Bahá'í Deutschland http://www.bahai.de/ Neuigkeitende Bahá'í Deutschland http://www.bahai.de/typo3conf/ext/tt_news/ext_icon.gif http://www.bahai.de/ 1816NeuigkeitenTYPO3 - get.content.righthttp://blogs.law.harvard.edu/tech/rssTue, 24 Jan 2017 14:30:00 +0100 Rudolf Henke wird Pate eines im Iran inhaftierten Baha'i. http://www.bahai.de//artikel/datum/2017/01/24/bundestagsabgeordneter-rudolf-henke-wird-pate-eines-im-iran-inhaftierten-bahai.html Der Aachener Bundestagsabgeordnete Rudolf Henke (CDU) setzt mit der Übernahme der Patenschaft für...Behrouz Tavakkoli (*1. Juni 1951, verheiratet, zwei Kinder) war so wie Fariba Kamalabadi, Jamaloddin Khanjani, Afif Naeimi, Saeid Rezaie, Mahvash Sabet und Vahid Tizfahm Mitglied einer informellen Koordinierungsgruppe, das sich um die notwendigsten Belange der über 300.000 Mitglieder zählenden iranischen Baha‘i-Gemeinde kümmerte. Die Baha’i repräsentieren die größte religiöse Minderheit des Landes, der es jedoch seit 1983 verboten ist, sich in demokratisch gewählten Gremien zu konstituieren. Seitdem hatte ein informelles Gremium, dessen Mitglieder die Verurteilten waren, ein Teil der Aufgaben übernommen, ehe auch dieses im Zuge der Verhaftungen aufgelöst werden musste.Im Mai 2008 wurde Behrouz Tavakkoli in seinem Haus in Teheran verhaftet und in das berüchtigte Teheraner Evin-Gefängnis gebracht. Nach wiederholten Verschiebungen begann der Prozess im Januar 2010. Erst im August 2010 verurteilte das Gericht die sieben Führungspersönlichkeiten zu je 20 Jahren Haft. 2015 zeigte der internationale Protest Wirkung: Die iranischen Justizbehörden reduzierten die Haftstrafen auf je zehn Jahre. Im Frühjahr 2016 begann für die sieben ehemaligen Mitglieder der iranischen Baha’i-Führung das neunte Jahr ihrer Haft. Die fünf männlichen Mitglieder, die auch als Yárán (Freunde) bekannt sind, befinden sich in einem streng bewachten Flügel für politische Gefangene des Gohardasht-Gefängnisses in Karaj, etwa 50 km westlich der Hauptstadt Teheran. Die beiden weiblichen Mitglieder sind im Teheraner Evin-Gefängnis. Die Anklagepunkte lauteten unter anderem auf „Propagandaaktivitäten gegen das Regime“. Die Baha‘i wiesen alle Anklagepunkte kategorisch zurück. Seit der Islamischen Revolution 1979 werden Baha’i im Iran systematisch verfolgt. Der iranische Staat formulierte 1991 gar eine eigene Staatsdoktrin mit dem Ziel, die Baha’i als lebensfähige Gemeinschaft in Iran auszuschalten.Dazu Rudolf Henke: „Religionsfreiheit ist eines der wichtigsten Menschenrechte. Wir dürfen vor dem Verstoß gegen dieses Menschenrecht im Iran nicht die Augen verschließen. Ganz im Gegenteil – als Politiker haben wir die Möglichkeit, diese öffentlich zu machen. Der Einsatz für Religionsfreiheit bedeutet Einsatz für Frieden – deshalb setze ich mich für Behrouz Tavakkoli ein“.

Im Rahmen des IGFM-Patenschaftsprogramms engagieren sich Politiker für politische Gefangene im Iran. Martin Lessenthin, Sprecher des IGFM-Vorstands, betont: „Behrouz Tavakkoli ist aufgrund seiner Religion im Iran im Gefängnis. Viele der  politischen Gefangenen und Glaubensgefangenen werden im Iran  unter unmenschlichen Bedingungen in Arrest gehalten. Massive physische und psychische Gewalt ist in iranischen Gefängnissen an der Tagesordnung. Eine politische Patenschaft, wie sie Herr Rudolf Henke übernommen hat, gibt verfolgten Regimegegnern und religiösen Minderheiten internationale Aufmerksamkeit und damit Schutz“. Bisher unterstützen über 140 europäische Politiker die Patenschaftsprogramme der IGFM.
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Tue, 24 Jan 2017 14:30:00 +0100
Baha’i-Gemeinde bestürtzt über Tötung von Ahmad Fanaian. http://www.bahai.de//artikel/datum/2017/01/12/bahai-gemeinde-bestuertzt-ueber-toetung-von-ahmad-fanaian.html Die Baha’i-Gemeinde in Deutschland ist über die Tötung des Baha’i Ahmad Fanaian zutiefst bestürzt....Diese Tötung kommt zu einer Zeit der andauernden systematischen Unterdrückung der Baha’i in der Provinz Semnan, die seit Jahren im Mittelpunkt umfangreicher Anti-Baha’i-Propaganda steht. Im Jahr 2012 veröffentlichte die Internationale Baha’i Gemeinde (BIC) einen Sonderbericht , in dem zahlreiche Gewalttaten und Diskriminierungen gegen Baha’i in Semnan dokumentiert wurden.Die Baha’i von Semnan und Umgebung zählen zu der am stärksten verfolgten Gruppe im Iran. Sie sind physischen, psychischen und wirtschaftlichen Angriffen ausgesetzt. Sie werden auf Schritt und Tritt überwacht.Neben zahlreichen Inhaftierung in den letzten fünf Jahren, wurden ihre Wohnhäuser und Geschäfte in Brand gesetzt oder mussten schließen. Schmierereien und Friedhofschändungen, Verleumdungen ihres Glaubens in Schulen sowie die Verbreitung von Anti-Baha’i-Propaganda tragen zu diesen systematisch durchgeführten Verfolgungen ein Übriges bei.Die Besorgnis erregenden Vorkommnisse aus Semnan haben sich im Laufe der letzten Jahre derart summiert, dass auf eine durch die Regierung orchestrierte Kampagne gegen die Baha’i geschlossen werden kann. Offensichtlich ist es Ziel der Behörden, die Baha’i zu terrorisieren, um der Staatsdoktrin der Islamischen Republik , die Baha’i-Gemeinde als lebensfähige Einheit zu eliminieren, gerecht zu werden.Weitere Details zu dem Tod von Ahmad Fanaian werden in den kommenden Tagen erwartet.Einen Bericht zur Menschenrechtslage der Baha’i im Iran finden Sie hier . ]]> Thu, 12 Jan 2017 23:40:00 +0100 Zehn Jahre Verleihung des Deutschen Menschenrechts-Filmpreises in Nürnberg. Baha'i-Gemeinde in Deutschland ist Mitveranstalterin. http://www.bahai.de//artikel/datum/2016/12/15/10-jahre-verleihung-des-deutschen-menschenrechtsfilmpreises-in-nuernberg-die-menschenrechte-bra.html Am Samstagabend wurden in der Nürnberger Tafelhalle der Deutsche Menschenrechts-Filmpreis verliehen...Auch die Baha’i-Gemeinde in Deutschland ist Mitveranstalterin des Deutschen Menschenrechts-Filmpreises und war in diesem Jahr unter anderem durch ihre Generalsekretärin Saba Khabirpour vertreten. „Die Baha’i-Gemeinde in Deutschland sieht sich den Menschenrechten verpflichtet, da nach den Lehren ihres Stifters, Bahá’u’lláh (1817-1892), allen Menschen  - ungeachtet ihrer religiösen, ethnischen oder sozialen Herkunft – die gleichen Rechte zustehen. Herausragende Filmproduktionen sind dazu prädestiniert, diese grundlegende Bedeutung der Menschenrechte einer breiteren Öffentlichkeit zu vermitteln“, so Saba Khabirpour.

Vor mehr als 450 Gästen aus Politik, Kirchen, Medien und Organisationen der Zivilgesellschaft nahmen die geehrten Filmemacher die Ehrung entgegen. Damit fand die zehnte Wettbewerbsrunde ihren vorläufigen Höhepunkt.

Zuvor waren 385 Produktionen eingereicht worden, die sich mit einer enormen Bandbreite menschenrechtlich relevanter Themen befassen. Dabei nahm der Themenbereich von Vertreibung/Flucht und Ankommen in Europa/Deutschland bzw. Integration von Geflüchteten erwartungsgemäß eine zentrale Position ein. Neben der Dokumentation von Kommentierung von Menschenrechtsverletzungen wurden aber auch ermutigende Beispiele von Menschenrechtsaktivisten und Beispiele gelingenden Menschenrechtsschutzes dargestellt.

„Ein starker Wettbewerbsjahrgang, der sich eine extreme außerordentliche Beharrlichkeit der Filmemacher in der Behandlung ihres Themas, durch einen kritischen Blick auf die Situation der Menschenrechte auch in Europa und Deutschland – und vor allem durch eine sehr deutliche Haltung und Positionierung dieser Regisseure in den gesellschaftlichen Diskursen auszeichnet“, so Marko Junghänel, Gesamtkoordinator des Wettbewerbs.

Für die Preisverleihung, die von Christoph Süß moderiert wurde, hatte der Veranstalterkreis Prof. Dr. Heribert Prantl, Mitglied der Chefredaktion und Leiter des Ressorts Innenpolitik der Süddeutschen Zeitung als Gastredner eingeladen. In seiner Festansprache mahnte er: „Man wird das 21. Jahrhundert, man wird Europa einmal daran messen, wie es mit den Flüchtlingen umgegangen ist. Man wird es daran messen, was es getan hat, um Staaten im Chaos wieder zu entchaotisieren. Man wird es daran messen, welche Anstrengungen unternommen wurden, um entheimateten Menschen ihre Heimat wiederzugeben.“ Gleichzeitig forderte er: „Die Menschenrechte brauchen Heimat in Europa. Sonst ist Europa keine Heimat.“ 

Zum zehnjährigen Jubiläum hatte das Europäische Parlament dem Filmpreis seine Schirmherrschaft verliehen. Zuvor hatten sowohl   Bundespräsident Joachim Gauck sowie der Präsident des Europäischen Parlaments Martin Schulz Grußworte übersandt und dem Trägerkreis des Wettbewerbs für ihr langjähriges und wirkungsvolles Engagement gedankt.

Die sechs Preisträger bzw. deren Vertretung nahmen die Ehrungen dankbar entgegen und zeigten sich beeindruckt von der inhaltlichen Breite und Expertise des Veranstalterkreises des Deutschen Menschenrechts-Filmpreises. Übereinstimmend betonten sie, dass ihnen mit diesem Preis insofern eine besondere Ehrung zuteilwird, weil der inzwischen bundes- und europaweit renommierte Preis von unabhängigen Organisationen ausgelobt und getragen wird. Das mache diesen Preis in besonderem Maße glaubwürdig.

Die Preisverleihung setzte ein beeindruckendes und gleichzeitig glanzvolles Finale der Wettbewerbsrunde. Aeham Ahmad, der als „Pianist in den Trümmern“ bekannt gewordene Musiker aus Syrien, hatte die etwa zweistündige Preisverleihung in der Tafelhalle begleitet. Ahmad, selbst Träger des Beethoven-Menschenrechtspreises, berichtete aus seiner Heimat und sein Anliegen, Hoffnung durch Musik in sein Land zurückzubringen. Er unterstütze daher auch Initiativen wie den Deutschen Menschenrechts-Filmpreis, der beiträgt, Unrecht in der Welt sichtbar zu machen und Veränderungen einzufordern.

Preisträgerfilme auf eine Tournee durch Deutschland

Die Preisträgerfilme gehen nun auf eine Tournee durch Deutschland , Österreich und die Schweiz und werden insgesamt 12 öffentlichen und kostenlosen Screenings gezeigt, um die Filme einer möglichst großen Anzahl von Zuschauern zugänglich zu machen. Dazu werden jeweils die Filmemacher eingeladen, die als Gesprächspartner zur Verfügung stehen. Heute kommen die Preisträger des Deutschen Menschenrechts-Filmpreises nach Fürth. Der Start der Tournee ist am 10. Januar 2017 in Hannover.

Hintergrund:

Der Deutsche Menschenrechts-Filmpreis wird seit 1998 alle zwei Jahre anlässlich des Internationalen Tages der Menschenrechte Anfang Dezember verliehen.  2016 wurde der Preis zum zehnten Mal und in sechs Kategorien verliehen, in denen das Thema Menschenrechte inhatlich und filmisch besonders gut umgesetzt wird.

Der Preis wird von derzeit 18 Veranstaltern getragen, darunter bundesweit tätige Organisationen der Menschenrechts-, Bildungs-, Kultur- und Medienarbeit, religiöse und kirchliche Organisationen sowie kommunale Einrichtungen.]]>
Thu, 15 Dec 2016 10:22:00 +0100
20 Jahre Baha´i-Frauen-Forum e.V. - „Gemeinsam für eine Kultur ohne Vorurteile". http://www.bahai.de//artikel/datum/2016/11/23/20-jahre-bahai-frauen-forum-ev-gemeinsam-fuer-eine-kultur-ohne-vorurteile.html Unter diesem Motto blickten die rund 40 Gäste gemeinsam mit dem Vorstand des Baha’i-Frauen-Forums...Für den Nationalen Geistigen Rat der Baha'i in Deutschland überbrachte Dr. Thomas Floeth die Grußbotschaft, worin das BFF für seine Arbeit zu Gleichberechtigung und Gleichwertigkeit auf lokaler, regionaler, nationaler und auch internationaler Ebene gewürdigt, aber auch auf noch verbliebene Missstände in der Gesellschaft und damit weitere Aufgabenfelder hingewiesen wurde.

Heide Schütz, Gründerin und Vorsitzende des FrauenNetzwerks für Frieden e.V ., einem Zusammenschluss von Frauen-Friedensorganisationen, erwähnte  in ihrer  Grußbotschaft die gute Zusammenarbeit mit dem BFF hin zu einer Friedenskultur. 

Im Anschluss gab Saba Khabirpour, Generalsekretärin des Nationalen Geistigen Rates der Baha’i in Deutschland und BFF-Gründungsmitglied wichtige Impulse zum diesjährigen Leitthema "Gemeinsam für eine Kultur ohne Vorurteile". Sie betonte, dass dieser „Weg in eine neue Kultur“  als Wechselwirkung sowohl die persönliche Entwicklung einschließt, als auch eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist. Frau Khabirpour wünschte sich und dem BFF Mut und Engagement, diesen Weg beherzt zu gehen.

Ein stimmungsvolles Musikprogramm mit Angelika Görs rundete das Programm ab, bevor der erste Tag beim internationalen Buffet und zahlreichen interessanten Gesprächen seinen Ausklang fand.

Anlässlich der Jubiläumstagung stellte das BFF sein Statement gegen Sexismus und Rassismus - „Gemeinsam für eine Kultur ohne Vorurteile“ – vor. Die Inhalte dieser Veröffentlichung dienten als roter Faden für die gesamte Jahresversammlung, auf die sich die Referentinnen immer wieder in Impulsvorträgen und Workshops bezogen und gemeinsam mit den TeilnehmerInnen beleuchteten.

 Bei der Vorstandswahl stellte sich das langjährige Vorstandsmitglied Elisabeth „Lisett“ Mühlschlegel nach 19 Jahren, davon zwölf Jahre als Schatzmeisterin, nicht zur Wiederwahl. Der Vorstand und die anwesenden Mitglieder dankten ihr von ganzem Herzen für ihren unermüdlichen Einsatz. Im neuen Vorstand des Baha’i-Frauen-Forums arbeiten mit: Inge Behjat, Gisa Meier-Floeth, Dr. Ingeborg Franken, Claudia Mohadjeri und Heidi Mühlschlegel.

Das Baha’i-Frauen-Forum e.V. wurde im Jahre 1996 gegründet mit dem Ziel, die Rolle der Frau in der Gesellschaft zu stärken und sie an der Gestaltung einer globalen Gesellschaft aktiv zu beteiligen. Diese Zielsetzung entspricht der Baha’i-Lehre über die Gleichberechtigung von Mann und Frau: sie sind gleichberechtigt, ebenbürtige und sich ergänzende Teile der Gesellschaft. Das Forum hat über 300 Mitglieder, davon über zehn Prozent Männer.  

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Wed, 23 Nov 2016 14:04:00 +0100
Iran: Regierung erzwingt landesweite Schließungen von Geschäften aufgrund Einhaltung von Feiertagen. http://www.bahai.de//artikel/datum/2016/11/10/iran-regierung-erzwingt-landesweite-geschaeftsschliessungen-aufgrund-der-einhaltung-von-feiertagen.html Berlin, 10. November 2016; – In den vergangenen Tagen waren die Baha’i im Iran Ziel einer Welle...„Die Geschäftsinhaber sollen damit gezwungen werden, ihre Geschäfte an Baha‘i-Feiertagen mit gebotener Arbeitsruhe offen zu halten“, erklärte der Sprecher der Baha’i-Gemeinde in Deutschland, Prof. Ingo Hofmann. „Die iranische Obrigkeit verstößt damit nicht nur gegen das im internationalen Zivilpakt verbürgte Recht auf Religionsausübung, sie entzieht vielen Baha‘i damit auch die letzte verbleibende wirtschaftliche Grundlage. Da ihnen auch der Zugang zu höherer Bildung verwehrt ist, sind Kleinunternehmen für viele Baha’i die letzte und einzige Möglichkeit, sich eine Lebensgrundlage zu schaffen“, so Hofmann. Neben laufenden öffentlichen Hasskampagnen, Verweigerung des Rechts auf Bildung, Schändung von Baha’i-Friedhöfen, Inhaftierungen und Razzien und Straflosigkeit für Gewalttaten gegen Baha’i wird in den letzten Jahren regelmäßig staatlicherseits gezielter wirtschaftlicher Druck auf die Baha’i im Iran eingesetzt.Ein aktueller Brief der Baha’i International Community an den iranischen Präsidenten weist auf den starken Widerspruch hin zwischen einerseits dem Anspruch der iranischen Regierung auf wirtschaftliche Gerechtigkeit und Abbau der Ungleichheit im Land und andererseits der fortgesetzten Taktik, ein Segment der eigenen Bevölkerung in die Armut und damit an den Rand der Gesellschaft zu treiben. Die wirtschaftliche Kampagne der Unterdrückung umfasst: Berufsverbot im öffentlichen Bereich, ergänzt durch ein Hochschulverbot, gravierende Einschränkungen auf dem privaten Sektor, Ausschluss aus einem weiten Feld von Handel und Berufen, bei denen das islamisch begründete Argument „religiöser Unreinheit“ angebracht werden kann, schließlich erzwungene Ladenschließungen mit Lizenzentzug.
„Der Brief an Präsident Rohani prangert die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Ausgrenzung der Baha’i auf Grund ihres Glaubens an, die Ausdruck einer Politik der systematischen Unterdrückung von staatlicher und klerikaler Seite ist –  ungeachtet der Versprechen Präsident Rohanis, religiöse Diskriminierung zu beenden“, sagt Hofmann.“Das Versiegeln von über 100 Geschäfte zeigt, dass es leere Versprechen sind, wenn die iranische Regierung beteuert, dass die Baha’i-Gemeinde nicht unterdrückt wird. Wir bitten die internationale Gemeinschaft, dieses ungerechte Vorgehen öffentlich zu machen und die iranische Regierung aufzufordern, unverzüglich sichtbare  Maßnahmen zu ergreifen, um die ernste  wirtschaftliche Unterdrückung der Baha’i im Iran zu beenden.“
HintergrundDer Versuch, das wirtschaftliche Leben der Baha’i zu zerstören, gehört schon seit der Islamischen Revolution 1979 zu den Facetten staatlicher Verfolgung , als die Regierung begann, alle im öffentlichen Dienst beschäftigten Baha’i zu entlassen. Anschließend ging sie dazu über, den Baha’i im Bereich der Privatwirtschaft die Geschäftslizenzen abzuerkennen. Auf diese Weise verloren Tausende Baha’i über die letzten dreißig Jahre ihre Arbeit und damit die Möglichkeit, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten.Spätestens seit Bekanntwerden des 1991 von höchster Stelle autorisierten sog. Golpeygani Memorandums ist die staatlich betriebene Systematik der Verfolgung der Baha’i offensichtlich: Das Ziel, die Baha’i an den Rand der Gesellschaft zu drängen und ihnen jegliche Existenzgrundlage zu entziehen, wird mit einem breiten Spektrum von Menschenrechtsverletzung verfolgt, die in zahlreichen Berichten von Menschenrechtsorganisationen dokumentiert sind.Seit mehr als acht Jahren befinden sich die sieben Mitglieder des ehemaligen Führungsgremiums der Baha’i im Iran in Haft. Das Urteil zu jeweils 10 Jahren stützt sich auf haltlose Anschuldigungen und ist bis heute nicht schriftlich bestätigt worden. Derzeit befinden sich über 80  Baha’i allein aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit in Haft.]]>
Thu, 10 Nov 2016 18:46:00 +0100
Religiöser Hass im Iran: Baha‘i wird Opfer tödlicher Messerattacke. http://www.bahai.de//artikel/datum/2016/10/28/religioeser-hass-im-iran-bahai-wird-opfer-toedlicher-messerattacke.html Ein Baha’i wurde offensichtlich aus Gründen religiösen Hasses Opfer einer Messerattacke. Wie die...Das Opfer des jüngsten Mordes war Farhang Amiri, 63, Familienvater von vier Kindern. Berichten zufolge kamen zwei junge Männer unter dem Vorwand, Amiris Lieferwagen kaufen zu wollen an sein Haus. Nachdem sie zunächst nur den Sohn antrafen, kamen sie am nächsten Abend wieder. Sie griffen Farhang Amiri vor seiner Haustür gewaltsam an. Ein Familienmitglied und weitere Personen hörten seine Schreie und fanden ihn mit mehreren Stichwunden in der Brust schwer verletzt vor. Er erlag seinen schweren Verletzungen kurz nach der Ankunft in einem Krankenhaus.

Die Täter wurden gefasst und gaben vor Augenzeugen zu, Herrn Amiri mit einem Messer erstochen zu haben, welches sie eigens zu diesem Zweck mitgebracht hatten. Auf das Tatmotiv angesprochen, antwortete einer der Tatverdächtigen, dass er den Mord begangen habe, weil er wusste, dass Herr Amiri Baha’i ist.

„Die deutsche Baha‘i-Gemeinde ist zutiefst betroffen über die Ermordung von Herrn Amiri. Sie ist beunruhigt über die nicht nachlassende Verfolgung der Baha’i im Iran, die den Nährboden für solche Gewalttaten liefert“, kommentiert der Sprecher der Baha’i-Gemeinde in Deutschland, Prof. Ingo Hofmann.

„Offensichtlich hatten die Täter geplant, einen unschuldigen Baha’i zu ermorden. Es besteht kaum ein Zweifel daran, dass dieses Verbrechen religiös motiviert war. Herr Amiri war unter seinen Nachbarn für seine Freundlichkeit, Sanftheit, Weisheit und Bescheidenheit bekannt”, so Hofmann. „Er hatte mit niemandem Streit. Sein familiäres Umfeld war geprägt von Liebe und Harmonie und er ermutigte seine vier Kinder, ehrlich und vertrauenswürdig zu sein. Unsere erste Sorge gilt der Familie des Ermordeten. Uns liegt jedoch auch daran, dass die iranischen Behörden unverzüglich beginnen, dieses Verbrechen zu untersuchen und dabei gewährleisten, dass bei der Aufklärung Religionszugehörigkeit keine Rolle spielen darf“, so Hofmann weiterhin.

„Wenn die Behauptung von Präsident Rohani glaubwürdig sein soll, dass unter seiner Präsidentschaft alle iranischen Bürger unabhängig von ihrem religiösen Glauben gleiche Rechte genießen, dann muss die Aufklärung dieses Falls von der Regierung Irans äußerst ernst genommen werden“, fordert Hofmann.

Hintergrundinformationen:

Der dokumentierte Plan der Islamischen Republik Iran, die Baha’i-Gemeinde systematisch auszugrenzen, spiegelt sich auch in der Regierungszeit von Präsident Rohani in einer drastischen Zunahme von öffentlichen Hasskampagnen und von wirtschaftlichem Druck wider.

In einem am vergangenen Dienstag vorgestellten 122-seitigen Bericht der Baha’i International Community (BIC) wird ein steiler Anstieg von Hasspropaganda gegen die Bahá’í in den offiziellen oder halboffiziellen iranischen Medien verzeichnet. Die BIC listet darin mehr als 20.000 Fälle von Anti-Baha’i-Propaganda innerhalb der letzten drei Jahre auf.

Seit 2005 wurden über 50 Baha’i tätlich angegriffen. Keiner der Täter ist strafrechtlich verfolgt oder anderweitig zur Rechenschaft gezogen worden. Weiterhin kamen im gleichen Zeitraum mindestens neun Baha’i unter ungeklärten Umständen zu Tode. Ihre Täter genießen bis heute gleichfalls Straffreiheit.

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Fri, 28 Oct 2016 17:58:00 +0200
Einweihung des Baha’i-Hauses der Andacht in Chile http://www.bahai.de//artikel/datum/2016/10/11/einweihung-des-bahai-hauses-der-andacht-in-chile-1.html Erwartungsvoll bereitet sich die weltweite Baha’i-Gemeinde auf die Einweihung des achten und...Derzeit trifft die chilenische Baha’i-Gemeinde Vorbereitungen, um tausende Gäste aus aller Welt willkommen zu heißen. Repräsentanten indigener Bevölkerungsgruppen und der nationalen Baha’i-Gemeinden Lateinamerikas sowie Besucher aus allen Kontinenten werden an den dreitägigen Feierlichkeiten, die sich der öffentlichen Eröffnungsfeier anschließen, teilnehmen, darunter 70 Baha‘i aus Deutschland.

Eine etwa 90-minütige Live-Übertragung der Einweihungsfeier wird am 13. Oktober von 16.00-17.30 Uhr auf der Webseite des Baha’i World News Service sowie auf der nationalen Webseite für das Haus der Andacht in Chile zu sehen sein. So können Menschen auf der ganzen Welt diesem historischen Ereignis beiwohnen. Die Übertragung wird auf Englisch, Spanisch und Portugiesisch sein (detailliertes Programm siehe unten).

Zahlreiche Medienberichte würdigten die Bedeutung dieses Wahrzeichens sowie die Einzigartigkeit des Sakralbaus. Wie bei allen Baha’i-Häusern der Andacht steht das neun-seitige Design als einigendes Symbol für die Einheit der Menschheit. Das Architekturbüro Hariri Pontarini, das den Tempel entworfen hat, beschreibt ihn als „ Tempel des Lichts , als Ausdruck eines Glaubens der Inklusion“. 

Ein größerer Bericht des Canadian Broadcasting Corporation beleuchtet Konzept und Design des Tempels.

Im europäischen Haus der Andacht in Langenhain wird am Sonntag, den 16. Oktober, die Andacht um 15:00 Uhr der Einweihung des Hauses der Andacht in Südamerika gewidmet sein.

Einweihung des Hauses der Andacht in Santiago, Chile
Programm der Live-Übertragungen der Veranstaltungen

Alle unten aufgelisteten Veranstaltungen, die zwischen dem 13. und dem 16. Oktober 2016: http://dedicacion.templo.bahai.cl . Die öffentliche Einweihungsfeier am Donnerstag, 13. Oktober 2016, wird auch auf der Seite des Bahá’í World News stattfinden, werden live auf der folgenden Webseite für das Haus der Andacht in Chile übertragen Service http://news.bahai.org übertragen. Die Übertragung wird auf Englisch, Spanisch und Portugiesisch zur Verfügung stehen.

Die Programmzeiten sind in deutscher Ortszeit angegeben sowie in Klammern in der koordinierten Weltzeit (UTC) und der entsprechenden Ortszeit in Santiago.

DONNERSTAG, 13. OKTOBER 2016

Öffentliche Einweihungsfeier

Uhrzeit:            16:00–17:30 Uhr (14:00–15:30 UTC; 11:00–12:30 Santiago Ortszeit)
Dauer:               1 Std. 30 Min.

FREITAG, 14. OKTOBER 2016

Konferenz – Eröffnung und erste Veranstaltung

Uhrzeit:            15:00–18:15 Uhr (13:00–16:15 UTC; 10:00–13:15 Santiago Ortszeit)
Dauer:               3 Std. 15 Min.

Konferenz – zweite Veranstaltung

Uhrzeit:            21:00–23:15 Uhr (19:00–21:15 UTC; 16:00–18:15 Santiago Ortszeit)
Dauer:               2 Std. 15 Min.

SAMSTAG, 15. OKTOBER 2016

Konferenz – dritte Veranstaltung

Uhrzeit:            14:00–16:15 Uhr (12:00–14:15 UTC; 09:00–11:15 Santiago Ortszeit)
Dauer:               2 Std. 15 Min.

SONNTAG, 16. OKTOBER 2016

Konferenz – Abschlussveranstaltung

Uhrzeit:            (Mo.) 00:00–01:30 Uhr (22:00–23:30 UTC; 19:00–20:30 Santiago Ortszeit)
Dauer:               1 Std. 30 Min.

 

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Tue, 11 Oct 2016 12:20:00 +0200
UN Experte: Jemen muss systematische Schikane gegenüber Bahá’í-Gemeinde einstellen. http://www.bahai.de//artikel/datum/2016/10/07/un-experte-jemen-muss-systematische-schikane-gegenueber-bahai-gemeinde-einstellen.html In einer Presseerklärung am vergangenen Dienstag verurteilte der UN-Sonderberichterstatter für...“Kein Mensch sollte aufgrund seiner Religion oder seines Glaubens verfolgt und keiner sollte anvisiert werden, weil er einer religiösen Minderheit angehört”, sagte der Menschenrechtsexperte. „Willkürliche Verhaftungen, Festnahmen, Razzien ihrer Häuser und Büros wie auch die Beschlagnahmung von elektronischen Geräten und größeren Geldsummen sind einfach inakzeptabel.

Die jemenitischen Behörden sollten auch alle inhaftierten Bahá’í freilassen, die offenbar nur aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit zur Zielscheibe wurden”, sagte Bielefeldt und erinnerte an Nadim Tawfiq Al-Sakkaf, Nader Tawfiq Al-Sakkaf und Kaiwan Mohamed Ali Qadri, die seit dem 10. August 2016 in Haft sind.

Die drei Bahá’í wurden im Zuge einer landesweiten Massenverhaftung von insgesamt 60 Bahá’í und auch Nicht-Bahá’í bei einem neuntägigen Jugend-Bildungs-Programm in Sanaa festgenommen. Bis auf diese drei Personen wurden alle anderen wieder frei gelassen.

"Jede Festnahme oder Haft aufgrund der Ausübung der Religionsfreiheit ist willkürlich”, betonte der Sonderberichterstatter. „Es ist beunruhigend zu erfahren, dass diese Verhaftungen angeblich von der Staatsanwaltschaft des Landes angewiesen wurde.

“Auch müssen die Behörden das Bahá’í-Zentrum entriegeln und den Bahá’í wieder den Zutritt gewähren“, so Bielefeldt. Personen, die religiösen Minderheiten angehören, einschließlich der Mitglieder der Bahá'í, müssen ihre Rechte auf Religions- und Gewissensfreiheit sichergestellt werden.“

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Fri, 07 Oct 2016 14:12:00 +0200
Baha’i fordern von Präsident Rohani ein Ende ihrer wirtschaftlichen Unterdrückung. http://www.bahai.de//artikel/datum/2016/09/23/bahai-fordern-von-praesident-rohani-ein-ende-ihrer-wirtschaftlichen-unterdrueckung.html Zum Beginn der 71. Generalversammlung der Vereinten Nationen am 13. September und der jährlichen...Zum Beginn der 71. Generalversammlung der Vereinten Nationen am 13. September und der jährlichen Allgemeinen Debatte in der Generalversammlung am 20. September hat die Internationale Baha‘i-Gemeinde in einem Brief an den iranischen Präsidenten Hasan Rohani gefordert, die ernste wirtschaftliche Unterdrückung der Bahá‘í in seinem Land zu beenden. Der Brief, unterzeichnet von Bani Dugal als Repräsentantin der „Baha’i International Community“ (BIC) bei den Vereinten Nationen, zeigt auf, wie seit der Islamischen Revolution im Jahr 1979 die Baha‘i im Iran das Ziel zahlreicher und anhaltender Formen der Unterdrückung sind. Darunter die ökonomische Strangulierung, die sich seit seiner Wahl nur verschlechtert hat.„Der Brief prangert die wirtschaftliche Ausgrenzung der Baha’i auf Grund ihres Glaubens an, die Ausdruck einer Politik der systematischen Unterdrückung von staatlicher und klerikaler Seite ist. Sie ist begleitet durch eine Flut von Hasskampagnen in den öffentlichen oder halb-öffentlichen Medien mit dem Ziel die Baha’i zu dämonisieren und damit gesellschaftlich auszugrenzen“, so Prof. Ingo Hofmann, Sprecher der Baha’i-Gemeinde in Deutschland. Die BIC weist in ihrem Brief auf den starken Widerspruch zwischen einerseits dem Anspruch der iranischen Regierung auf wirtschaftliche Gerechtigkeit und Abbau der Ungleichheit im Land und andererseits der fortgesetzten Taktik, ein Segment der eigenen Bevölkerung in die Armut und damit an den Rand der Gesellschaft zu treiben. Die wirtschaftliche Kampagne der Unterdrückung umfasst: Berufsverbot im öffentlichen Bereich, ergänzt durch ein Hochschulverbot, gravierende Einschränkungen auf dem privaten Sektor, Ausschluss aus einem weiten Feld von Handel und Berufen, bei denen das islamisch begründete Argument „religiöser Unreinheit“ angebracht werden kann, schließlich erzwungene Ladenschließungen mit Lizenzentzug. „Die Baha’i sollen auf diesem Weg zu den Parias der iranischen Gesellschaft gemacht werden“, so Hofmann.Der Brief richtet an den Präsidenten die gezielten Fragen: Wie können diejenigen, die für die finanziellen, gesellschaftlichen, humanitären und psychologischen Konsequenzen dieser Diskriminierung verantwortlich sind, ihr Tun rechtfertigen? Wie kann der Anspruch, eine gerechte und fortschrittliche Gesellschaft zu wollen, inmitten einer derart systematischen Ungerechtigkeit aufrechterhalten werden?So fordert die BIC in dem Brief von Präsident Rohani eine dringende Überprüfung der Situation der Baha’i und die längst überfällige Verbesserung ihrer Lage.Den Brief an Präsident Hassan Rohani können Sie in englischer Sprache hier lesen. Den Brief an Präsident Hassan Rohani können Sie in persischer Sprache hier lesen. ]]> Fri, 23 Sep 2016 11:37:00 +0200 Strukturen des Menschenrechtsschutzes stärken http://www.bahai.de//artikel/datum/2016/06/24/strukturen-des-menschenrechtsschutzes-staerken.html In einem Gespräch mit Außenminister Steinmeier am 21. Juni 2016 in Berlin, forderte das FORUM... FORUM MENSCHENRECHTE.   Aus Sicht des Forums zeigt sich dies an den Entwicklungen zur Flüchtlingspolitik, bei der durch den sogenannten „Türkei-Deal“, das individuelle Recht auf Asyl und die Möglichkeit, in Europa Schutz zu bekommen, de facto abgeschafft werden sollen. Einen Schritt zur weiteren Aushöhlung des Asylrechts würde die Einstufung von Ländern wie Algerien, Marokko und Tunesien als ‚sichere‘ Herkunftsstaaten darstellen.  Um weitere Menschenrechtsverletzungen zu verhindern, müssen das Abkommen mit der Türkei ausgesetzt und andere legale Zugangswege eröffnet werden. Genauso bedenklich erscheint in diesem Zusammenhang die angestrebte Neuausrichtung der gesamten europäischen Außen- und Entwicklungspolitik sowie Wirtschaftsbeziehungen mit afrikanischen Ländern auf das Ziel der Abwehr von Flüchtlingen, bzw. der Verhinderung von Migration.   Auch der derzeitige Entwurf des Nationalen Aktionsplans Wirtschaft und Menschenrechte zeigt, dass Menschenrechte zwar auf dem Papier stehen, aber in der Praxis nicht konsequent umgesetzt werden. Anstelle von verbindlichen Vorgaben an die Unternehmen zur Achtung der Menschenrechte enthält der Entwurf des Aktionsplans nur unverbindliche Appelle und erneute Prüfaufträge. Das FORUM MENSCHENRECHTE fordert, dass die Bunderegierung den Aktionsplan nachbessert und Unternehmen gesetzlich dazu verpflichtet, menschenrechtliche Sorgfaltspflichten entlang der Lieferkette einzuhalten.   Die Regierung hat beschlossen, den „Aktionsplan zivile Krisenprävention, Konfliktlösung und Friedenskonsolidierung“ von 2004 durch neue „Leitlinien Krisenengagement und Friedensförderung“ zu ersetzen. Hierzu drückte das Forum die Erwartung aus, dass Menschenrechte als Kernanliegen in den Leitlinien aufgenommen werden. Zivile Formen der Krisenbewältigung müssen ein klares Primat vor militärischen haben, und dafür müssen konsequent Instrumente ausgebaut werden. Die neuen Leitlinien sollten den Geist des Aktionsplans von 2004 bewahren und einen umfassenden Politikansatz ermöglichen, der eine bessere Abstimmung der Politik einzelner Ressorts und fortlaufenden Austausch mit dem Expertenwissen der Zivilgesellschaft anstrebt.  Notwendig ist aus Sicht des Forums ein stärkeres Monitoring der Außenpolitik aus menschenrechtlicher Perspektive. Dazu sollte u.a. das Amt des/der Menschenrechtsbeauftragten aufgewertet und gestärkt werden. Der Sprecher der Baha’i-Gemeinde in Deutschland und Vertreter der Baha’i beim FORUM MENSCHENRECTE, Prof. Ingo Hofmann resümierte im Anschluss an das Treffen: „Im Gespräch hat das  Forum deutlich gemacht, dass der derzeit europaweit sichtbare Trend in der Flüchtlingspolitik - weg vom individuellen Recht auf Asyl - aus menschenrechtlicher Sicht zunehmend inakzeptabel wird. Damit verbunden ist die Forderung des Forums einer Stärkung der politischen Strukturen des Menschenrechtsschutzes. Außenminister Steinmeier bremste allerdings angesichts der Situation in den Krisenherden und der Haltung der meisten europäischen Länder die Erwartungen, dass der derzeitige politische Spielraum genügen würde, um die Forderungen des Forums in dem erforderlichen Maß umzusetzen."]]> Fri, 24 Jun 2016 13:26:00 +0200