Bahá'í Deutschland http://www.bahai.de/ Neuigkeitende Bahá'í Deutschland http://www.bahai.de/typo3conf/ext/tt_news/ext_icon.gif http://www.bahai.de/ 1816NeuigkeitenTYPO3 - get.content.righthttp://blogs.law.harvard.edu/tech/rssMon, 18 May 2015 23:26:00 +0200 Menschenrechtsbeauftragter der Bunderegierung fordert Freilassung von iranischen Baha'i http://www.bahai.de//artikel/datum/2015/05/18/menschenrechtsbeauftragter-der-bunderegierung-fordert-freilassung-von-iranischen-bahai.html Aus Anlass des siebten Jahrestages der Inhaftierung der sieben führenden Baha’i im Iran fordert der...Die deutsche Baha‘i-Gemeinde beteiligt sich vom 14. bis 20. Mai 2015 an einer globalen Kampagne, mit der sie auf ihrer Facebook-Seite mit   „7 Tage. 7 Jahre. 7 Leben.“ ebenfalls die sofortige Freilassung der seit sieben Jahren inhaftierten sieben iranischen Baha‘i- Führungsmitglieder einfordert. Am Vortag der weltweiten Kampagne erklärte der Menschenrechtsbeauftragte:"Seit nunmehr sieben Jahren befindet sich das gesamte Führungsgremium der iranischen Bahá’i-Gemeinde im Gefängnis. Die sieben Inhaftierten wurden in einem intransparenten Verfahren unter Missachtung grundlegender rechtsstaatlicher Regeln zu jeweils 20 Jahren Haft verurteilt. Bis heute liegt kein schriftliches Urteil vor.
Ich fordere die iranische Justiz auf, die Verurteilung sofort aufzuheben und die sieben Bahá’i wie auch alle anderen aufgrund ihrer religiösen Überzeugung Inhaftierten unverzüglich freizulassen.
Mit der andauernden Verfolgung der Bahá’i und anderer religiöser Minderheiten verstößt Iran gegen das grundlegende Recht auf Religionsfreiheit. Ich fordere Iran auf, entsprechend seiner völkerrechtlichen Verpflichtungen die Menschenrechte all seiner Bürgerinnen und Bürger ungeachtet ihrer Religionszugehörigkeit zu achten!"
Hintergrund Fariba Kamalabadi, Jamaloddin Khanjani, Afif Naeimi, Saeid Rezaie, Mahvash Sabet, Behrouz Tavakkoli und Vahid Tizfahm  waren Mitglieder einer informellen Koordinierungsgruppe, die unter dem Namen  „Yárán“ (dt. Freunde)  bekannt wurde und die sich um die notwendigsten Belange der iranischen Baha’i-Gemeinde kümmerte. Den Baha‘i ist es seit 1983 verboten, sich in demokratisch gewählten Gremien zu organisieren. Seitdem hatte ein informelles Gremium, dessen Mitglieder die Verurteilten waren, einen Teil der Aufgaben übernommen, ehe auch dieses im Zuge der Verhaftungen aufgelöst werden musste. Frau Sabet wurde am 5. März 2008 verhaftet, die anderen sechs am 14. Mai 2008.Momentan befinden sich über 100 weitere Mitglieder der Religionsgemeinschaft lediglich aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit in Haft.Trotz Irans Versprechungen, die Menschenrechtslage in Iran zu verbessern, darunter die Zusicherung, religiöse Diskriminierung zu beenden, nahm das Ausmaß der systematischen Anstrengungen der iranischen Regierung, ihre größte nicht-muslimische religiöse Minderheit unsichtbar zu machen, stark zu, wie der Bericht (pdf) zur Lage der Baha’i im Iran der deutschen Baha’i-Gemeinde zeigt. ]]>
Mon, 18 May 2015 23:26:00 +0200
7 TAGE. 7 JAHRE. 7 LEBEN. http://www.bahai.de//artikel/datum/2015/05/13/7-tage-7-jahre-7-leben.html Mit der Teilnahme an der weltweiten Kampagne "7 Tage. 7 Jahre. 7 Leben." möchte die deutsche... 7 Tage.7 Jahre.7 Leben. steht an jedem Tag der Kampagne ein Mitglied der Sieben im Fokus: 14. Mai: Frau Mahvash Sabet 15. Mai: Frau Fariba Kamalabadi 16. Mai: Herr Jamaloddin Khanjani 17. Mai: Herr Afif Naeimi 18. Mai: Herr Saeid Rezaie 19. Mai: Herr Behrouz Tavakkoli 20. Mai: Herr Vahid Tizfahm “Es ist unsere Hoffnung, dass Menschen inganz Deutschland beherzte Aktionen  ins Leben rufen, um auf die Situation jedes der sieben Baha‘i an dem ihr oder ihm zugedachten Tag aufmerksam zu machen. Wir wünschen uns, dass dies eine Graswurzelkampagne wird, bei der Menschen ihre Ideen ganz gleich welcher Art – seien es Andachten, das Hochladen von Videos oder Fotos, Gedichte, Kunstprojekte, sozialen Aktionen oder ähnliches im Namen der Sieben– nutzen, um auf ihre langjährige Haft aufmerksam zu machen“, sagt Ingo Hofmann, Sprecher der Bahá’í-Gemeinde in Deutschland. Aufruf zum Mitmachen über Facebook und Twitter Im Rahmen der Kampagne 7 Tage.7 Jahre.7 Leben. ist  jeder aufgerufen, sich unter dem eigens für die 7 Tage bestimmten Hash-Tag #7Bahais7years für die Freilassung der sogenannten Yaran einzusetzen. Ab dem 14. Mai wird über Facebook, Twitter und dem Blog der deutschen Bahá’í-Gemeinde täglich ein neuer Videoclip zu sehen sein, in dem das Leben eines der Inhaftierten kurz porträtiert wird, verbunden mit der Aufforderung, an jedem der 7 Tage eine besondere Aktivität für sie oder ihn vorzunehmen und diese auf der Facebook-Seite der deutschen Baha’i-Gemeinde mit Verwendung des Hashtag #7Bahais7years zu posten. Jede online gestellte Aktivität wird automatisch Teil eines Riesenmosaiks, das anschließend der Bundeskanzlerin und dem Bundesaußenminister übergeben wird. Andacht zu Ehren der zu Unrecht inhaftierten Baha’i im Iran am 16. Mai 2015 Aus Anlass des siebten Jahrestages der Inhaftierung  dieser sieben Persönlichkeiten soll ihnen mit einer Andacht im Europäischen Baha’i-Haus der Andacht unsere geistige Verbundenheit zum Ausdruck gebracht werden, eine Verbundenheit, die darüber hinaus auch anderen zu Unrecht Inhaftierte aus Überzeugungsgründen verschiedener religiöser und ethnischer Hintergründe gilt. Dazu lädt die deutsche Baha’i-Gemeinde unter Mitwirkung ihrer in Deutschland lebenden Familienangehörigen am 16. Mai 2015 um 19 Uhr herzlich nach Hofheim-Langenhain ein. Weiterführende Informationen: Internationale Kampagnenseite #7Bahais7years Weiteres Informationsmaterial zur Kampagne Der Fall der Yaran Profile der Yaran Bildmaterial Hintergrund: Die mit mehreren Millionen Anhängern weltweit verbreitete Religion der Baha‘i ist eine monotheistische Offenbarungsreligion in der Reihe der Hochreligionen. In ihrem Ursprungsland, der heutigen Islamischen Republik Iran, bilden die Baha‘i die größte nicht-islamische religiöse Minderheit. Die Verfolgungsgeschichte der Baha‘i in Iran beginnt bereits mit den Anfängen ihrer Religion in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Seit der Islamischen Revolution 1979 werden Baha’i systematisch verfolgt. Der iranische Staat formulierte 1991 gar eine eigene Staatsdoktrin mit dem Ziel, die Baha‘i als lebensfähige Gemeinschaft in Iran auszuschalten. Fariba Kamalabadi, Jamaloddin Khanjani, Afif Naeimi, Saeid Rezaie, Mahvash Sabet, Behrouz Tavakkoli und Vahid Tizfahm waren Mitglieder einer informellen Koordinierungsgruppe, die unter dem Namen „Yárán“ (dt. Freunde) bekannt wurde und die sich um die notwendigsten Belange der iranischen Bahá’í-Gemeinde kümmerte. Den Bahá’í ist es seit 1983 verboten, sich in demokratisch gewählten Gremien zu organisieren. Seitdem hatte ein informelles Gremium, dessen Mitglieder die Verurteilten waren, einen Teil der Aufgaben übernommen, ehe auch dieses im Zuge der Verhaftungen aufgelöst werden musste. Frau Sabet wurde am 5. März 2008 verhaftet, die anderen sechs am 14. Mai 2008.  2010 fand die Verhandlung der Sieben statt, bei der sie unrechtmäßig der “Spionage”, der “Verbreitung von Propaganda gegen das Regime” und weiterer falscher Vorwürfe angeklagt und verurteilt wurden. Sie wurden zu je 20 Jahren Haft verurteilt, der bisher längsten Haftstrafe für Inhaftierte aus Überzeugungsgründen im Iran. ]]> Wed, 13 May 2015 23:31:00 +0200 Baha’i-Gemeinde Deutschland mit neuem Leitungsgremium http://www.bahai.de//artikel/datum/2015/05/13/bahai-gemeinde-deutschland-mit-neuem-leitungsgremium-3.html Am Wochenende des 25/26. April 2015 wählte die Versammlung der Abgeordneten auf der Jahrestagung... Insgesamt waren 57 Abgeordnete aus ganz Deutschland wahlberechtigt, die neun Mitglieder des neuen Nationalen Geistigen Rates zu bestimmen. Aufgabe der Abgeordneten war es über die Wahl hinaus, sich ein umfassendes Bild von den derzeitigen Bedingungen, qualitativen Entwicklungen und aktuellen Erfordernissen der deutschen Bahá'í-Gemeinde zu machen. 

Folgende neun Personen wurden auf der Nationaltagung zu Mitgliedern des Nationalen Geistigen Rates der Bahá’í in Deutschland gewählt (in alphabetischer Reihenfolge): Herr Dr. Wafa Enayati, Herr Dr. Thomas Floeth, Herr Sascha Gätzschmann, Frau Gerda Haug, Herr Stefan Hilger (Voritzender), Herr Dr. Foruhar Khabirpour, Herr Dr. Hans Martin Noltenius (Generalsekretär), Frau Dr. Haleh Sabet (Schatzmeisterin), Herr Pajam Sobhani (stellv. Vorsitzenden).

Wahlen ohne Propaganda

Der Wahlvorgang fand mit geheimer Stimmabgabe statt und wurde durch Gebete eingeleitet. Dadurch stand die Wahl unter geistigen Vorzeichen – wie auch die Beratungen während der Tagung. Bei der Mitgliedschaft in gewählten Gremien der Bahá'í geht es nicht um Machtpositionen, vielmehr um die Befähigung und die Bereitschaft, Gott und den Belangen der Gemeinschaft zu dienen. Im Unterschied zu gängigen Wahlverfahren gibt es weder Kandidatenaufstellung noch Wahlpropaganda.

Die Grundstruktur der Baha‘i-Gemeindeordnung geht auf den Religionsstifter Bahá’u’lláh (1817 – 1892) zurück. Während sich die Gemeinde auf allen Ebenen in einem fortlaufenden Gespräch über gemeindeinterne Belange, aber auch gesellschaftliche Fragen und Herausforderungen befindet, werden formale Entscheidungen in demokratisch gewählten Gremien getroffen. Bei den Baha‘i gibt es keinen Klerus. Vor dem Wahlvorgang gibt es weder Kandidatur noch Wahlpropaganda, die Wahl erfolgt in einer andächtigen Atmosphäre.

Als nächstes steht am 12. Juli 2015 das alljährliche Baha‘i-Sommerfest am Europäischen Baha’i-Haus der Andacht in Hofheim-Langenhain sowie vom 02.-08. August 2015 der Sommerferienkurs im Seminar Center Tambach-Dietharz, Thüringen an, zu dem jeder herzlich eingeladen ist.

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Wed, 13 May 2015 23:24:00 +0200
Neujahrsgrüße nach Teheran http://www.bahai.de//artikel/datum/2015/04/01/neujahrsgruesse-nach-teheran.html Mit einem Flashmob am 21. März machte die Baha’i-Gemeinde in Köln zusammen mit zahlreichen... „Yaran“(dt. „Freunde“) freizulassen. Diese sieben Personen waren das informelle Führungsgremium der Gemeinde und sitzen seit knapp sieben Jahren u.a. im berüchtigten Evin-Gefängnis unschuldig in Haft. Die Politikerin Dr. Lale Akgün, der Enthüllungsjournalist Günter Wallraff, Monsignore Robert Kleine, Hannelore Bartscherer vom Erzbistum Köln und der iranische Menschrechtaktivist Dr. Mehran Barati gehören zu den Erstunterzeichnern des „Kölner Naw-Rúz-Appells 2015“, adressiert an den Leiter des Menschenrechtsrates der iranischen Justiz, Herrn Mohammad Javad Larijani. Man wollte damit ein Zeichen setzen und zum Ausdruck bringen, dass die im Iran unschuldig Inhaftierten nicht vergessen sind, so Christian Henrichs, einer der Initiatoren der Aktion. „Im Laufe der Jahre sind hunderte Bahá’í illegal und einzig aufgrund ihres Glaubens verhaftet und eingesperrt worden. Zu ihnen zählen auch die sieben "Yaran", die vor ihrer Inhaftierung die Geschicke der Bahá'í-Minderheit in Ihrem Land informell leiteten. Wir, die Bürger und Bürgerinnen von Köln, appellieren an Sie, sich für die Haftentlassung dieser Bürger im Iran einzusetzen“, fordern die Unterzeichner des offenen Briefes. Während der Blick der Öffentlichkeit sich vor allem auf die Atomverhandlungen mit dem Land richtet, sind die Menschenrechte gänzlich in den Hintergrund getreten. Mit dieser stillen und zugleich lauten Aktion möchten Kölner damit ausdrücken, dass sie das nicht hinnehmen. Rosen zupfen und dann umfallen… Am Morgen des 21. März standen Baha’í als auch Unterstützer schweigend auf der Domplatte. Rosenblätter wurden gezupft, in die Luft geworfen, kurz darauf sackten die Menschen zu Boden. Sie symbolisierten damit die Folter und Ermordung religiös Andersdenkender. Zeitgleich wurden Briefe der Gefangen an ihre Angehörigen verlesen. Bei der Aktion anwesend waren auch Baha´i, deren Angehörige im Iran von den Verfolgungen und Diskriminierungen betroffen sind und die an diesem großen Festtag vor allem mit der Sorge leben, dass ihre Eltern, Geschwister oder Freunde ebenfalls jeden Moment unschuldig verhaftet werden können. Der Offene Brief wird von Kölner Bürgern getragen und betont den hohen Wert der Glaubens- und Meinungsfreiheit. „Uns als Kölnern liegt die Meinungs- und Religionsfreiheit jedes einzelnen Menschen sehr am Herzen, denn wir sehen darin ein unteilbares Recht für jeden Bürger auf der ganzen Welt!“, heißt es in dem Kölner Naw-Rúz-Appell. Ein Teil der insgesamt 179 Unterschriften wurde bei dem menschenrechtlich motivierten Flashmob auf der Domplatte gesammelt. Die Unterzeichner fordern freundlich aber bestimmt zur Freilassung aller Menschenrechtsaktivisten sowie der nur aufgrund ihres Glaubens Inhaftierten auf. Eine Kopie des Appells wurde dem Beauftragten der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe im Auswärtigen Amt, MdB Christoph Strässer, übersandt. Nürnberger Naw-Rúz-Appell Zeitgleich mit der Kölner Menschenrechtsaktion wurde der iranischen Regierung Naw-Rúz-Grüße aus Nürnberg übermittelt. Der offene Brief, unterzeichnet vom Menschenrechtsbüro der Stadt Nürnberg, der Bundestagsabgeordneten Gabriela Heinrich (SPD), den Abgeordneten des Bayerischen Landtages, Frau Vera Osgyan (Bündnis 90/Die Grünen) und Herrn Arif Taşdelen (SPD), der Menschenrechtsaktivistin Maede Soltani sowie der Baha’i-Gemeinde in Nürnberg fordern neben der Freilassung der inhaftierten Führungsriege der Baha’í  ebenfalls, dass der Anwalt und Preisträger des Nürnberger Menschenrechtspreises, Abdolfattah Soltani unverzüglich freigelassen wird. In dem Offenen Brief aus Nürnberg heißt es unter anderem: Naw-Rúz steht dabei auch für Neuanfang und die Erwartung vieler Menschen, dass das Neue Jahr lange bestehende Hoffnungen erfüllen wird. Zu ihnen zählen neben mehreren Menschenrechtsverteidigern, die in Ihrem Land seit einigen Jahren inhaftiert sind, auch der Umgang mit den Bahá’i im Iran. Die Wahrung von Bürgerrechten ist in Ihrem Land in den letzten eineinhalb Jahren wiederholt öffentlich thematisiert worden. Herr Soltani hat sich für die Wahrung der Bürgerrechte zahlreicher Menschen eingesetzt. Ähnliches gilt für die sieben Yaran, die in der Absicht wirkten, die Zivilgesellschaft Ihres Landes zu stärken. Sie alle haben die Überzeugung, die auch wir teilen, dass sich Bürger für das Wohl Ihres Landes einsetzen müssen, denn die Herausforderungen der Zukunft können nur solidarisch bewältigt werden. Jedes Land kann stolz auf die Bürger sein, die bereit sind, hierfür alles einzusetzen - selbst den Verlust ihrer Freiheit. Im Jahre 2010 wurden die Yaran zu je 20 Jahren, und Herr Soltani 2012 zu 13 Jahren Haft verurteilt“, so die Unterzeichner des Offenen Briefes aus Nürnberg. Hintergrund: Nach wie vor werden zahlreiche Baha’i unrechtmäßig inhaftiert, sie werden aus Hochschuleinrichtungen ausgeschlossen und ihnen wird mit Berufsverboten und erzwungenen Geschäftsschließungen die wirtschaftliche Lebensgrundlage entzogen. Ihre Friedhöfe werden geschändet und in zahlreichen Fällen wird die Beisetzung von Baha’i gestoppt oder behindert. Mediale Hassangriffe gegen Baha’i beliefen sich im vergangenen Jahr auf über 4800 Artikel und Videos im Internet, in denen die Baha’i durch falsche Anklagen, hetzerische Wortwahl und geschmacklose Bildsprache dämonisiert werden. Derzeit befinden sich 100 Baha’i aufgrund ihrer Glaubenszugehörigkeit in Haft. Nicht zuletzt befinden sich die sieben Mitglieder des ehemaligen inoffiziellen Führungsgremiums der Bahá'í im Iran, die „Yaran“ (dt.: Freunde) seit sieben Jahren in Haft. Fariba Kamalabadi, Jamaloddin Khanjani, Afif Naeimi, Saeid Rezaie, Mahvash Sabet, Behrouz Tavakkoli und Vahid Tizfahm waren Mitglieder einer informellen Koordinierungsgruppe, die sich um die notwendigsten Belange der über 350.000 Mitglieder zählenden iranischen Baha’i-Gemeinde kümmerte. Die Baha‘i repräsentieren die größte religiöse Minderheit des Landes, der es jedoch seit 1983 verboten ist, sich in demokratisch gewählten Gremien zu konstituieren. Seitdem hatte ein informelles Gremium, dessen Mitglieder die Verurteilten waren, ein Teil der Aufgaben übernommen, ehe auch dieses im Zuge der Verhaftungen aufgelöst werden musste. Das Urteil zu jeweils 20 Jahren stützt sich auf haltlose Anschuldigungen und ist bis heute nicht schriftlich bestätigt worden. Adolfattah Soltani wurde im Jahr 2009 der Nürnberger Menschenrechtspreis verliehen, was zu seiner Verhaftung führte. Das Urteil lautete auf 13 Jahre Haft und 20 Jahre Berufsverbot – wegen „Annahme eines ungesetzlichen Preises“, „Versammlung und Verdunklung mit systemfeindlicher Absicht“, „regimefeindlicher Propaganda“ und der „Gründung des Defenders of Human Rights Centers“. Der Anwalt und Mitbegründer des von der Friedensnobelpreisträgerin Shirin Ebadi geleiteten Defenders of Human Rights Center hatte sich unter anderem für die zu je 20 Jahren verurteilten sieben führenden Vertreter der iranischen Baha‘i-Gemeinde eingesetzt. ]]> Wed, 01 Apr 2015 17:53:00 +0200 Irans leere Versprechungen - Teherans Menschenrechtspolitik auf dem Prüfstand http://www.bahai.de//artikel/datum/2015/03/17/irans-leere-versprechungen-teherans-menschenrechtspolitik-auf-dem-pruefstand.html Im August 2013 machte Präsident Rohani bei seinem Amtsantritt zahlreiche Versprechungen, die... Im Vorfeld der 28. Versammlungswoche des UN-Menschenrechtsrats in Genf zeigten Ban Ki-moon und Dr. Shaheed sich besorgt über die maßlose Anwendung der Todesstrafe, die weit verbreitete Diskriminierung von Frauen, den Mangel an Meinungsfreiheit sowie die Inhaftierung von Journalisten, Menschenrechtsverteidigern und Frauenrechtsaktivisten.

“Das harte Vorgehen gegen Medienschaffende, die allgegenwärtige Einschränkung der Meinungsfreiheit, darunter das Einstellen von Zeitungen und Zeitschriften und das beständige Überwachen, Filtern und Blockieren von Webseiten, die sich mit dem politischen Geschehen und Analysen beschäftigen, geben Grund zu großer Sorge," sagte Ban Ki-moon. In seinem am 3. März veröffentlichten Bericht drückte der UN-Generalsekretär ebenfalls Sorge über die fortwährende Verfolgung der Baha’i im Iran aus.

Der Iran macht immer wieder auf sich aufmerksam, indem zahlreiche Baha’i unrechtmäßig inhaftiert, sie aus Hochschuleinrichtungen ausgeschlossen und ihnen mit Berufsverboten und erzwungenen Geschäftsschließungen die wirtschaftliche Lebensgrundlage entzogen werden. Ihre Friedhöfe werden geschändet und in zahlreichen Fällen wird die Beisetzung von Baha’i gestoppt oder behindert. Mediale Hassangriffe gegen Baha’i beliefen sich im vergangenen Jahr auf über 4800 Artikel und Videos, in denen Baha’i durch falsche Anklage, aufhetzerische Wortwahl und geschmacklose Bildsprache dämonisiert werden. Einen ausführlichen Bericht finden Sie hier.

Im Oktober 2014 wurde dem Iran vor dem Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen in Genf zum zweiten Mal im Rahmen des UPR-Verfahrens ("Universal Periodic Review") die Bilanz seiner Menschenrechtspolitik vorgelegt – zusammen mit einem Paket von Empfehlungen der Internationalen Gemeinschaft. Alle vier Jahre findet bei den Mitgliedstaaten im Rahmen des UPR-Verfahrens eine Prüfung ihrer Menschenrechtsbilanz statt. Iran hat seinen Bericht aber auf die kommende Märzsitzung 2015 in Genf vertagt. Regierungen aus aller Welt hatten im Rahmen der Überprüfung der Menschenrechtslage im Iran durch den Menschenrechtsrat 291 Empfehlungen an die iranische Regierung gerichtet. In den Empfehlungen schlagen sie vor, welche Schritte der Iran einleiten könnte, um seine Menschenrechtspolitik zu verbessern. Bei der am 19. März geplanten Sitzung wird die iranische Regierung signalisieren, welche der 291 Empfehlungen sie annehmen wird.

Dr. Shaheed drückte seine besondere Sorge darüber aus, dass die weitverbreiteten Menschenrechtsverletzungen unvermindert andauern – obwohl der Iran beim UPR-Prozess 2010 mehrfach versprach, Schritte zu unternehmen,  in den von der Weltorganisation beanstandeten Bereichen eine Verbesserung seiner Menschenrechtslage herbeizuführen.

“Der Sonderberichterstatter anerkennt eine Reihe von Bemühungen der iranischen Regierung, die UPR-Verpflichtungen von 2010 umzusetzen. Er bedauert jedoch, dass die Mehrheit von ihnen auch 2014 noch nicht umgesetzt sind und dass die ihnen zugrunde liegenden Verletzungen, die während des UPR beleuchtet, wie auch seine Berichte von 2011, seine halbjährlichen Berichte 2012, 2013 und 2014 nicht bearbeitet wurden“,  kommentierte Dr. Shaheed. Die Tatsache, dass im vergangenen Oktober insgesamt 291 Empfehlungen an den Iran ausgesprochen wurden, spiegelt die Realität wider, dass die Menschenrechte sich nicht verbessert haben, so der Sonderberichterstatter.

Auch ging Shaheed in seinem Bericht auf die Baha’i ein. “Trotz der Behauptungen hochrangiger Beamter, dass den Baha’i ihre Bürgerrechte zustehen, sind sie im Zusammenhang mit ihrer Religion weiterhin Diskriminierung, Inhaftierung und willkürlicher Verhaftung ausgesetzt. Zwischen September und Dezember 2014 verhafteten Sicherheitskräfte in Isfahan, Teheran, Schiras, Hamedan, Karaj und Semnan mindestens 24 Bahá’í, so dass die Gesamtzahl der Baha’i in Haft auf 100 gestiegen ist“, äußerte sich Shaheed zur aktuellen Menschenrechtslage der Baha’i im Iran.

Diane Ala‘i, Sprecherin der Internationalen Baha‘i-Gemeinde bei den Vereinten Nationen in Genf, begrüßte beide Berichte und forderte die Regierungen auf, für die Fortsetzung der internationalen Überwachung der Menschenrechtslage im Iran zu stimmen, wenn es Ende des Monats in Genf zur Abstimmung der Resolution kommt, die das Mandat des Sonderberichterstatters erneuern soll.

"Wie Ahmed Shaheed und der Generalsekretär klar zum Ausdruck gebracht haben, verletzt der Iran weiterhin die Menschenrechte seiner Bürger in allen gesellschaftlichen Bereichen – egal ob man eine Frau, Journalist, Rechtsanwalt, eine religiöse oder ethnische Minderheit oder einfach ein Durchschnittsbürger ist. Der Iran verspricht seit langem, die Menschenrechte seiner Bürger zu respektieren. Es ist jedoch offensichtlich, dass dies leere Versprechungen sind und dass der einzige Schutz für Iraner in der kontinuierlichen Überwachung und dem Bekundung der Besorgnis durch die internationale Gemeinschaft besteht," sagte Ala’i.

 

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Tue, 17 Mar 2015 13:15:00 +0100
Erika Steinbach fordert Recht auf Bildung für Bahá’í im Iran - Appell zum globalen Aktionstag und Start der Kampagne „Education is not a Crime“ http://www.bahai.de//artikel/datum/2015/02/27/erika-steinbach-fordert-recht-auf-bildung-fuer-bahai-im-iran-appell-zum-globalen-aktionstag-u.html „Iran muss seine Hochschulen für die Glaubensgemeinschaft der Bahá’í öffnen“, fordert die... „Im Iran wird den Anhängern der Glaubensgemeinschaft der Baha’i noch immer der Hochschulzugang verweigert. Anlässlich des weltweiten Aktionstages im Rahmen des Kampagne „Education is not a Crime“ am 27. Februar erklärt die Vorsitzende der Arbeitsgruppe Menschenrechte und humanitäre Hilfe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Erika Steinbach.

„Die staatlich gelenkte Verfolgung der Baha’i im Iran hat in den vergangenen Monaten auf fast allen Sektoren weiter zugenommen. Laut dem gerade vorgestellten Amnesty Report 2015 haben die Behörden Geschäfte von Anhängern dieser Glaubensgemeinschaft geschlossen und Friedhöfe zerstört. Zahlreiche Baha'i sind wegen ihrer religiösen Überzeugung weiterhin inhaftiert.

Mitte März 2015 wird der Vertreter des Irans in Genf beim Menschenrechtsrat im Kontext der Universal Periodic Review einen Bericht über die iranische Menschenrechtspolitik der letzten dreieinhalb Jahre vorlegen. Vertreter der Baha’i kritisieren, dass der Iran bislang keine einzige der von ihm 2010 akzeptierten Menschenrechtsempfehlungen mit Blick auf die Lage der religiösen Minderheit umgesetzt habe.

Ein Schlüsselthema ist in diesem Zusammenhang die Verweigerung des Hochschulzugangs für Baha’i. Ihre Forderung nach Bildung wird faktisch als Verbrechen angesehen. Dies muss sich ändern. Deshalb unterstützen wir am morgigen weltweiten Aktionstag ausdrücklich die Forderung der Kampagne ‚Education is not a Crime‘ und appellieren an die iranische Regierung: Heben sie den Hochschulausschluss für Baha’i-Studenten auf!“, heißt es in der vom CDU/CSU-Menschenrechtsausschuss veröffentlichen Stellungnahme.

Hintergrund:

Die Kampagne Education is not a crime wurde im November 2014 von Maziar Bahari, einem iranisch-kanadischen Journalisten, Filmemacher und Menschenrechtsaktivisten, der 2009 im Iran selbst in Haft war, ins Leben gerufen. Sie bezieht sich insbesondere auf Baharis Dokumentarfilm To Light a Candle. Diese 55-minütige Dokumentation handelt von der Verfolgungsgeschichte der Bahá’í im Iran und der Errichtung des Bahá’i Institute for Higher Education (BIHE).  BIHE ist eine Bildungsinitiative, die von der iranischen Baha‘i-Gemeinde entwickelt wurde, um jungen Baha’i im Iran Bildung zu ermöglichen, da ihnen durch die offizielle Regierungspolitik ihres Landes der Zugang zu höherer Bildung verwehrt wird. Durch eindrucksvolle Interviews, exklusives Geheimmaterial von Journalisten, seltenes Archivmaterial und Briefen von derzeit im Iran inhaftierten Bahá’í zeigt der Dokumentationsfilm, wie eine kleine Minderheit der systematischen Verfolgung durch gewaltlosen Widerstand die Stirn bietet und ihrer Jugend einen alternativen Zugang zu Bildung ermöglicht.

Der 27. Februar 2015 markiert den weltweiten Aktionstag, bei dem jeder einen Beitrag zur Unterstützung der Kampagne leisten kann. Um das öffentliche Bewusstsein über die eklatante Ungerechtigkeit der Lage der Bahá’í im Iran zu schärfen, wurde daher auch die interaktive Webseite (https://educationisnotacrime.de) eingerichtet.

Mit der weltweiten Kampagne „Education is not a Crime“ setzen Unterstützer der iranischen Bahá’í-Gemeinde aus aller Welt ein Zeichen, indem sie sich zu diesem Unrecht öffentlich äußern. Die Kampagne soll auch an die ungerechtfertigte Inhaftierung der 13 Dozenten erinnern, die durch das BIHE versuchten, eine praktische Alternative zu staatlichen Universitäten anzubieten.

Jungen Menschen in der Islamischen Republik Iran wird das Recht auf Bildung in vielfältiger Weise verwehrt. An Universitäten und anderen Hochschulen stehen sie vor verschlossenen Türen. Gehören sie der größten nicht-islamischen religiösen Minderheit des Landes, der Bahá’í-Religion, an, wird ihnen der Zugang zu Hochschulbildung systematisch verwehrt. Vertreten Studierende Standpunkte, welche die regierende Partei nicht teilt, werden sie ohnehin sehr bald zwangsexmatrikuliert. Auch jene Bahá’í, die den Zugang zu Universitäten schafften, werden – teilweise kurz vor ihrem Abschluss – der Hochschule verwiesen. Die iranische Regierung setzt damit die Verweigerung des Rechts auf Bildung systematisch zur Repression ein. Jungen Menschen den Zugang zu Universitäten zu verwehren, nimmt ihnen nicht nur ihre persönlichen Zukunftschancen - auch die iranische Gesellschaft verliert als Ganzes.

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Fri, 27 Feb 2015 12:06:00 +0100
Kampagne 'Education is not a crime' verurteilt Bildungsverweigerung für Baha‘i im Iran http://www.bahai.de//artikel/datum/2015/02/26/kampagne-education-is-not-a-crime-verurteilt-bildungsverweigerung-fuer-bahai-im-iran.html Erzbischof Desmond Tutu, Filmemacher Mohsen Makhmalbaf, Friedensnobelpreis-trägerin Shirin Ebadi... To Light a Candle handelt von der Verfolgungsgeschichte der Baha‘i im Iran und der Errichtung des Baha’i Institute for Higher Education (BIHE). BIHE ist eine Bildungsinitiative, die von der iranischen Baha‘i-Gemeinde entwickelt wurde, um jungen Baha’i im Iran Bildung zu ermöglichen, die durch offizielle Regierungspolitik ihres Landes den Zugang zu höherer Bildung verwehrt bekommen. Durch eindrucksvolle Interviews, exklusives Geheimmaterial von Journalisten, seltenes Archivmaterial und Briefen von derzeit im Iran inhaftierten Baha‘i zeigt der Dokumentationsfilm wie eine kleine Minderheit der systematischen Verfolgung durch gewaltlosen Widerstand die Stirn bietet und ihre Jugend bildet. To Light a Candle ist nur der Anfang. Mit der weltweiten Kampagne Education is not a crime  setzen Unterstützer der iranischen Baha‘i-Gemeinde aus aller Welt ein Zeichen, indem sie sich zu diesem Unrecht öffentlich äußern. Die Kampagne soll auch an die ungerechtfertigte Inhaftierung der 13 Dozenten erinnern, die durch das Baha’i-Institute of Higher Education (BIHE) versuchten, eine praktische Alternative zu staatlichen Universitäten anzubieten.  Erzbischof Desmond Tutu, der südafrikanische Menschenrechtsaktivist und Nobelpreisträger, hat sich in einer Stellungnahme mit seiner Stimme dem Chor derer angeschlossen, die die Verweigerung der Rechte der Baha‘i auf Hochschulbildungdurch die iranische Regierung verurteilen.  In der Stellungnahme, die auf der Desmond and Leah Tutu Foundation-Webseite veröffentlicht ist, heißt es: „Die iranische Regierung sagt, Bildung für Baha’i sei ein Verbrechen. Aber ich sage euch, wir können das ändern - wir können in ihren Namen unsere Stimmen erheben. Wir können der iranischen Regierung und der ganzen Welt sagen, dass der Ausschluss der Baha’i, oder irgendeiner anderen Gruppe, vom Hochschulstudium bedeutet, Iran und das iranische Volk zu schaden. Unsere bittere Erfahrung der Apartheid beweist, dass jegliche Art der Diskriminierung uns allen schadet. Die iranische Regierung verweigert ihrer eigenen Bevölkerung den Dienst tausender Baha’i-Ingenieure, -Ärzte und -Künstler, die Iran, den Iranern und der ganzen Welt helfen könnten." Videobotschaften aus Deutschland Mit dem offiziellen Start der Kampagne am 27. Februar melden sich auch namhafte Persönlichkeiten aus Deutschland zu Wort. Die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags Abgeordnete Claudia Roth sowie die Mitglieder des Bundestages Omid Nouripour, Erika Steinbach und Karamba Diaby beteiligen sich an der Aktion. Auch Filmproduzentin Minu Barati, Exilpolitiker Mehran Barati und Menschenrechtsaktivistin Maede Soltani drücken auf der deutschsprachigen Webseite der Kampagne ihre Unterstützung für Education is not a Crime aus.   Die Aktion Education is not a crime hat die Unterstützung von zahlreichen prominenten Persönlichkeiten weltweit erfahren. Zu ihnen gehören Nobelpreisträger – Frau Mairead Maguire, Dr. Shirin Ebadi, Frau Tawakkol Karman und Frau Jody Williams. Herr Mohsen Makhmalbaf, ein iranischer Filmemacher, Dr. Mohammad Maleki, ehemaliger Präsident der Universität von Teheran sowie Frau Azar Nafisi, eine iranische Autorin und Professorin, haben ebenfalls ihre Unterstützung zum Ausdruck gebracht. Auffällig ist die wachsende Zahl von Iranern, die sich dazu entschieden haben, die Rechte der Baha‘i zu verteidigen, da die Baha‘i-Gemeinde von Beamten und religiösen Führern seit Jahrzehnten falsch dargestellt wird. Die Webseite http://educationisnotacrime.me/ ist der Kern der Kampagne. Die Webseite informiert auch darüber, wie jeder Einzelne sich an der Initiative beteiligen kann. Außerdem wurden sowohl auf der Webseite wie auch auf der Facebook-Seite der Kampagne zahlreiche Videos hochgeladen, in denen sich Menschen aus aller Welt äußern und sich für das Recht der Baha‘i im Iran zu studieren, einsetzen.  Die Baha’i in Iran erleiden in ihrer Heimat seit der Islamischen Revolution 1979 systematische und andauernde Verfolgung. Im Zuge ihres Plans, den Baha‘i-Glauben als eine existenzfähige Einheit zu beseitigen und die Gemeinde für die iranische Öffentlichkeit unsichtbar zu machen, verweigert die Regierung dieses Landes den Baha’i selbst die elementaren Rechte. Zusätzlich zum Recht des Hochschulbildung ist es den Baha’i verboten, im öffentlichen Dienst zu arbeiten, und sie werden immer wieder daran gehindert, ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Im Laufe der Jahre sind auch hunderte Baha‘i illegal und einzig aufgrund ihres Glaubens verhaftet und eingesperrt worden. Deute Webseite der globalen Kampagne Education is not a crime:  http://educationisnotacrime.de/ ]]> Thu, 26 Feb 2015 17:33:00 +0100 Erklärung des Runden Tischs der Religionen in Deutschland zu Charlie Hebdo http://www.bahai.de//artikel/datum/2015/02/10/erklaerung-des-runden-tischs-der-religionen-in-deutschland-zu-charlie-hebdo.html In einer gemeinsamen Erklärung vom 15. Januar 2015 verurteilte der Runde Tisch der Religionen in... "Der Runde Tisch der Religionen in Deutschland teilt das allgemeine Erschrecken über die religiös verblendeten Terroristen in Frankreich gegen die Redaktion der Zeitschrift und gegen die Besucher des jüdischen Supermarktes Hyper Cacher. Er verurteilt Hass und Gewalt, ausdrücklich auch dann, wenn sie im Namen der Religion ausgeübt werden. Wer kaltblütig mordet und sich dabei auf Gott bezieht, beleidigt in Wahrheit Gott und alle an ihn glaubenden Menschen.

Wir sprechen den Opfern der Angriffe und ihren Familien unser tiefstes Mitgefühl aus.

Wir erinnern aber auch daran, dass terroristische Bewegungen in vielen Teilen der Welt das Zusammenleben der Religionen torpedieren. Ebenso treten wir mit Entschiedenheit auch den Kräften gegenüber, die die Religionsfreiheit für Muslime in Europa bestreiten. Wir unterstützen deshalb Kundgebungen und Initiativen, die für das friedliche Zusammenleben von Menschen eintreten, die verschiedenen Religionen angehören.

Der Runde Tisch wird weiter für die Einheit und die Verständigung unter den Religionen in Deutschland arbeiten. Verständnis und Dialogbereitschaft müssen das Anliegen der Religionen in Deutschland bleiben."


Dr. Franz Brendle, Geschäftsführer

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Der Runde Tisch der Religionen in Deutschland versteht sich als ein eigenständiges Gremium aus Repräsentanten der großen Religionsgemeinschaften in Deutschland. Er trifft sich zweimal jährlich zur gegenseitigen Information, zur Planung des Tages der Religionen sowie zu Stellungnahmen für die Presse und für die Religionsgemeinschaften im interreligiösen Kontext. Seit 1998 ist die Baha'i-Gemeinde am Runden Tisch der Religionen in Deutschland vertreten.  

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Tue, 10 Feb 2015 09:36:00 +0100
Haltlose Anklage gegen jemenitischen Baha'i nach 14 Monaten strenger Haft http://www.bahai.de//artikel/datum/2015/01/16/haltlose-anklage-gegen-jemenitischen-bahai-nach-14-monaten-strenger-haft.html Durch Rechtsbeugung haben Behörden in Jemen Hamed Kamal bin Haydara, einen jemenitischen... Diese Anschuldigungen werden zu Beginn des zweiten Jahres seiner Inhaftierung vorgebracht. Während dieser Zeit ist Herr bin Haydara ohne Anklage festgehalten worden und musste verschiedene Arten der Folter sowie harsche psychologische Misshandlungen über sich ergehen lassen. Herr bin Haydaras Ehefrau hat der Reuters Nachrichten-Agentur mitgeteilt, dass ihr Mann in der Gefangenschaft schwer gefoltert wurde, um von ihm ein Geständnis zu erpressen, das zu erhalten, den Behörden nicht gelungen war. Nun leidet Herr bin Haydara infolge der Folter unter chronischen Gesundheitsproblemen. „Die Anschuldigungen gegen Herrn bin Haydara sind haltlos und unsinnig. Sie werden jetzt, nach mehr als ein Jahr der Misshandlung, einschließlich Einzelhaft, vorgebracht. Während dieser Zeit haben die Behörden privat mehrfach ihre religiösen Motive für die Inhaftierung zugegeben“, sagte Bani Dugal, Sprecherin der Internationalen Baha'i-Gemeinde bei den Vereinten Nationen in New York. „Herr bin Haydara ist ein geachteter und aufrichtiger Familienvater, der kein Gesetz übertreten hat. Es ist ein Grundsatz der Baha'i, dass sie nicht missionieren, und alle einheimischen Jemeniten, die den Baha'i-Glauben angenommen haben, haben dies aus eigener Überzeugung getan“, ergänzte Frau Dugal. „Die Beschuldigung der Spionage für Israel ist eine groteske Verfälschung der Realität“, sagte Frau Dugal. „Die historischen Gegebenheiten, die zur Errichtung des administrativen und geistigen Zentrums des Baha'i-Glaubens geführt haben, geschahen lange vor der Existenz des Staates Israel.“ Gehorsam und Loyalität gegenüber der eigenen Regierung ist ein zentrales Prinzip der Baha'i-Lehren, und die Vorstellung, dass Baha'i spionieren würden, ist völlig absurd“, sagte Frau Dugal. „Baha'i gehören seit Jahrzehnten zu Jemen und sind in der gesamten arabischen Region, ja in der ganzen Welt, für ihre friedfertige Haltung und ihre Einstellung des selbstlosen Dienens für die Gesellschaft bekannt.“ Frau Dugal ergänzte, dass die Internationale Bahá’í-Gemeinde dieses gesetzwidrige Vorgehen gegen Herrn bin Haydara verurteilt und seine unverzügliche Freilassung fordert. Die Anschuldigungen seien gänzlich fingiert und entbehren jeder Spur eines Beweises. Diese Kommentare kommen gerade während Anschuldigungen der Behörden, dass Herr bin Haydara kein jemenitischer Staatsbürger sei und seinen Namen gefälscht habe, um in das Land zu kommen. Herr bin Haydara ist auf der Insel Socotra in Jemen geboren und hat als Bürger in diesem Land gelebt. Sein Vater, ein Arzt, ist in den 1940er Jahren aus Iran nach Jemen gekommen. Der Mahra-Sultan von Qishn und Socotra hat ihm in Anerkennung seiner herausragenden Dienste für die Armen die jemenitische Staatsbürgerschaft verliehen. Die Staatsbürgerschaft wurde selbstverständlich und gesetzlich auf seinen Sohn übertragen. Der Sultan hat dem Vater von Herrn bin Haydara seinen jemenitischen Namen als eine Ehre und in Anerkennung seines Respektes für seine Wahlheimat gegeben. „Herr bin Haydara ist ein liebevoller Ehemann und Vater von drei jungen Mädchen, und er ist ein loyaler Büger Jemens“, fuhr Frau Dugal fort. „Aber der vielleicht ironischste und aufschlussreichste Aspekt dieser Anschuldigung ist, dass die Behörden Herrn bin Haydara dafür verurteilt haben, dass er einen ‚hohen moralischen Standard demonstrierte‘, wodurch er das Vertrauen seiner Mitbürger gewonnen hat.“

Quelle: http://news.bahai.org/story/1036

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Fri, 16 Jan 2015 12:53:00 +0100
Terror gegen Charlie Hebdo - Mahnmal für unser Miteinander http://www.bahai.de//artikel/datum/2015/01/15/terror-gegen-charlie-hebdo-mahnmal-fuer-unser-miteinander.html Die Bahai in Deutschland teilen den Schmerz der Angehörigen der Opfer der entsetzlichen... Vielen Menschen ist bewusst geworden, dass diese Schreckenstat nicht nur ein Angriff auf unsere Meinungsfreiheit ist. Sie muss auch als Versuch eines Angriffs auf den friedlichen Kern der Religion schlechthin gedeutet werden. Durch religiösen Fanatismus motivierte Gewalttaten greifen alle friedliebenden Menschen und auch deren religiöse Überzeugungen an, die gemeinsam zur Zielscheibe des Terrors gemacht werden sollen. Im Kern jeder Religion – gleich welchen Namens - ist das Streben nach friedlichem und gerechtem Zusammenleben als im Glauben verankerte Verpflichtung angelegt. Auch der Islam hat über weite Zeiträume seiner Geschichte hinweg diese Kraft unter Beweis gestellt. Verschiedene Entwicklungen - so auch die Folgen weltumspannender Verteilungskämpfe in einer globalen Welt - haben zu Verwerfungen geführt, die Fanatismus und Gewalt fördern und immer mehr Menschen von dem ursprünglichen Anliegen ihrer Religion wegtreiben. 

Die geistig-spirituellen Nöte unserer Zeit und die großen ungelösten sozialen Probleme der Welt lassen nach unserer Auffassung keinen Raum dafür, einzelne Religionen mit dem Blick auf die Geschichte auf- oder abzuwerten. Dies gilt besonders auch für Deutschland, wo das gesellschaftliche und religiöse Miteinander und die Zusammenarbeit aller Menschen ein Hauptanliegen bleiben muss. Mögen die Ereignisse der letzten Tage als Mahnmal wirken und als entschiedene Absage in unserem Land gegenüber allen Arten von Rassismus, gegenüber Islamophobie, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus

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Thu, 15 Jan 2015 11:18:00 +0100