dafür müssen konsequent Instrumente ausgebaut werden. Die neuen Leitlinien sollten den Geist des Aktionsplans von 2004 bewahren und einen umfassenden Politikansatz ermöglichen, der eine bessere Abstimmung der Politik einzelner Ressorts und fortlaufenden Austausch mit dem Expertenwissen der Zivilgesellschaft anstrebt.  Notwendig ist aus Sicht des Forums ein stärkeres Monitoring der Außenpolitik aus menschenrechtlicher Perspektive. Dazu sollte u.a. das Amt des/der Menschenrechtsbeauftragten aufgewertet und gestärkt werden. Der Sprecher der Baha’i-Gemeinde in Deutschland und Vertreter der Baha’i beim FORUM MENSCHENRECTE, Prof. Ingo Hofmann resümierte im Anschluss an das Treffen: „Im Gespräch hat das  Forum deutlich gemacht, dass der derzeit europaweit sichtbare Trend in der Flüchtlingspolitik - weg vom individuellen Recht auf Asyl - aus menschenrechtlicher Sicht zunehmend inakzeptabel wird. Damit verbunden ist die Forderung des Forums einer Stärkung der politischen Strukturen des Menschenrechtsschutzes. Außenminister Steinmeier bremste allerdings angesichts der Situation in den Krisenherden und der Haltung der meisten europäischen Länder die Erwartungen, dass der derzeitige politische Spielraum genügen würde, um die Forderungen des Forums in dem erforderlichen Maß umzusetzen."]]> Fri, 24 Jun 2016 13:26:00 +0200 Tabubruch im Iran – Politsturm nach Treffen mit Baha‘i wirft neues Licht auf Religionsfreiheit http://www.bahai.de//artikel/datum/2016/05/20/tabubruch-im-iran-politsturm-nach-treffen-mit-bahai-wirft-neues-licht-auf-religionsfreiheit.html Ein Sturm wütender Verleumdungen, in Reaktion auf ein Treffen zweier befreundeter Menschen in einer... sieben Mitglieder des ehemaligen Baha‘i-Leitungsgremiums, das seit 2008 im berüchtigten Evin-Gefängnis in Haft sitzt. Das Treffen zwischen den beiden Frauen ereignete sich während eines fünftägigen Hafturlaubs Mitte Mai, als Frau Kamalabadi  nach acht Jahren erstmals das Gefängnis verlassen durfte, um anschließend den Rest ihrer insgesamt zehnjährigen Haft anzutreten. Kamalabadi und Hashemi, selbst im Jahr 2012 für sechs Monate wegen „Verbreitung von Propaganda gegen das herrschende System“ inhaftiert, waren Zellengenossinnen und hatten sich angefreundet.
„Auf erschütternde Weise und vor der Weltöffentlichkeit wurde in den letzten Tagen erneut die Widersprüchlichkeit des iranischen Systems gegenüber den Baha‘i offen gelegt“, erklärt Prof. Ingo Hofmann, Sprecher der Baha‘i –Gemeinde in Deutschland. „Während der Iran immer wieder behauptet, die Behandlung der Baha‘i sei nicht religiös motiviert, wird hier auf breiter Front das Gegenteil bestätigt. Dies ausgerechnet um den 8. Jahrestag der Inhaftierung der sieben Baha‘i am 14. Mai und zu dem Zeitpunkt, als die Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Dr. Bärbel Kofler, erklärte ‚Ich fordere die iranische Justiz auf, die unrechtmäßigen Urteile sofort aufzuheben und die Bahá’i sowie alle anderen aufgrund ihrer religiösen Gesinnung Inhaftierten unverzüglich freizulassen‘, so Hofmann. „Damit führt der Iran selbst seine beschwichtigende Rhetorik vor den internationalen Menschenrechtsgremien, wonach allen Bürgern des Landes Religionsfreiheit gewährt würde, ad absurdum.“
Annähernd fünfzig hochrangiger Kleriker und politische Figuren waren sofort bei der Hand, Frau Hashemi nach dem Treffen öffentlich zu denunzieren. Groß-Ayatollah Makarem-Shirazi verlangte eine Anklage gegen sie, weil sie eine Baha’i getroffen hatte. Weitere Ayatollahs beschrieben Umgang und freundschaftliche Beziehungen mit Baha’i als Verrat am Islam und an der Revolution und forderten die Isolation der Baha’i. Der Leiter der Justiz, Ayatollah Amoli-Larijani, und sein erster Stellvertreter bestätigten die Erwägung, Frau Hashemi anzuklagen. Dies sei von zahlreichen Klerikern gefordert worden als eine Lektion an den Rest der iranischen Gesellschaft. Ungeachtet dessen haben sich auch zahlreiche Stimmen von Menschenrechtsaktivisten, Journalisten und Bürgern erhoben, die das Recht der Baha’i auf ein Leben wie alle anderen Bürger verteidigen. Es bleibt die Hoffnung, dass diese Stimmen anwachsen und sich noch mehr Gehör verschaffen. Weitere Informationen zum Fall der Yaran, des ehemaligen inoffiziellen Führungsgremiums der Bahá’í im Iran.]]>
Fri, 20 May 2016 15:09:00 +0200
Es reicht! Kampagne zum 8. Jahrestag der Inhaftierung http://www.bahai.de//artikel/datum/2016/05/14/es-reicht-kampagne-zum-8-jahrestag-der-inhaftierung.html Am 14. Mai erinnert die weltweite Baha’i-Gemeinde an den 8. Jahrestag der ungerechten,... Auch die Baha’i-Gemeinde Deutschland schließt sich dieser Kampagne an. „Wir fordern die sofortige Freilassung dieser unschuldig Inhaftierten. Dieser Schritt ist unter Anwendung des neuen Strafgesetzbuchs Irans aus dem Jahre 2013 längst überfällig“, erklärt Prof. Ingo Hofmann von der Baha’i-Gemeinde in Deutschland. „Die Verurteilung vor acht Jahren zu 20 Jahren Haft war unrechtmäßig – sie erfolgte ohne ordentliches Gerichtsverfahren und war rein religiös motiviert. Im letzten November wurde die Haft unter verspäteter Anwendung des neuen Strafgesetzes auf 10 Jahre reduziert. Die neue Regelung aus 2013 verlangte, dass mehrfache Verurteilungen nicht zeitlich nacheinander erfolgen dürfen, wodurch bereits zu diesem Zeitpunkt eine sofortige Freilassung begründet war“, erklärt Hofmann weiterhin. Die fortdauernde Inhaftierung der sieben ist Teil der landesweiten Diskriminierung der religiösen Minderheit der Baha’i, denen elementare Rechte, der Schutz durch die iranische Verfassung und die Anwendung der eigenen Gesetze des Landes verwehrt werden. „Mit der Forderung ihrer Freilassung weisen wir auch auf  die fortgesetzte Unterdrückung vieler anderer Individuen und Minderheiten in der Islamischen Republik Iran hin“, so Hofmann. Bei den sieben Inhaftierten handelt es sich um Fariba Kamalabadi, Jamaloddin Khanjani, Afif Naeimi, Saeid Rezaie, Mahvash Sabet, Behrouz Tavakkoli, and Vahid Tizfahm. Hashtag zur Unterstützung der Kampagne in sozialen Netzwerken: #ReleaseBahai7Now Weiterführende Webseiten zur Kampagne: Facebook Twitter Bahá’í International Communit Informations-Video zur Kampagne (engl.)  ]]> Sat, 14 May 2016 00:59:00 +0200 Prominente australische Anwälte fordern Freilassung der ehemaligen Baha’i-Führungsmitglieder im Iran http://www.bahai.de//artikel/datum/2016/05/13/prominente-australische-anwaelte-fordern-freilassung-der-bahai-fuehrungsmitglieder-im-iran.html Ein von 26 prominenten australischen Anwälten unterschriebener offener Brief, in dem die sofortige... Während der Präsentation des offenen Briefes wurde auch die Stellungnahme der australischen Außenministerin, Julie Bishop, zur Freilassung der sieben Führungsmitglieder und aller politischen Gefangenen im Iran, bekanntgegeben und öffentlich verlesen.

Zu den Unterzeichnern des offenen Briefes zählen 16 hochrangige Rechtsanwälte wie auch führende Rechtsgelehrte, Menschenrechtsanwälte und andere führende Persönlichkeiten dieser Berufssparte.

Der Brief richtet sich an den iranischen Botschafter in Australien. Darin wird der Iran aufgefordert, die Rechtsstaatlichkeit aufrecht zu erhalten und die Vorschriften des von ihm ratifizierten Internationalen Paktes über zivile und politische Rechte einzuhalten.

Der Brief unterstützt außerdem die Forderung der australischen Außenministerin und hochrangiger UN-Menschenrechtsexperten nach sofortiger Freilassung der Führungsmitglieder, die zu je 10 Jahren Haft verurteilt wurden. Am 14. Mai 2016 jährt sich die Inhaftierung des Führungsgremiums der iranischen Baha’i zum achten Mal.

Eine Sprecherin der australischen Baha’i-Gemeinde, Dr Natalie Mobini, sagte dass die australische Baha’i-Gemeinde die Entscheidung der prominenten Anwälte, sich für die sieben inhaftierten Baha’i-Führungsmitglieder öffentlich einzusetzen, bewundert und dankbar dafür sei. “Mehr und mehr führende Persönlichkeiten auf der ganzen Welt schließen sich der Forderung von Regierungen und den Vereinten Nationen an, die sieben Baha’i-Führungsmitglieder sofort freizulassen. Wir freuen uns auf den Tag, an dem die Sieben aus dem Gefängnis in die hochverdiente Freiheit treten“.

Quelle: https://www.bahai.org.au/NewsMedia/NewsStories/ArticleView/tabid/72/ArticleId/281/Prominent-Australian-lawyers-to-call-for-release-of-Baha-i-leaders.aspx ]]>
Fri, 13 May 2016 01:34:00 +0200