Bahá'í Deutschland http://www.bahai.de/ Neuigkeitende Bahá'í Deutschland http://www.bahai.de/typo3conf/ext/tt_news/ext_icon.gif http://www.bahai.de/ 1816NeuigkeitenTYPO3 - get.content.righthttp://blogs.law.harvard.edu/tech/rssFri, 29 Apr 2016 10:34:00 +0200 Deutscher Menschenrechts-Filmpreis startet in die 10. Wettbewerbsrunde. http://www.bahai.de//artikel/datum/2016/04/29/deutscher-menschenrechts-filmpreis-startet-in-die-10-wettbewerbsrunde.html Der Veranstalterkreis des Deutschen Menschenrechts-Filmpreises lobt zum zehnten Mal den...Ab sofort können in den folgenden Kategorien Kino- und Fernsehfilme eingereicht werden:

·       Langfilm (professionelle Produktionen, ohne Begrenzung der Spiellänge)

·       Kurzfilm (professionelle Produktionen, Spiellänge maximal 30 Minuten)

·       Magazinbeiträge (professionelle TV-Formate, Spiellänge max. 10 Minuten)

·       Hochschule (Produktionen von Studierenden, ohne Begrenzung der Spiellänge)

·       Amateure (Produktionen von nichtkommerziell arbeitenden Filmemacher, ohne Begrenzung der Spiellänge)

Alle Filme müssen nach dem 1. Januar 2014 fertiggestellt worden sein. Zusätzlich wird aus alle vorgelegten Filmen mit dem Bildungspreis geehrt, der sich in besonderer Weise zum Einsatz in der Bildungsarbeit eignet. Eine direkte Bewerbung in dieser Kategorie ist nicht möglich.Einsendeschluss zum Deutschen Menschenrechts-Filmpreis 2016 ist der 16. August 2016.Jede Wettbewerbskategorie ist mit einem Preisgeld in Höhe von 2.500 Euro dotiert. Zusätzlich erhalten die Preisträger eine individuell gestaltete Statue.Die vorgelegten Arbeiten werden zuvor durch mehrere Fachjurys gesichtet und bewertet. Die besten Filmemacher und Regisseure in den Wettbewerbskategorien werden im Rahmen der Preisverleihung am 10. Dezember 2016 in der Nürnberger Tafelhalle geehrt.Weitere Informationen: www.menschenrechts-filmpreis.deInformationen und Unterlagen zur Ausschreibung finden Sie [hier] Der Deutsche Menschenrechts-Filmpreis wird im Rhythmus von zwei Jahren vergeben und aktuell von 18 Veranstaltern getragen, darunter bundesweit tätige Organisationen der Menschenrechts-, Bildungs-, Kultur- und Medienarbeit, religiöse und kirchliche Organisationen sowie kommunale Einrichtungen. Zudem unterstützen Verbände und Einzelpersonen den Filmwettbewerb. KontaktDeutscher Menschenrechts-Filmpreis, Marko Junghänel (Gesamtkoordination) Fon +49 (0)911.43 04-221 , Mobil +49 (0)170.495 17 47  ]]>
Fri, 29 Apr 2016 10:34:00 +0200
Baha'i-Gemeinde Deutschland mit neuem Leitungsgremium http://www.bahai.de//artikel/datum/2016/04/26/bahai-gemeinde-deutschland-mit-neuem-leitungsgremium-4.html Am vergangenen Wochenende wählte die 86. Nationaltagung der Baha'i-Gemeinde in Deutschland in der...Abgeordnete aus allen Teilen Deutschlands wählten folgende Personen zu Mitgliedern des Nationalen Geistigen Rates der Baha’i in Deutschland: Dr. Wafa Enayati (Hofheim), Dr. Thomas Floeth (Bückeburg), Sascha Gätzschmann (Halle), Stefan Hilger (Mainz), Saba Khabirpour (Speyer), Dr. Foruhar Khabirpour (Speyer), Dr. Hans-Martin Noltenius (Bremen), Dr. Haleh Sabet (Stuttgart) sowie Dr. Pajam Sobhani (Hamburg).

Wahlen ohne Propaganda

Der Wahlvorgang fand mit geheimer Stimmabgabe statt und wurde durch Gebete eingeleitet. Dadurch stand die Wahl in einem religiösen Licht – wie auch die Beratungen während der Tagung. Bei der Mitgliedschaft in gewählten Gremien der Baha'i geht es nicht um Machtpositionen, vielmehr um die Befähigung und die Bereitschaft, Gott und den Belangen der Gemeinschaft zu dienen. Im Unterschied zu gängigen Wahlverfahren gibt es weder Kandidatenaufstellung noch Wahlpropaganda.

Aufgabe der Abgeordneten war es über die Wahl hinaus, sich ein umfassendes Bild von den derzeitigen Bedingungen und Möglichkeiten der deutschen Baha'i-Gemeinde zu machen. Dabei wurde der Fokus insbesondere auf Lernerfahrungen aus den Gemeindebildungsprozessen vor Ort gelegt. Die Rolle der Kinder und Jugend innerhalb und außerhalb der Gemeinde, die gemeinwohlorientierten Nachbarschaftsaktivitäten sowie das Engagement in der Flüchtlingsarbeit kamen in den offenen und vom gegenseitigen Respekt getragenen Beratungen eingehend zur Sprache. Eigene Kinder- und Jugendprogramme sowie ein Abendprogramm, an dem rund 800 Gäste teilnahmen, rundeten das Treffen ab.

Die Grundstruktur der Baha’i-Gemeindeordnung geht auf den Religionsstifter Baha’u’llah (1817 – 1892) zurück. Während sich die Gemeinde auf allen Ebenen in einem fortlaufenden Gespräch über gemeindeinterne Belange, aber auch gesellschaftliche Fragen und Herausforderungen befindet, werden formale Entscheidungen in demokratisch gewählten Gremien getroffen. Bei den Baha’i gibt es keinen Klerus. Vor dem Wahlvorgang gibt es weder Kandidatur noch Wahlpropaganda, die Wahl erfolgt in einer andächtigen Atmosphäre.

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Tue, 26 Apr 2016 21:25:00 +0200
Religionen für Vielfalt: Interreligiöse Impulse für ein gesellschaftliches Miteinander http://www.bahai.de//artikel/datum/2016/03/23/religionen-fuer-vielfalt-interreligioese-impulse-fuer-ein-gesellschaftliches-miteinander.html Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus sprechen sich Religionsgemeinschaften,...Die unter dem Motto "100% Menschenwürde - gemeinsam gegen Rassismus" im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus stehenden Aktionswochen nahm die Baha’i-Gemeinde in Deutschland zum Anlass, um ein hoffnungsvolles Zeichen für die interreligiöse Verständigung zu setzen. Aktiv daran mitzuwirken, Vorurteile jeglicher Art abzubauen und ein gesellschaftliches Miteinander in Vielfalt in den Mittelpunkt zu stellen ist den Baha’i  ein wichtiges Anliegen. Anlässlich ihres Neujahrsfestes, Naw-Rúz, luden sie am 20. März 2016 nach Hofheim-Langenhain ein und waren besonders erfreut über die Unterstützung durch die Hessische Landesregierung, Herrn Staatssekretär Jo Dreiseitel, durch die Alevitische Gemeinde Deutschland vertreten durch Frau Melek Yildiz vom Bundesvorstand und den Frankfurter Rat der Religionen vertreten durch seinen Vorsitzenden Herrn Khushwant Singh. Das preisgekrönte People´s Theater aus Offenbach begeisterte das Publikum mit seinem interaktiven Theaterelement, in dem es durch gespielte Alltagsszenen dem Publikum das Thema Rassismus sehr nahe brachte und noch lange danach zum Nachdenken und Diskutieren anregte.   

Im Europäischen Baha'i-Haus der Andacht erlebten die über 300 Gäste eine interreligiöse Andacht, die von Menschen unterschiedlichen Glaubens und Herkunft aktiv mitgestaltet wurde. Es wurden aus den Heiligen Texten der Bhagavad Gita, der Sikh-Religion, des Alten und Neuen Testamentes, des Korans und der Baha´i Schriften gelesen. „Es war heilend, “ „ich war zu Tränen gerührt“ und „es war eine ganz besondere, friedliche Stimmung, obwohl so viele Leute da waren, war es ganz still“, hörte man später die Gäste sagen.

In seiner anschließenden Begrüßung betonte der Vorsitzende des Nationalen Geistigen Rates der Baha'i in Deutschland, Stefan Hilger, dass die Baha'i im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus nach Langenhain eingeladen hatten, in der Hoffnung, dass das Europäisches Haus der Andacht in dieser kritischen Zeit eine besondere Ausstrahlung und Symbolkraft für viele Menschen haben kann und hob das Haus der Andacht als "Symbol für Einheit und Integration" hervor.

"Der runde Sakralbau symbolisiert die "Einheit der Menschheit" als Vision und Entwicklungsziel einer zukünftigen Menschheit, eine Einheit, die in ihrer Vielfalt begründet ist. Diese kann ohne die Achtung vor allen anderen Religionen nicht bestehen. "Achtung" ist weit mehr als Dulden und Toleranz, deren Fragilität gerade die aktuellen Übergriffe in vielen Teilen unserer Republik zeigen. Achtung ist gegenseitig und meint gemeinsames Streben und Handeln, um das gesellschaftliche Miteinander zu gestalten und zu leben“, so Hilger. 

Über 1000 Veranstaltungen seien der Stiftung für die Internationalen Wochen gegen Rassismus für den Veranstaltungskalender gemeldet worden. "Das ist ein starkes Zeichen gegen Rassismus und für Integration", so Hilger.

"Ausgrenzung und Rassismus dürfen  in unserer Gesellschaft keinen Platz haben", sagte der Bevollmächtigte der hessischen Landesregierung für Integration und Antidiskriminierung, Staatssekretär Jo Dreiseitel, vor den Gästen, unter denen zahlreiche Geflüchtete und Menschen mit Migrationshintergrund saßen. Der Staatssekretär beschrieb in seiner Rede Ziele und Wege der Hessischen Landesregierung im Rahmen der Rassismusbekämpfung.

"Der Landesregierung und den sie tragenden Parteien ist es ein Anliegen, Rassimus und Diskriminierung jeglicher Art entschieden entgegen zu treten", so Dreiseitel. Hessen sei bereits im März 2014 der Koalition gegen Diskriminierung beigetreten, seit 2011 ist es Mitglied der Charta der Vielfalt. Und zu Beginn des Jahres 2015 hat das Land eine Antidiskriminierungsstelle im Hessischen Sozial- und Integrationsministerium als Stabsstelle eingerichtet, bekräftigte Dreiseitel. Rund 27% aller Hessen haben Migrationshintergrund. "Vielfalt fordert unsere Gesellschaft aber auch dazu heraus, sich auf andere Menschen einzulassen, auf Vorstellungen und Verhaltensweisen, die ungewohnt sein können und deren Beweggründe sich erst auf den zweiten Blick erschließen mögen. Das sind vielschichtige und anspruchsvolle Ausgangsbedingungen. Aus diesem Grund ist eine offene Grundhaltung gegenüber anderen Menschen unabdingbar für die Wertschätzung und Akzeptanz, die wir anderen entgegenbringen und genauso für uns selbst einfordern", forderte der Staatssekretär und begrüßte es sehr, dass die Mitglieder der Baha'i-Religion "ganz bewusst ein Zeichen gegen Ausgrenzung und Rassismus durch ihr Engagement als eine der Gründungsstifter der Stiftung "Internationale Wochen gegen Rasssimus" im Jahre 2014 in Hessen gesetzt haben". Die Beiträge von Bundes-und Kommunalvertretern der Aleviten und des Vorsitzenden des Rats der Religionen in Frankfurt betonen ihr gemeinsames Ziel, sich gegen Rassismus zu engagieren. Frau Melek Yildiz von der Alelvitischen Gemeinde brachte ihre Freude zum Ausdruck, dass eine Veranstaltung wie diese zur Verständigung beiträgt und der interreligiöse Dialog nicht nur ein Lippenbekenntnis bleibt. Die Alevitische Gemeinde trug zudem aktiv durch ihren musikalischen Beitrag dazu bei, den "Reichtum der kulturellen Vielfalt zu wahren, denn Musik ist allen Menschen gemeinsam", so Yildiz. Der Vorsitzende des Rats der Religionen in Frankfurt, Herr Khushwant Singh, bezog sich auf eigene Diskriminierungserfahrungen. Er erlebe aufgrund seines Sikh-Turbans täglich Rassismus, nicht nur in seiner Heimatstadt Frankfurt, sondern auch in anderen deutschen Städten. Das könne man nicht ändern, damit muss man leben, aber seine eigene Haltung könne man ändern, so Singh. Ein wesentlicher Schritt müsse dabei sein, in einen Dialog zu treten, und nicht über andere zu sprechen, sondern sich vielmehr kennenzulernen, so wie zum Beispiel es der Rat der Religionen in Frankfurt versucht. Zivilgesellschaft und Politik müssen zusammenarbeiten und Hand in Hand gehen. Es bedarf hierbei nicht nur der Worte, sondern auch der Tat. Denn nur die Tat kann Wandel hervorbringen. "Es ist die Spiritualität, die uns im Kern zusammenhält. Wir sollten dafür kämpfen, dieses Fundament gemeinsam aufrechtzuerhalten", betonte Singh.


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Wed, 23 Mar 2016 18:26:00 +0100
Baha’i in aller Welt feiern am 20. März ihr Neujahrsfest http://www.bahai.de//artikel/datum/2016/03/18/bahai-in-aller-welt-feiern-am-20-maerz-ihr-neujahrsfest.html Für die Baha'i ist der Frühlingsanfang zugleich der Beginn eines neuen Jahres. „Naw-Rúz", „neuer... Internationalen Wochen gegen Rassismus lädt die Baha’i-Gemeinde herzlich ein zur interreligiösen Andacht am Europäischen Haus der Andacht und anschließendem thematischen Programm im Nationalen Zentrum der Baha’i Gemeinde in Deutschland.  Beginn:  15.00 Uhr im Europäischen Baha’i-Haus der Andacht, Eppsteiner Str. 95, 65719 Hofheim-Langenhain.  16.00 Uhr Programmbeginn im Nationalen Zentrum der Baha’i-Gemeinde in Deutschland, Eppsteiner Str. 89, 65719 Hofheim-Langenhain]]> Fri, 18 Mar 2016 15:24:00 +0100 Unzureichendes Rechtssystem begünstigt Irans Politik der Menschenrechtsverletzungen http://www.bahai.de//artikel/datum/2016/03/18/unzureichendes-rechtssystem-beguenstigt-irans-politik-der-menschenrechtsverletzungen.html Die Baha’i gehören nach wie vor zu den am stärksten verfolgten Gruppen im Iran, heißt es in den... hier eingesehen werden.]]> Fri, 18 Mar 2016 15:03:00 +0100 "Fremdenfeindlichkeit und Fanatismus dürfen nicht religiös begründet werden!" http://www.bahai.de//artikel/datum/2016/03/16/fremdenfeindlichkeit-und-fanatismus-duerfen-nicht-religioes-begruendet-werden.html Am 9. März 2016 traf sich der Runde Tisch der Religionen in Deutschland zu seiner halbjährlichen... Erklärung des Runden Tisches der Religionen in Deutschland

zur Flüchtlingsfrage

„Wenn bei dir ein Fremder in eurem Land lebt, sollt ihr ihn nicht unterdrücken. Der Fremde, der sich bei euch aufhält, soll euch wie ein Einheimischer gelten, und du sollst ihn lieben wie dich selbst; denn ihr seid selbst Fremde in Ägypten gewesen. Ich bin der Herr, euer Gott.“

Levitikus / 3. Mose 19,33-34

Jesus spricht: „Ich war fremd und obdachlos, und ihr habt mich aufgenommen oder nicht aufgenommen. ... Was ihr für meine geringsten Brüder und Schwestern getan habt oder nicht getan habt, das habt ihr mir getan oder nicht getan.“

Nach Matthäus 25,35.40

„O ihr Menschen. Wir haben euch von einem männlichen und einem weiblichen Wesen erschaffen, und Wir haben euch zu Verbänden und Stämmen gemacht, damit ihr einander kennenlernt. Der Angesehenste von euch bei Gott, das ist der Gottesfürchtigste von euch. Gott weiß Bescheid und hat Kenntnis von allem.

Koran Sure 49,13

 „Die Erde ist eine Heimat und alle Menschen sind ihre Bürger.“

Baha’u’llah

„Sieh jeden Bittenden als deinen spirituellen Meister an.“

Vimalakirti Sutra (Buddhismus)

Die Aussagen unserer heiligen Schriften im Blick auf Fremde, auf Bedürftige und auf das Verhältnis der verschiedenen Völker zueinander sind eindeutig. Sie entsprechen der zentralen Aussage der Menschenrechtserklärung: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“

Für Menschen, die in den Traditionen ihrer Religionen leben, sind sie verbindlich. Fremdenfeindlichkeit und Fanatismus dürfen nicht religiös begründet werden!

Für die Religionsgemeinschaften ergeben sich in der gegenwärtigen Flüchtlingskrise folgende Maßstäbe:

Bei allen notwendigen Maßnahmen ist die Würde jedes einzelnen Menschen und die Perspektive eines gelingenden Zusammenlebens national und international zu achten.

Das gilt für die Bekämpfung der Fluchtursachen ebenso wie für die Versorgung in den Flüchtlingslagern der verschiedenen Länder, für die Aufnahme in Deutschland und auch für unvermeidliche Rückführungen.

Wir setzen uns insbesondere ein für gemeinsame Aktionen der Religionsgemeinschaften im nationalen wie im internationalen Rahmen. Dabei hat die Freiheit in umfassendem Sinne für uns besonderes Gewicht, indem wir verfolgten und marginalisierten Gruppen zur Seite stehen wollen.

Alles, was einem Willkommensklima in unseren Gemeinden und unserer Gesellschaft dient - in Begegnung, Verständigung und Kooperation -, unterstützen wir aus tiefer Überzeugung.

Für die Mitglieder des Runden Tisches der Religionen in Deutschland (RT/D)

aus dem Zentralrat der Juden, der evangelischen Kirche, der römisch-katholischen Kirche, der orthodoxen Kirche, der Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (DITIB), dem Islamrat, dem Zentralrat der Muslime, der Deutschen Buddhistischen Union (DBU) und dem Nationalen Geistigen Rat der Baha'i".

gez. Dr. Franz Brendle

Geschäftsführer des RT/D

Zum Hintergrund Der Runde Tisch der Religionen in Deutschland versteht sich als ein eigenständiges Gremium aus Repräsentanten der großen Religionsgemeinschaften in Deutschland. Er trifft sich zweimal jährlich zur gegenseitigen Information, zur Planung des Tages der Religionen sowie zu Stellungnahmen für die Presse und für die Religionsgemeinschaften im interreligiösen Kontext. Alle Erklärungen des Runden Tischs der Religionen findet man unter: http://runder-tisch-der-religionen.de/?id=stellungnahmen.
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Wed, 16 Mar 2016 13:41:00 +0100
Minister stellt neue Strategie zur Zusammenarbeit mit den Religionen vor. http://www.bahai.de//artikel/datum/2016/02/22/minister-stellt-neue-strategie-zur-zusammenarbeit-mit-den-religionen-vor.html Partner für den Wandel - Religionen und die Agenda 2030 für Nachhaltige Entwicklung: unter diesem... „Ohne den Beitrag der Religionen werden wir die globalen Herausforderungen nicht bewältigen können. Gerade heute, wo Religion als Rechtfertigung für Terror und Gewalt missbraucht wird, müssen wir die Zusammenarbeit mit allen Religionsgemeinschaften verbessern. Wir dürfen das Feld nicht den Extremisten überlassen, sondern müssen die stark machen, die sich für Frieden und Entwicklung einsetzen“, so Müller. Die Strategie “Religionen als Partner in der Entwicklungszusammenarbeit” ist das Ergebnis eines breiten nationalen und internationalen Dialogprozesses, den Minister Müller gleich nach Amtsübernahme angestoßen hat. Gemeinsam mit der Zivilgesellschaft, den Religionsgemeinschaften und internationalen Organisationen wie den Vereinten Nationen und der Weltbank hat das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) mit der Strategie einen Leitfaden erarbeitet, um in Zukunft die Zusammenarbeit mit den Religionsgemeinschaften systematisch in der Projektarbeit zu berücksichtigen. In seiner Eingangsrede sprach der Minister vom Beginn einer strategischen Partnerschaft mit den Religionen, auf deren ethisch-spirituellen Beitrag bei der Umsetzung der im September 2015 von den Vereinten Nationen beschlossenen Agenda 2030 nicht verzichtet werden kann. Die 193 Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen haben mit der Agenda 2030 siebzehn Ziele für den Planeten Erde und seine Bewohner gesetzt, die zu einer bisher nicht gekannten, weltumspannenden Partnerschaft führen können. Im Ergebnis soll die Beseitigung der extremen Armut und zugleich die Bewahrung der Integrität des Planeten Erde stehen. Nach den Worten des Ministers ist das Ziel ehrgeizig genug und ohne eine substantielle Mitwirkung der Religionen nicht erreichbar. Bei der Konferenz wurde zum Auftakt der angestrebten Partnerschaft eine vom Ministerium publizierte und von Ulrich Nitschke und Khushwant Singh von der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) koordinierte Dokumentation "Stimmen der Religionen zu Nachhaltiger Entwicklung" präsentiert. In ihr erhielten neun Religionen und eine indigene Tradition eine Stimme: Bahá'í-Religion, Buddhismus, Christentum, Konfuzianismus, Taoismus, Hinduismus, Islam, Judentum und die Lenape-Tradition der amerikanischen Ureinwohner. Sie alle waren eingeladen, aus ihren Schriften und ihrer Tradition zu den fünf P's der Agenda 2030 beizutragen: Planet, People, Prosperity, Peace and Partnership - Planet, Menschen, Prosperität, Frieden und Partnerschaft.
"Die deutsche Bahá'í-Gemeinde sieht dem Vorhaben dieser Partnerschaft erwartungsvoll entgegen. Der gemeinsame Blick aller Religionen auf die nachhaltige Entwicklung der ganzen Menschheit bietet neue Chancen der Begegnung und des Dialogs zwischen den Religionen.  Die Konferenz hat allerdings auch kritische Fragen darüber aufgeworfen, wer welche Religion vertritt und wie mit der großen Spannweite zwischen moderaten  und extremistischen Auslegungen umzugehen sein wird ", so Prof. Ingo Hofmann, der für die Bahá'í-Gemeinde in Deutschland an der Konferenz teilnahm. Der Beitrag der Baha‘i in der Dokumentation wurde von Bani Dugal, Hoda Mahmoudi und Ulrich Gollmer erstellt. "Im Mittelpunkt des Beitrags steht dabei die Lehre Baha'u'llahs, wonach sich der Mensch in einer organischen Einheit mit der Welt befindet und sein inneres Leben die ihn umgebende Welt gestaltet" erklärt Hofmann weiterhin.
Unter den Rednern waren u.a. die jemenitische Friedensnobelpreisträgerin Tawakkol Karman, der frühere Direktor des UN Umweltprogramms, Klaus Töpfer, und Olaf Fykse Tveit, Generalsekretär des World Council of Churches.]]>
Mon, 22 Feb 2016 13:59:00 +0100
Appell an Iran - UN Kinderrechtsausschuss fordert besseren Schutz für Bahá’í-Kinder http://www.bahai.de//artikel/datum/2016/02/21/appell-an-iran-un-kinderrechtsausschuss-fordert-besseren-schutz-fuer-bahai-kinder.html In einem Bericht von Anfang Februar äußerte das 18-köpfige Gremium unabhängiger Experten seine... Bericht forderte der Ausschuss den Iran eindringlich auf, es zu unterlassen, Baha’i-Kinder in Schulen zu identifizieren, sie einzuschüchtern und von Schulen zu verweisen. Der Ausschuss sei besonders betroffen über „die Belästigungen, Einschüchterungen und Inhaftierungen von Angehörigen des Bahá’í-Glaubens, einschließlich ihrer Kinder, allein wegen ihrer Religionszugehörigkeit.” Unter anderem richtete der Ausschuss in seinem Bericht sein Augenmerk auf die Praxis des Iran, Kinder zusammen mit ihren Müttern zu inhaftieren und fügte hinzu, dass „Berichten zufolge, einige der Kinder aufgrund der schlechten Lebensumstände, denen sie im Gefängnis ausgesetzt sind, Gesundheitsprobleme entwickelt haben.“ „Die Baha’i-Gemeinde in Deutschland begrüßt diese Stellungnahme und hofft, dass dadurch eine verstärkte Aufmerksamkeit und Öffentlichkeit den Kindern der Baha’i und anderen betroffenen Minderheiten zu Gute kommt“, so Hofmann. Der vollständige Bericht der Baha’i International Community (BIC) kann hier nachgelesen werden.]]> Sun, 21 Feb 2016 18:49:00 +0100 Hochrangiger muslimischer Geistlicher im Iran ruft sein Land zu mehr Gerechtigkeit auf http://www.bahai.de//artikel/datum/2016/01/02/hochrangiger-muslimischer-geistlicher-im-iran-ruft-sein-land-zu-mehr-gerechtigkeit-auf.html Seit Jahren ist der iranische Geistliche Ayatollah Abdol-Hamid Masoumi-Tehrani bekannt für seine... Der als Kalligraph bekannte Geistliche rief im April 2014  dazu auf, „alle Menschen wertzuschätzen, friedlich miteinander zu leben, zusammenzuarbeiten und sich gegenseitig zu unterstützen, Hass zu vermeiden genauso wie Feindschaft und religiöse Vorurteile.“ Er glaubt allerdings nicht, dass dieses ohne eine Verfassungsänderung einhergehen kann. Es überrascht daher nicht, dass der Klerus und viele iranische Regierungsbeamte ihn als Dissidenten betrachten. Wiederholt wurde er wegen seiner Aktivitäten inhaftiert. Die unrechtmäßige Inhaftierung von zahlreichen iranischen Baha‘i im vergangene November nahm der angesehene Ayatollah zum Anlass, um auf seiner Webseite in einem Artikel (hier auf Persisch zu lesen) seine Landsleute dazu aufzurufen, den Standard der Gerechtigkeit und der Würde aller Menschen im Iran hoch zu halten. Neben dem Artikel veröffentlichte Masoumi-Tehrani eine künstlerisch-kalligraphische Verzierung einer Baha’i-Schrift. Das Zitat aus den sogenannten „Verborgenen Worten“ des Religionsstifters Bahá’u’lláh, bezieht sich auf die unverzagte Reaktion der iranischen Bahá’í-Gemeinde auf die fortwährende und systematische Verfolgung. Ayatollah Tehrani veröffentlichte auf seiner Facebook Seite auch einen Beitrag (hier auf Englisch), in dem er die "fortschrittlichen Menschen“ im Iran auffordert, das Thema Menschenrechte für alle Iraner, unabhängig ihrer Religion, ihres Geschlechts, ihrer Rasse oder Ethnie, voranzutreiben.

"Nationale Identität und nicht religiöse Unterschiede sollte als das verbindende Moment aller Bürger dieses Landes angesehen werden. Unterschiede zu vergrößern, statt Gemeinsamkeiten zu betonen führt zu nichts als Unterdrückung und Korruption“, heißt es in dem Beitrag weiter.

Ayatollah Tehrani und eine wachsende Anzahl iranischer Intellektueller und Künstler innerhalb wie außerhalb des Iran erheben ihre Stimme, um eine Kultur der Gerechtigkeit und des friedlichen Miteinanders zu fördern und sich für die Baha‘i und andere unterdrückte Gruppen im Iran einzusetzen.
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Sat, 02 Jan 2016 22:45:00 +0100
UN-Resolution hat anhaltende Menschenrechts- verleztungen im Iran im Fokus http://www.bahai.de//artikel/datum/2016/01/02/anhaltende-menschenrechtsverletzungen-im-iran-stehen-bei-un-abstimmung-im-mittelpunkt.html Die UN äußerte im Dezember 2015 ihre „tiefe Sorge“ über fortwährende Menschenrechtsverletzungen im... Die Resolution äußert unter anderem “tiefe Sorge” über “anhaltende schwere Einschränkungen und Beschneidungen der Meinungs- und Gewissensfreiheit und Religions- und Glaubensfreiheit“.
Sie fordert die Regierung außerdem nachdrücklich auf, die sieben in Haft befindlichen Bahá’í-Führungsmitglieder frei zu lassen und alle Formen der Diskriminierung in Gesetz und Praxis zu unterlassen, darunter das Schließen von Geschäften und andere Menschenrechtsverletzungen gegen anerkannte und nicht anerkannte religiöse Minderheiten.“

"Wir begrüßen diese Resolution”, sagte Bani Dugal, Sprecherin der Internationalen Bahá‘í-Gemeinde bei den Vereinten Nationen. „Sie zeigt, dass die internationale Gemeinschaft sich weiterhin der andauernden, fortdauernde Verletzung der Bürgerrechte im Iran bewusst und davon betroffen ist – trotz der gegenteiligen Behauptungen der iranischen Regierung und ihrer Versprechen, die Menschenrechtssituation zu bessern“, so Dugal.

Die Resolution wurde von Kanada eingebracht und von weiteren 44 Ländern, darunter Deutschland, unterstützt. Sie erfolgte nach Berichten über Menschenrechte Im Iran von Ahmed Shaheed, dem Sonderberichterstatter für Menschenrechte im Iran und dem UN-Generalsekretär Ban Ki-moon, welche beide zahlreiche Beispiele für die fortwährenden Verletzungen des internationalen Menschenrechtsgesetzes im Iran aufzählten.

Im November 2015 waren Baha’i Ziel einer anhaltenden Welle von Geschäftsschließungen in einer Reihe von Städten. Iranische Beamte verhafteten 20 Baha’i in den Städten Teheran, Isfahan und Mashhad und schlossen 28 von Baha‘i geführte Geschäfte in Qá‘ím Shahr, Rafsanján und Kirmán, die aufgrund von zwei Baha’i-Feiertagen geschlossen waren.  Neben laufenden öffentlichen Hasskampagnen, Verweigerung des Rechts auf Bildung, Schändung von Baha'i-Friedhöfen, Inhaftierungen und Razzien und Straflosigkeit für Gewalttaten gegen Baha'i wird nun staatlicherseits gezielter wirtschaftlicher Druck auf die Baha'i im Iran eingesetzt.

Seit mehr als sieben Jahren befinden sich die sieben Mitglieder des ehemaligen Führungsgremiums der Baha’i im Iran in Haft. Das Urteil zu jeweils 10 Jahren stützt sich auf haltlose Anschuldigungen und ist bis heute nicht schriftlich bestätigt worden. Derzeit befinden sich insgesamt 74 Baha’i allein aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit in Haft. 

 

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Sat, 02 Jan 2016 22:35:00 +0100