Bahá'í Deutschland http://www.bahai.de/ Neuigkeitende Bahá'í Deutschland http://www.bahai.de/typo3conf/ext/tt_news/ext_icon.gif http://www.bahai.de/ 1816NeuigkeitenTYPO3 - get.content.righthttp://blogs.law.harvard.edu/tech/rssThu, 13 Jun 2013 13:08:00 +0200 Bahá'í bei Nachlese zur Kommission für Frauenrechte der UN http://www.bahai.de//artikel/datum/2013/06/13/bahai-bei-nachlese-zur-un-frauenrechtskommission.html Am 5. Juni fand in Berlin eine Nachlese zur Vorstellung eines in den Vereinten Nationen in New York... Stellungnahme der Bahá’í International Community zur diesjährigen Frauenrechtskommissionssitzung in New York. „Moralische Kompetenzen, wenn sie mit den Idealen der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte im Einklang stehen und darauf abzielen, die geistige, soziale und intellektuelle Entwicklung aller Menschen voranzubringen, sind ein Schlüsselfaktor auf dem Weg in eine gewaltfreie Gesellschaft“, heißt es darin. „Auf der ganzen Welt haben traditionell die Religionen zur Entwicklung der Werte einer Gemeinschaft beigetragen. Viele Stimmen, die sich im Namen der Religion erheben, bilden heute jedoch die größten Barrieren, Ausbeutung von und Gewalt gegen Frauen zu beseitigen.“ Die Bahá'í wollen hier ein Beispiel geben und zeigen, dass Religion eine starke Kraft für den Fortschritt von Frauen und Mädchen sein kann, so Svea-Patricia Kammer. Das Programm der Nachlesekonferenz, das von Karin Nordmeyer vom Deutschen Komitee für UN Women eingeleitet und moderiert wurde, bestand in der Vorstellung der agreed conclusions der UN-Frauenrechtskommission sowie der Analyse der Umsetzung besonders aus deutscher Sicht. Als gutes Beispiel in Deutschland für die Umsetzung gilt das bundesweite Hilfetelefon bei Gewalt gegen Frauen: 08000 116 016. Es ist seit März rund um die Uhr erreichbar und wird bereits gut angenommen. Es hieß, schon jetzt würden durchschnittlich zweiundzwanzig Anrufe pro Tag gezählt. Im Anschluss an die Hauptrednerinnen, zu denen unter anderem Mitglieder des Deutschen Bundestages sowie des Deutschen Frauenrates zählten, stellten die verschiedenen Nicht-Regierungsorganisationen ihre Pläne zur Umsetzung der agreed conclusions vor. Ruth Grünbaum vom Bahá’í Frauen Forum berichtete über gemeinwohlorientierte Beiträge der Bahá’í, nannte deutsche Projekte wie Peoples’ Theater und Kurse für jung und alt in den Gemeinden. Dabei ginge es darum, für die Gleichstellung von Mann und Frau zu sensibilisieren, veraltete Leitbilder hinter sich zulassen sowie ein Klima des gemeinsamen Lernens für Mann und Frau zu entfalten.]]> Thu, 13 Jun 2013 13:08:00 +0200 Tobias Utter MdL wird Pate von Behrouz Tavakkoli http://www.bahai.de//artikel/datum/2013/05/30/tobias-utter-mdl-wird-pate-von-behrouz-tavakkoli.html Mit der Übernahme der Patenschaft für das Mitglied der inhaftierten Bahá’í-Führung Behrouz...

„Ich sehe es als meine christliche und demokratische Pflicht an, mich überall für die Menschenrechte einzusetzen. Das Recht auf freie Religionsausübung ist ein Grundrecht, das natürlich auch für religiöse Minderheiten gilt“, so Utter, der auch Vorsitzender des Synodal-Vorstandes des Evangelischen Dekanats Wetterau und Mitglied der Kirchensynode ist. „Angehörige der Bahá'í-Gemeinde aus meinem Wahlkreis haben mich schon mehrfach über die schreckliche Verfolgung ihrer Glaubensgeschwister im Iran informiert. Obwohl oder gerade weil sich diese Glaubensgemeinschaft immer für Frieden und Aussöhnung zwischen den Religionen und Staaten einsetzt, ist sie den Machthabern ein Dorn im Auge.“ Utter ist zudem besorgt über die zunehmende Radikalisierung des iranischen Regimes. Er fordert die internationale Gemeinschaft auf, „bei allen Gesprächen auf die unhaltbare Situation der Bahá'í-Gemeinde im Iran aufmerksam zu machen." Im Rahmen des IGFM-Patenschaftsprogramms engagieren sich prominente Politiker für politische Gefangene im Iran. IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin betont: „Behrouz Tavakkoli ist leider nur ein Fall unter vielen, die aufgrund ihrer religiösen Überzeugungen in Haft sitzen. Viele von ihnen werden unter unmenschlichen Bedingungen gehalten – nicht selten schlimmer als Tiere. Massive physische und psychische Gewalt ist in iranischen Gefängnissen an der Tagesordnung. Eine politische Patenschaft wie sie Tobias Utter übernommen hat, gibt den vom Regime Verfolgten internationale Aufmerksamkeit und damit Schutz“. Bisher unterstützen u.a. der ehemalige Präsident des Europäischen Parlaments, Prof. Dr. Hans-Gert Pöttering, die Bundesministerin Familie, Senioren, Frauen und Jugend Dr. Kristina Schröder, oder auch der CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe das Programm der IGFM.

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Iran Thu, 30 May 2013 13:45:00 +0200
Bahá’í-Gemeinde Deutschland mit neuem Leitungsgremium http://www.bahai.de//artikel/datum/2013/05/27/bahai-gemeinde-deutschland-mit-neuem-leitungsgremium-2.html Am vergangenen Wochenende wählte die Abgeordnetenversammlung der Bahá'í-Gemeinde Deutschland in der... Mon, 27 May 2013 14:33:00 +0200 Kampagne "5 Jahre ... zu viel" kommt in Schwung http://www.bahai.de//artikel/datum/2013/05/13/kampagne-5-jahre-zu-viel-kommt-in-schwung.html Rund um den Erdball fordern Menschen die Freilassung von sieben Mitgliedern der iranischen... Videobeitrag. Zuvor hatten sich der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Markus Löning, sowie die menschenrechtspolitische Sprecherin der CDU/CDU-Bundestagsfraktion, Erika Steinbach, zu Wort gemeldet. „Seit Beginn der zehntägigen Kampagne nehmen wir eine überwältigende Anteilnahme von Bürgerinnen und Bürgern wie auch von Personen des öffentlichen Lebens wahr”, sagte Bani Dugal, Sprecherin der Internationalen Bahá’í-Gemeinde bei den Vereinten Nationen in New York. Viele erkennen in dem Leid dieser Menschen Hunderte andere, ähnlich gelagerte Fälle politischer Gefangenschaft im Iran. So forderte auch Australiens Außenminister Senator Bob Carr (Webseite) die sofortige Freilassung der Bahá’í, die im Mai 2008 festgenommen und im August 2010 zu 20 Jahren Haft verurteilt wurden. Der ehemalige Außenminister Kanadas, Lloyd Axworthy (Webseite), nannte in einem Zeitungsbeitrag die Behandlung der Bahá’í-Minderheit im Iran den „Lackmus-Test“ für die weiteren Absichten des Iran auf der weltweiten Bühne. Eine Installation des bekannten brasilianischen Künstlers Siron Franco (Video) am Strand von Rio de Janeiro zeigte ein riesiges Bild. Es sollte das menschliche Bedürfnis nach Freiheit zum Ausdruck bringen. Dass “Menschen frei wie die Vögel” sein sollten, wie der Künstler sagte. In London befasste sich ein juristisches Seminar der Law Society von England und Wales (Webseite) mit der illegalen Inhaftierung der Bahá’í im Mai 2008. Zu den Rednern gehörte auch Dr. Ahmed Shaheed, der UN-Sonderberichterstatter über die Menschenrechtslage im Iran ist. Bei einem Forum in Washington DC am 6. Mai nannte Thomas O. Melia (Video) vom US-Innenministerium die illegale Inhaftierung der sieben Bahá’í „symbolisch“ für die Verfolgung der Bahá’í in ganz Iran und erkannte darin eine „Mahnung“, die Situation anderer religiöser Minderheiten im Blick zu haben, die von der iranischen Regierung derzeit ebenfalls verfolgt werden. „Diese Regierung hindert auch die Sunniten an ihren Gottesdiensten, prügelt Sufis und nimmt Zoroastrier nur deshalb fest, weil sie Zoroastrier sind“, so Melia. „Diese Regierung führt Razzien in freikirchlichen Hauskirchen durch und verhaftet Christen für ihre Aktivitäten. Die Regierung diskriminiert auch Juden stark und beschlagnahmt den Besitz verschiedener religiöser Gemeinschaften.“ Sechs der sieben Bahá’í-Führungsmitglieder waren am frühen Morgen des 14. Mai 2008 bei einer Razzia in Teheran festgenommen worden, die siebte Person wurde bereits zwei Monate früher, am 5. März 2008, festgenommen. Nach ihrer Festnahme waren die sieben Bahá’í – Fariba Kamalabadi, Jamaloddin Khanjani, Afif Naeimi, Saeid Rezaie, Mahvash Sabet, Behrouz Tavakkoli und Vahid Tizfahm – einem unfairen Gerichtsverfahren ausgesetzt. Im August 2010 wurden sie schließlich zu je 20 Jahren Haft verurteilt. Das ist die längste Haftstrafe, zu der politische Gefangene im Iran je verurteilt wurden. Die Kampagne läuft noch bis zum 15. Mai. ]]> Mon, 13 May 2013 18:50:00 +0200 Bundesregierung fordert von Teheran Freilassung iranischer Bahá'i http://www.bahai.de//artikel/datum/2013/05/10/menschenrechtsbeauftragter-fordert-von-teheran-freilassung-iranischer-bahai.html Anlässlich des bevorstehenden fünften Jahrestages der Inhaftierung der sieben Führungsmitglieder...
"Ich fordere die iranische Justiz auf, die unrechtmäßigen Urteile sofort aufzuheben. Die sieben Bahá’i und alle anderen aufgrund ihrer religiösen Gesinnung Inhaftierten müssen unverzüglich freigelassen werden", so Löning weiter. "Die Verfolgung der Bahá’i und anderer religiöser Minderheiten verstößt gegen das Recht auf Religionsfreiheit. Iran hat sich zu dessen Einhaltung mit der Unterzeichnung des Internationalen Paktes über bürgerliche und politische Rechte verpflichtet. Daran muss sich der Iran nun auch halten."]]>
Fri, 10 May 2013 10:56:00 +0200
USA: Bahá’í sind im Iran besonders schweren Verfolgungen ausgesetzt http://www.bahai.de//artikel/datum/2013/05/09/usa-bahai-sind-im-iran-besonders-schweren-verfolgungen-ausgesetzt.html In ihrem am Dienstag vorgelegten Jahresbericht legt die US-Kommission für Internationale... Der diesjährige Bericht enthält fast zwei Seiten über die Situation der Bahá’í im Iran. „Die Bahá’í-Gemeinde ist seit Langem besonders schwerwiegernden Verletzungen ihrer religiösen Rechte ausgesetzt”, heißt es in dem Bericht. "Die iranische Behörden betrachten die Bahá’í, deren Anzahl sich auf mindestens 300.000 beläuft, als ‘Abtrünnige’ an und unterdrückt sie wegen des ‘Abfalls vom Islam’ und anderen unbegründeten Vorwürfen.”  In dem Bericht heißt es auch, dass die iranische Regierung seit 1979 für den Tod von mehr als 200 Bahá’í verantwortlich ist und mehr als 10.000 im öffentlichen Dienst und an Universitäten Beschäftigte entlassen hat. "Bahá’í dürfen keine Gotteshäuser, Schulen oder irgendwelche anderen unabhängigen religiösen Vereinigungen gründen“, heißt es in dem Bericht. „Bahá’í-Friedhöfe, heilige Stätte und Gemeindebesitz werden oftmals konfisziert oder entweiht und viele wichtige religiöse Stätten wurden bereits zerstört. Die Bahá’í-Gemeinde ist schwerwiegendem wirtschaftlichem Druck ausgesetzt, darunter der Verweigerung von Anstellungen im öffentlichen und privaten Sektor und von der Herausgabe von Geschäftslizenzen.“
Der Bericht beschreibt, wie die Bahá’í seit den letzten zwei Jahren „zunehmend schlechterer Behandlung ausgesetzt sind, darunter Verhaftungen und Festnahmen sowie gewaltsamer Übergriffe gegen Privathäuser und Privatbesitz." Seit 2005 wurden mehr als 650 Bahá’í willkürlich verhaftet und mit Stand Februar 2013 sind mindestens 110 Bahá’í im Gefängnis, doppelt so viele wie Anfang 2011. „Iranische Beamte haben in den letzten Jahren große Anstrengungen unternommen, Informationen über die Bahá’í zu sammeln und ihre Aktivitäten zu überwachen“, so der Bericht. „Während des Berichtszeitraums wurden quer durch das Land Dutzende von Bahá’í verhaftet, so in Teheran, Babolsar, Karaj, Nazarabad, Shahrekord, Semnan, Maschhad, Bandar Abbas, Schiras und Ghaemshahr. In den meisten Fällen erschienen Geheimdienstmitarbeiter bei ihnen zu Hause, durchsuchten die Räume, konfiszierten PCs, Bücher und andere Materialien und nahmen sie dann fest. In den meisten Fällen erfolgte keine formale Anklage.“ Der Bericht erwähnt auch die Situation der sieben inhaftierten Bahá’í-Führungsmitglieder Fariba Kamalabadi, Jamaloddin Khanjani, Afif Naemi, Saeid Rezaie, Mahvash Sabet, Behrouz Tavakkoli und Vahid Tizfahm, die seit 2008 aufgrund zweifelhafter Anklagen in Haft sind. „Im August 2010 wurden die sieben Bahá’í zu 20 Jahren Haft verurteilt. Die beiden Frauen befinden sich im Evin-Gefängnis, während die fünf Männer unter entsetzlichen Haftbedingungen in dem berüchtigten Gohardasht-Gefängnis außerhalb von Teheran einsitzen. Die Anwälte der Bahá’í, darunter Nobelpreisträgerin Shirin Ebadi, haben extreme eingeschränkten Zugang zu ihren Mandanten und den Gerichtsverfahren”, so der Bericht.]]>
Iran Thu, 09 May 2013 10:27:00 +0200
Am Samstag gibt es in Berlin und Nürnberg Kundgebungen für Bahá'í im Iran http://www.bahai.de//artikel/datum/2013/05/07/am-samstag-gibt-es-in-berlin-und-nuernberg-kundgebungen-fuer-bahai-im-iran.html Die Bahá’í-Gemeinde Deutschland beteiligt sich am Samstag, 11. Mai 2013, in Berlin und Nürnberg an... Kampagne, die zwischen dem 5. und 15. Mai 2013 von der Internationalen Bahá’í-Gemeinde durchgeführt wird und bereits in London, Paris, Washington, Rio de Janeiro und Neu-Delhi zu öffentlichen Kundgebungen führte (vgl. ). Die Bahá’í sind die größte nicht-muslimische religiöse Minderheit in der Islamischen Republik Iran. Doch werden sie nicht als Religion anerkannt. Seit jeher bekämpft die schiitische Geistlichkeit gemeinsam mit der iranischen Regierung die Bahá'í als Ketzer und Apostaten. Da der Stifter der Bahá'í-Religion, Bahá’u’lláh (1817-1892), im heutigen Israel begraben liegt, gelten sie als „Zionisten“ und „Spione Israels“. Ihre friedliche und weltoffene Religion, die sie dazu ermutigt, einen Beitrag für das gesellschaftliche Wohlergehen zu leisten, macht die Bahá’í in den Augen der iranischen Regierung zur staatsgefährdenden Gruppe. In Deutschland hat die Bahá’í-Gemeinde seit 2013 einen Status als Körperschaft des öffentlichen Rechts.]]> Iran Tue, 07 May 2013 18:04:00 +0200 Neuer Film gibt Einblicke in die Nachbarschaftsarbeit der Bahá’í http://www.bahai.de//artikel/datum/2013/05/07/neuer-film-gibt-einblicke-in-die-nachbarschaftsarbeit-der-bahai.html Die Internationale Bahá’í-Gemeinde veröffentlicht im Internet einen Dokumentarfilm über Aktivitäten... Frontiers of Learning (dt.: Horizonte des Lernens) und beschreibt Prozesse der Gemeinschaftsentwicklung in Tausenden von Orten anhand von vier Fallstudien: im nördlichen Teil der Region Bolivar in Kolumbien, in der Stadt Lubumbashi in der Demokratischen Republik Kongo, im kanadischen Toronto und in der indischen Stadt Bihar Sharif und Umgebung. Unter anderem zeigt der Film, der zum ersten Mal auf einer Sonderseite der Internationalen Bahá'í-Gemeinde veröffentlicht wurde, das Engagement von Jugendlichen in Toronto und Bolivar, die ihre Energie für den Dienst an ihren Mitmenschen einsetzen und Verantwortung für die Erziehung der nächsten Generation übernehmen. Aus Lubumbashi im Kongo wird gezeigt, wie Bahá’í-Initiativen zur Gemeinschaftsbildung es Frauen ermöglicht, eine vitale Rolle in ihrer Umgebung einzunehmen. Bildungsaktivitäten der Bahá’í in Bihar Sharif helfen den Teilnehmern, ihre tief verwurzelten Vorurteile über das Kastenwesen und die Geschlechterdiskriminierung in Indien abzulegen. Frontiers of Learning wurde bei der elften Internationalen Bahá’í-Tagung Anfang letzter Woche erstmals aufgeführt. Wir zeigen hier den Film in voller Länge. ]]> Tue, 07 May 2013 09:18:00 +0200 Kampagne für die sieben Bahá’í im Iran startet http://www.bahai.de//artikel/datum/2013/05/06/kampagne-fuer-die-sieben-bahai-im-iran-startet.html Die Internationale Bahá’í-Gemeinde startete am 5. Mai eine Kampagne, mit der sie die sofortige... Bahá’í World News Service. „Wir rufen Menschen guten Willens in aller Welt dazu auf, ihre Stimme zu erheben, in dem Bestreben, ihre Freiheit und die Freiheit anderer im Iran unschuldig Inhaftierter aus Gewissensgründen zu erreichen“, so Dugal. Bahá'í vor dem Brandenburger Tor Die Kampagne mit dem Titel „Fünf Jahre zu viel“ dauert vom 5. bis zum 15. Mai. Rund um die Welt bereiten sich derzeit Bahá’í-Gemeinden und andere Einrichtungen darauf vor, in öffentlichen Veranstaltungen über das Leid der sieben Bahá’í zu informieren, die fünfzehn weitere Jahre in Haft verbringen sollen. Ihre zwanzigjährige Haft ist die derzeit längste Strafe, die politische Gefangene im Iran verbüßen. Die Bahá’í-Gemeinde Deutschland veranstaltet am Samstag, dem 11. Mai, vor dem Brandenburger Tor in Berlin einen Aktionsnachmittag. Auf dem Platz des 18. März gibt es ab 17 Uhr ein Programm mit Reden und künstlerischen Beiträgen. „Direkt auf dem Platz verlief einst die Berliner Mauer. Dies ist ein idealer Ort, ist doch die Mauer Zeichen der Trennung und der zwangsweisen Isolierung von Menschen, so wie es auch das berüchtigte Teheraner Evin-Gefängnis ist“, heißt es in der Ankündigung. "Vollständige Unterdrückung" „Die Verhaftung der sieben Bahá’í-Führungsmitglieder unter falschen Anklagen, ihre illegale Inhaftierung und die schlimmen Misshandlungen während der Untersuchungshaft zeigen stellvertretend das Leid der iranischen Bahá’í-Gemeinde als Ganzen – und auch Hunderter anderer unschuldiger politischer Gefangener, die für ihre Überzeugung in Haft sind.“ Ihre langen Haftstrafen spiegelten die Entschlossenheit der Regierung wider, die iranische Bahá’í-Gemeinde – die größte religiöse Minderheit des Landes- vollständig zu unterdrücken, sagte Bani Dugal. Sechs der sieben Bahá’í wurden am frühen Morgen des 14. Mai 2008 in einer Razzia verhaftet. Das siebte Mitglied des informellen Bahá’í-Koordinierungsgremiums der 1983 offiziell verbotenen iranischen Bahá’í-Gemeinde war bereits zwei Monate zuvor, am 5. März 2008, festgenommen worden. Den sieben Personen - Fariba Kamalabadi, Jamaloddin Khanjani, Afif Naeimi, Saeid Rezaie, Mahvash Sabet, Behrouz Tavakkoli und Vahid Tizfahm – wurde anschließend ein völlig unrechtmäßiger Prozess gemacht. So wurde während ihres ersten Jahres in Haft gegen die sieben Bahá’í keinerlei schriftliche Anklage erhoben. Auch hatten sie keinen Zugang zu einem Rechtsbeistand. Ihre Gerichtsverhandlung dauerte 2010 monatelang und gipfelte in einem nur sechstägigen Prozess, bei dem die Öffentlichkeit ausgeschlossen wurde. Die Verhandlungen zeigten nach allem, was bekannt wurde, die extreme Voreingenommenheit der Staatsanwaltschaft und Richter auf und basierten auf nicht vorhandene Beweise. Schlimme Haftbedingungen Heute erleiden die sieben Bahá’í schlimme Haftbedingungen in zwei der berüchtigtsten iranischen Gefängnisse. Die fünf Männer sind im Gohardasht Gefängnis in Karaj eingesperrt, das für seine Überfülltheit, seinen Mangel an sanitären Anlagen und ein kriminelles Umfeld bekannt ist. Die beiden Frauen sind weiterhin in dem berüchtigte Evin-Gefängnis in Teheran gefangen. Die Internationale Bahá’í-Gemeinde hat auf ihrer Webseite eine Rubrik über die Kampagne eingerichtet. Dort werden Artikel und Dokumente über das Leben und die Situation der sieben Bahá’í-Führungsmitglieder veröffentlicht. Ein Blog berichtet in englischer Sprache über die einzelnen Aktivitäten und Veranstaltungen der Kampagne. ]]> Iran Mon, 06 May 2013 14:06:00 +0200 Bahá’í haben Universales Haus der Gerechtigkeit neu gewählt http://www.bahai.de//artikel/datum/2013/04/30/bahai-haben-universales-haus-der-gerechtigkeit-neu-gewaehlt.html Paul Lample, Firaydoun Javaheri, Payman Mohajer, Gustavo Correa, Shahriar Razavi, Stephen Birkland,...

HAIFA, Israel, 30. April 2013 – Die Wahl fand im 50. Jahr nach der ersten Wahl zum Universalen Haus der Gerechtigkeit im Jahr 1963 statt. Die Delegierten waren Mitglieder nationaler Gremien der Bahá’í aus der ganzen Welt. Sie wurden ihrerseits durch Wahl in ihrem jeweiligen Land bestimmt. Etwa 400 Abgeordnete, die nicht persönlich an der Wahl teilnehmen konnten, stimmten per Briefwahl ab. An die abwesenden iranischen Bahá’í, die starker Verfolgung ausgesetzt sind und keinen Nationalen Geistigen Rat wählen dürfen, wurde mit einen Strauß Rosen erinnert.

Die oberste Körperschaft der weltweiten Bahá’í-Gemeinde wurde von Bahá'u'lláh in Seinen Schriften damit betraut, einen positive Einfluss auf das Wohlergehen der Menschheit auszuüben, Bildung, Frieden und weltweiten Wohlstand zu fördern, die Ehre des Menschen und den Rang der Religion zu schützen. Es ist dafür verantwortlich, die Bahá’í-Lehren auf die Herausforderungen einer sich ständig entwickelnden Menschheit anzuwenden und Dinge gesetzlich zu regeln, die in den heiligen Texten des Glaubens nicht ausdrücklich festgelegt wurden. Die Lehren Bahá'u'lláhs legen damit die Grundstruktur einer Gemeindeordnung fest, die heute von den Bahá'í auf der ganzen Welt praktiziert wird. Sie verkörpert ein neues Gesellschaftsmodell, in dem Einzelne keine Machtpositionen einnehmen. Alle die Gemeinde betreffenden Angelegenheiten werden in gewählten Gremien beraten und mehrheitlich entschieden.
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Tue, 30 Apr 2013 18:44:00 +0200