<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?>
<rss version="2.0" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/">
	<channel>
		
		<title>Bahai.de - Presse</title>
		<link>http://www.bahai.de/</link>
		<description>Offizielle Nachrichten der Bahá'í-Gemeinde Deutschland</description>
		<language>de</language>
		<image>
			<title>Bahai.de - Presse</title>
			<url>http://www.bahai.de/EXT:tt_news/ext_icon.gif</url>
			<link>http://www.bahai.de/</link>
			<width></width>
			<height></height>
			<description>Offizielle Nachrichten der Bahá'í-Gemeinde Deutschland</description>
		</image>
		<generator>TYPO3 - get.content.right</generator>
		<docs>http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss</docs>
		
		
		
		<lastBuildDate>Wed, 01 Feb 2012 13:00:00 +0100</lastBuildDate>
		
		
		<item>
			<title>Erstmals erscheinen Bahá’í-Schriften auf Koreanisch</title>
			<link>http://www.bahai.de/artikel/article/erstmals-erscheinen-bahai-schriften-auf-koreanisch.html?tx_ttnews%5BbackPid%5D=14&#38;cHash=4db8991455</link>
			<description>Erstmals ist es Koreanern möglich, Übersetzungen der Schriften Bahá’u’lláhs in ihrer Sprache und im ganzen Land über Buchhändler und Internet zu erhalten. Der Band, der in seiner deutschen Ausgabe „Ährenlese“ heißt, ist das erste Buch der Bahá’í in koreanischer Sprache. Weitere Schriften folgen.
</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">SEOUL, Südkorea, 1. Februar 2012 – Die „Ährenlese“, die 1961 erstmals auf deutsch veröffentlicht wurde, ist eine repräsentative Auswahl der ursprünglich auf Persisch und Arabisch verfassten Schriften Bahá’u’lláhs, des Stifters der Bahá’í-Religion. Die Auswahl beinhaltet 166 Texte und erfolgte bereits durch Shoghi Effendi, Urenkel Bahá'u'lláhs und bevollmächtigter Interpret Seiner Lehren, im Jahr 1935. </p>
<p class="bodytext">Die Themen betreffen unter anderem den Sinn des Lebens, die Einheit der Religionen und die geistigen Voraussetzungen für Frieden und Zivilisation. Damit bietet die „Ährenlese“ auf begrenztem Raum einen Überblick über die zentralen Lehrgehalte der Bahá'í-Offenbarung.&nbsp;Die koreanische Ausgabe enthält zusätzlich ein Vorwort über die Geschichte und die Lehren der Bahá’í-Religion. Ein umfangreiches Glossar erklärt die Begriffe aus den Heiligen Schriften.</p>
<p class="bodytext">Die Übersetzungsarbeiten begannen 2003 durch eine kleine Gruppe Bahá’í, die sich wöchentlich traf, um einzelne Abschnitte oder Seiten zu besprechen. „Die Übersetzung bestimmter religiöser Begriffe war eine besondere Herausforderung“, sagt So Jeong Park, die an dem Buchprojekt mitwirkte. Um geeignete Begriffe zu finden, zog das Team Wörter aus den verschiedenen religiösen Traditionen Koreas zu Rate, darunter aus dem Buddhismus, Christentum und Islam. Für andere Begriffe mussten neue Übersetzungen gefunden werden. Die erste Fassung wurde 2010 fertig gestellt, danach wurde eine Jahr lang redigiert und korrigiert. </p>
<p class="bodytext">Die Entscheidung, die „Ährenlese“ über Buchläden, Bibliotheken, Universitäten und über das Internet anzubieten, erfolgte nach der Fertigstellung des Manuskriptes im letzten Jahr. Frühere Übersetzungen von Auszügen aus der „Ährenlese“ wurden zwar schon zuvor von einzelnen Bahá’í verwendet, bisher war die Bahá’í-Literatur der koreanischen Öffentlichkeit jedoch nicht zugänglich. <br /><br />Die Veröffentlichung der elektronischen Version wird voraussichtlich eine große Resonanz haben, meint Hee Jin Koo, Mitglied des Veröffentlichungsteams. „Jeder kann sie sich dann auf sein eigenes Gerät herunterladen. Es gibt viele Koreaner, die sie auf diesem Wege mit anderen teilen und dadurch weiterverbreiten.” </p>
<p class="bodytext">Und das ist auch so gewollt: „Der Hauptgrund dafür, Bahá’í-Literatur in unserer Sprache zu verbreiten ist, die ganze Gesellschaft mit dieser neuen Botschaft für die Menschheit zu erreichen”, so Hee Jin Koo.</p>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Wed, 01 Feb 2012 13:00:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Behörden entziehen Bahá’í in Kerman ihre Geschäftslizenzen</title>
			<link>http://www.bahai.de/artikel/article/behoerden-entziehen-bahai-in-kerman-ihre-geschaeftslizenzen.html?tx_ttnews%5BbackPid%5D=14&#38;cHash=cfe46bbdfe</link>
			<description>Die systematische Strategie der iranischen Regierung, die Bahá’í in den wirtschaftlichen Ruin zu treiben, lässt nicht nach. Nach Angaben der Internationalen Bahá’í-Gemeinde begannen die Behörden in der Stadt Kerman im Süden des Iran eine neue Kampagne. Die Behörden weigern sich, Geschäftslizenzen zu verlängern. Auch werden Lizenzen eingezogen, erklärte Bani Dugal, Sprecherin der Internationalen Bahá’í-Gemeinde bei den Vereinten Nationen in New York.</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">New York/Kerman, 26. Januar 2012 – Von dem Entzug der Geschäftslizenzen sind viele Berufszweige betroffen: Computerläden und Reparaturgeschäfte, Immobilienmakler und Edelmetallhändler, aber auch Lebensmittelhändler und Gesundheits- und Kosmetikdienstleister. Sie dürften keine größere Anzahl an Geschäften in der gleichen Straße führen, hieß es aus dem Ordnungsamt der Stadt. „Die Behörde zog sogar Lizenzen von Geschäftspartnern ein, die selbst überhaupt keine Mitglieder der Bahá’í-Gemeinde sind“, sagte Dugal.</p>
<p class="bodytext">Seit der Islamischen Revolution 1979 verloren Tausende Bahá’í ihre Arbeitsplätze und damit ihren Lebensunterhalt. 1993 veröffentlichten die Vereinten Nationen ein Memorandum der iranischen Regierung – unterschrieben vom Obersten Führer des Landes – mit dem Plan, die „Entwicklung der Bahá’í-Gemeinde zu blockieren“. Die Regierung unternimmt große Anstrengungen, um diese Politik umzusetzen, meinte Bani Dugal in New York. „Uns liegen Berichte von mindestens 60 Vorfällen in den letzten fünf Jahren vor, in denen die wirtschaftliche Entwicklung der Bahá’í behindert wurde.“ </p>
<p class="bodytext">Zu den Vorfällen zählen:&nbsp;&nbsp;</p><ul><li><div class="indent"><div class="indent"><p>Zwischen dem 2. und 12. Januar 2012 wurden mehr als 70 Prozent der im Besitz von Bahá’í befindlichen Geschäfte in Sari und Ghaemshahr, Provinz Mazandaran, und eine Reihe von Geschäften in Gorgan und Gonbad, Provinz Golestan, durchsucht. Damit wurden Vorwände geschaffen, um die Bahá’í einzuschüchtern oder zu verhaften. Die Beamten durchsuchten selbst Häuser von Bahá’í, die ihr Geschäft bereits zwei Jahre zuvor aufgegeben hatten und nun von zu Hause arbeiteten.</p></div></div></li><li><div class="indent"><div class="indent"><p>Im Juli 2011 erhielt der Inhaber eines Ladens in Abadan von der Gewerkschaft für den Vertrieb und die Herstellung von Schmuck, Uhren und Brillen die Aufforderung, innerhalb von 24 Stunden seine Geschäftslizenz abzugeben und sein Eigentum zu verkaufen.</p></div></div></li><li><div class="indent"><div class="indent"><p>Im Juni 2011 wurde ein Optikerladen unter dem Vorwand versiegelt, die Lizenz sei an einem neuen Standort übertragen worden. Der Leiter des Ordnungsamts deutete an, er habe seine Anweisung von höherer Stelle erhalten. Der Laden war bereits im Dezember 2004 mit vier weiteren im Besitz von Bahá’í befindlichen Läden in Nazarabad geschlossen worden. Nach einem Rechtsstreit hatte der Besitzer seinen Laden an einem neuen Standort eröffnen können, der nun ebenfalls für illegal erklärt wurde.</p></div></div></li><li><div class="indent"><div class="indent"><p>Nach einer Welle von Brandanschlägen auf Geschäfte von Bahá’í in Rafsanjan erhielten etwa 20 Geschäfts- und Wohnhäuser Drohbriefe mit der Aufforderung, „keinen Kontakt oder Freundschaft mit Muslimen zu pflegen“ und „keine muslimischen Auszubildende einzustellen“.</p></div></div></li><li><div class="indent"><div class="indent"><p>Anfang 2009 verabschiedete der Gewerkschaftsverband ein Gesetz, nach dem kein Bahá’í eine Geschäftslizenz erhalten dürfe. Kurz danach wurden im Besitz von Bahá’í befindliche Geschäfte und Läden versiegelt oder geschlossen.&nbsp;</p></div></div></li><li><div class="indent"><div class="indent"><p>In einem weiteren Fall von wirtschaftlicher Benachteiligung forderte ein kürzlich entlassener Bahá’í seine vom Lohn einbehaltenen Einzahlungen in die Sozialversicherung zurück. Er erhielt die Mitteilung, dass diese Bitte gegenstandslos sei, da der Grund für seine Entlassung seine Mitgliedschaft in der „abweichlerischen Bahá’í-Sekte“ gewesen sei. In dem Schreiben hieß es, dass er und weitere 14 Bahá’í aus dem Grund entlassen worden seien, dass sie erst gar nicht hätten beschäftigt werden dürfen und dass ihre Ansprüche deshalb unberechtigt seien. </p></div></div></li></ul><p class="bodytext">„Nach internationalem Recht hat jede Person das Recht, seinen Arbeitsplatz frei zu wählen und sich seinen Lebensunterhalt zu verdienen, ohne Diskriminierung“, erinnerte Bani Dugal. </p>
<p class="bodytext">„Letzten Monat stimmte die Internationale Staatengemeinschaft bei den Vereinten Nationen mit überwältigender Mehrheit dafür, den Iran für seine anhaltenden und wiederholenden Menschenrechtsverletzungen zu verurteilen. Es ist an der Zeit, dass der Iran einsieht, dass er seine Bürger nicht mehr unterdrücken kann, ohne dass es jemand bemerkt.“</p>]]></content:encoded>
			<category>Iran</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 26 Jan 2012 11:44:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Rumänische Öffentlichkeit klagt Menschenrechte für Bahá’í in Iran ein </title>
			<link>http://www.bahai.de/artikel/article/rumaenische-oeffentlichkeit-klagt-menschenrechte-fuer-bahai-in-iran-ein.html?tx_ttnews%5BbackPid%5D=14&#38;cHash=82d822594f</link>
			<description>Achtundsechzig Personen des öffentlichen Lebens Rumäniens – Intellektuelle, Künstler, Banker, Geschäftsleute und Mediziner – appellieren an die iranische Regierung, die systematische Verfolgung der Bahá’í zu beenden. „Die Bahá’í nehmen nur ihre Rechte gemäß der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte wahr, darunter ihr Recht auf Freiheit und Unversehrtheit der Person, ihr Recht auf Bildung und Arbeit und das Recht auf Religionsausübung …“ Das Schreiben wurde vom rumänischen Regisseur Radu Gabrea zusammen mit Istvan Haller vom rumänischen Nationalrat für die Bekämpfung von Diskriminierung verfasst.</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Bukarest, 25. Januar 2012 – Der Appellbrief hebt insbesondere den Fall der sieben Bahá’í-Führungsmitglieder hervor wie auch die „wiederholten Versuche des Iran, die Entwicklung der Bahá’í-Gemeinde dadurch zu behindern, indem junge Gemeindemitglieder keine Bildungschancen erhalten“. Bemängelt wurde auch „die lange Liste von Misshandlungen und Verletzungen“ der Menschenrechte der iranischen Bahá’í. </p>
<p class="bodytext">Zu den Unterzeichnern zählen die Schauspielerin Maia Morgenstern, bekannt für ihre Rolle als Maria in &quot;Das Leiden Christi”, die Nachrichtensprecherin Andreea Berecleanu, der Schlagzeuger Ovidiu Lipan Tandarica sowie der ehemalige Regierungsminister Ilie Serbanescu. „Wir verstehen nicht, … warum der iranische Staat das Schüren von Hass gegen die Bahá’í im Iran gutheißt, warum er Brandstiftung gegen ihre Geschäfte und weitere Formen von Gewalt zulässt, die darauf abzielen, sie aus Dörfern und Städten zu vertreiben …“, heißt es in dem offenen Brief. „Wir verstehen nicht, warum sie beim Bestatten ihrer Verstorbenen schikaniert werden, warum Bahá’í-Friedhöfe entweiht werden, Geschäftsleuten ihre Lizenzen und ihr Eigentum beschlagnahmt und den Bahá’í Arbeitsstellen und Renten vorenthalten werden.“ <br /><br />Della Marcus, Sprecherin der rumänischen Bahá’í-Gemeinde, sagte, dass sich zum ersten Mal eine solch große Zahl von bekannten Rumänen für die Bahá’í im Iran ausgesprochen habe. „Wir beten, dass diese Petition dazu beitragen wird, der iranischen Regierung klar zu machen, dass es auf der ganzen Welt viele Menschen gibt, die die staatlich geförderte Verfolgung der Bahá’í nicht akzeptieren“, kommentierte die Sprecherin den offenen Brief. </p>
<p class="bodytext">Durch das Bekenntnis Königin Marias von Rumänien (1875-1938) zu den Lehren Bahá’u’lláhs ist die Bahá’í-Religion auf besondere Weise mit Rumänien verbunden.</p>]]></content:encoded>
			<category>Iran</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 25 Jan 2012 10:16:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Slowakisches Parlament fordert Ende der Verfolgungen in Iran</title>
			<link>http://www.bahai.de/artikel/article/slowakisches-parlament-fordert-ende-der-verfolgungen-in-iran.html?tx_ttnews%5BbackPid%5D=14&#38;cHash=10754feca5</link>
			<description>Die Verfolgung der Bahá’í in der Islamischen Republik Iran hat sich zu einer „institutionalisierten und unverhohlenen Verfolgungspolitik“ ausgeweitet. Hass gegen Andersgläubige anzustiften, sei „abscheulich“, die Bemühungen des iranischen Regimes, die Bahá’í zu verfolgen, „erschreckend“. Der Auswärtige Ausschuss des slowakischen Parlaments forderte am 19. Januar in Bratislava die Beendigung der Zerschlagung der iranischen Bahá’í-Gemeinde.</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Bratislava, Slowakische Republik, 20. Januar 2012 – Der Ausschuss verabschiedete in seiner gestrigen Sitzung im Nationalrat der Slowakischen Republik hierzu eine Resolution. Sie ist gerichtet an die iranische Regierung und wird Präsident Ahmadinedschad zugestellt. Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses, Dr. Frantisek Sebej, sagte: „Auch wenn ich nicht erwarte, dass die iranische Regierung die Verfolgung der Bahá’í beendet, so wird sie es zumindest nicht wagen, noch Schlimmeres zu tun - in der Annahme, dass es niemand merkt und auch keinen interessiert.“ Den Bahá’í müssen ihre umfassenden und gleichberechtigten Menschenrechte zugestanden werden und es muss ihnen erlaubt werden, zum öffentlichen Leben und der Entwicklung den Iran Seite an Seite mit ihren Mitbürgern beizutragen.</p>
<p class="bodytext">„Die Tatsache, dass der Ausschuss die Situation der Bahá’í im Iran für wichtig hält, hat zwei Gründe“, so der Vorsitzende Sebej. „Einerseits müssen sich demokratische Parlamente weltweit damit auseinandersetzen, dass unterdrückten Minderheiten in anderen Teilen der Welt ihre Menschenrechte vorenthalten werden – aus dem einfachen Grund, dass wir zu den Glücklicheren gehören, die in einer freien Welt leben und daher die Pflicht haben, uns um andere zu kümmern.“ Der zweite Grund sei, dass der Bahá’í-Gemeinde mit einer Resolution geholfen werden könne, so Sebej.<br /><br />Die Stellungnahme beschreibt einen „deutlichen Zuwachs des systematischen, von der Regierung unterstützten Programms, die Bahá’í-Gemeinde im Iran zu zerstören“. Die Zerstörung von heiligen Stätten und Friedhöfen der Bahá’í sei ein „scheußlicher Schlag gegen das religiöse Kulturerbe mit bedeutsamem Wert für die Menschheit.“ </p>
<p class="bodytext">Die Parlamentarier fordern die sofortige Freilassung der sieben inhaftierten Bahá’í-Führungsmitglieder sowie der weiteren sieben Bahá’í, die für ihr Engagement im Bahá’í Institute of Higher Education (BIHE) inhaftiert sind. „Auf dem Spiel stehen das Recht auf Leben, auf Freiheit und der Unversehrtheit der Person. Es geht um gewaltsame Angriffe, willkürliche Festnahmen und Inhaftierungen, die Verweigerung von Bildungsmöglichkeiten, Beschlagnahmung und Zerstörung von privatem Gemeindebesitz und das Vorenthalten von Beschäftigung, Renten und anderen Sozialleistungen.“</p>]]></content:encoded>
			<category>Iran</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 20 Jan 2012 15:52:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Noch im Tod werden die Bahá’í verfolgt</title>
			<link>http://www.bahai.de/artikel/article/noch-im-tod-werden-die-bahai-verfolgt.html?tx_ttnews%5BbackPid%5D=14&#38;cHash=d5687280d1</link>
			<description>Seit 2007 sind in über 30 Fällen Bahá’í-Friedhöfe geschändet, zerstört oder in Brand gesetzt worden. Ordnungsgemäße Bahá’í-Bestattungen werden durch iranische Behörden immer wieder gestört oder gänzlich unterbunden. Nun macht die Internationale Bahá’í-Gemeinde auf einen aktuellen Fall in der Stadt Sanandaj aufmerksam. Unter dem derzeitigen Regime in Iran steht Sanandaj jedoch nicht allein.</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Genf, 19. Januar 2012 – Im Jahr 1993 wurde den Bahá’í in der iranischen Stadt Sanandaj ein ein Hektar großes Stück ödes Land seitwärts einer Straße zur Nutzung als Friedhof zugeteilt. Auf dem felsigen Untergrund - nicht gerade ein Grundstück in bester Lage - wächst keine Pflanze. Nach dem ersten Begräbnis im Herbst des Jahres 1993 taten sich daher die Bahá’í zusammen, um das Stück Ödnis zu kultivieren, Steine und Felsen auszugraben und Erde aufzufüllen. </p>
<p class="bodytext">Sie pflanzten und bewässerten von Hand 250 Zypressen und Tannensetzlinge, die das städtische Landwirtschaftsbüro beigesteuert hatte. Sie installierten zudem Strom und bauten einen kleinen Raum, wo die Leichname der Verstorbenen für das Begräbnis vorbereitet werden konnten. </p>
<p class="bodytext">Vor jeder Maßnahme holten die Bahá’í zuerst die entsprechende Erlaubnis ein. Als sie beispielsweise einen Brunnen graben wollten, wandten sie sich zuerst an das zuständige Wasseramt, um Erlaubnis zu erhalten. Als die befristete Erlaubnis ablief, wurde sie ordnungsgemäß verlängert. </p>
<p class="bodytext">Das städtische Umweltamt war von der Verwandlung des Grundstücks beeindruckt. Es schlug den Bahá’í vor, auch das benachbarte öffentliche Grundstück mit Bäumen zu bepflanzen, um damit die Grünfläche zu vergrößern. Nach und nach begannen die vorwiegend sunnitischen Muslime von Sanandaj, diesen Ort als Symbol der friedlichen Anwesenheit der Bahá’í-Gemeinde in ihrer Stadt zu respektieren. </p>
<p class="bodytext">Doch nach achtzehn Jahren scheint sich die Haltung der Behörden geändert zu haben. Mittlerweile fordern sie den Friedhof zurück und berufen sich dabei auf den Anspruch der öffentlichen Hand auf die Liegenschaft. Die Genehmigung zur Beschlagnahmung und die Anweisung, Gebäude und Gräber zu zerstören, werden Ende dieses Monats vor Gericht entschieden. </p>
<p class="bodytext">Dies verspricht nichts Gutes. Schon am 19. Dezember führten Geheimdienstmitarbeiter in zwölf Häusern der Stadt Razzien durch. Bahá’í-Bücher, Schriften und Fotografien wurden beschlagnahmt, ebenso CDs, Audiokassetten, Computer, Mobiltelefone und persönliche Unterlagen.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;„Angesichts der zunehmenden Verfolgung der Bahá’í in Sanandaj, scheint das Schicksal des Friedhofs – auf Anordnung des Geheimdienstministeriums – bereits besiegelt“, meint Diane Ala’i, Sprecherin der Internationalen Bahá’í-Gemeinde bei den Vereinten Nationen in Genf. </p>
<p class="bodytext">In einer Mitteilung vom 17. Januar forderte die <i>Human Rights Organization of Kurdistan<span style="FONT-FAMILY: &quot;Times New Roman&quot;; COLOR: black; FONT-SIZE: 12pt"> </span></i>die Behörde auf, „andere Religionen zu tolerieren und zu akzeptieren”. Die Organisation beschreibt die „neue Welle des Drucks und der Einschränkungen“ gegen die Bahá’í-Gemeinde als „unmenschliches und illegales Vorgehen ..., das den Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte verletzt”. </p>
<p class="bodytext">„Es reicht nicht, nur die Lebenden zu verfolgen. Die iranischen Behörden schrecken nicht einmal davor zurück, selbst die Totenruhe der Verstorbenen zu stören“, sagt dazu Ala’i. „Dies ist nur der aktuellste Vorfall in einer langen Reihe von Angriffen auf Bahá’í-Friedhöfe und Bestattungen. Alle Vorfälle stehen im krassen Widerspruch zu internationalen Menschenrechtsnormen und dem Respekt vor Verstorbenen, die jeder Mensch mit Anstand verspürt.“ </p>
<p class="bodytext">Nach Angaben der Internationalen Bahá’í-Gemeinde gehört zu den aktuellen Fällen auch die Schändung des Friedhofes in Sangsar. So wurde im März 2011 der neu eingerichtete Friedhof in Sangsar, Provinz Semnan, der den ortsansässigen Bahá’í zuvor durch die Stadtverwaltung übereignet worden war, von Unbekannten geschändet. Die Gräber wurden mit Dreck überschüttet, Bäume entwurzelt und Räume zerstört. </p>
<p class="bodytext">Im Juli 2010 zerstörten Unbekannte die Gräber auf dem Bahá’í-Friedhof der Stadt Jiroft in der Provinz Kerman unter Einsatz von Planierraupen. Und Ende Mai 2010 wurde der Bahá’í-Friedhof in Mashhad nachts durch Frontlader und anderes schweres Gerät zerstört. Die Friedhofsmauer, die Leichenhalle und der Ort, wo Gebete verrichtet werden, wurden schwer beschädigt. </p>
<p class="bodytext">In weiteren Fällen versuchten Beamte, die Beerdigungen von Bahá’í zu erschweren, wenn nicht gar unmöglich zu machen. In Täbris war es den Bahá’í beispielsweise jahrelang erlaubt, den öffentlichen Friedhof zu nutzen. Im August letzten Jahren wurde der Familie einer unlängst Verstorbenen mitgeteilt, dass die Frau gemäß islamischer Riten zu bestatten sei. Die sterblichen Überreste der Frau mussten schließlich auf einem Bahá’í-Friedhof in einer anderen Stadt beigesetzt werden. Ein ähnlicher Fall ereignete sich letzten Oktober, als der Leichnam eines Bahá’í von Täbris zu einem einhundert Kilometer entfernten Bahá’í-Friedhof überführt und beigesetzt wurde, ohne dass die Familie zuvor darüber informiert wurde. </p>
<p class="bodytext">Dazu Diane Ala’i: „Die iranische Regierung behauptet auf internationaler Ebene ständig, dass die Bahá’í nicht anders als andere behandelt würden. Sie würden nur dann ‘bestraft’, wenn sie etwas illegal getan hätten. Worin genau besteht das Vergehen der toten Menschen, dass sie solche Behandlung verdienen? Die Kultivierung des Friedhofs von Sanandaj und seiner Umgebung ist Beleg für den aufrichtigen und positiven Beitrag, den die iranischen Bahá’í für ihr Land leisten möchten. Genauso offensichtlich ist es, dass es der Obrigkeit nicht möglich ist, dies anzunehmen.“&nbsp; </p>]]></content:encoded>
			<category>Iran</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 19 Jan 2012 12:18:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Britisches Unterhaus verurteilt Eskalation religiöser Verfolgungen in Iran</title>
			<link>http://www.bahai.de/artikel/article/britisches-unterhaus-verurteilt-eskalation-religioeser-verfolgungen-in-iran.html?tx_ttnews%5BbackPid%5D=14&#38;cHash=c9180c9edf</link>
			<description>Abgeordnete des britischen Unterhauses haben den Iran für seine Menschenrechtsverletzungen scharf kritisiert. Insbesondere verurteilten die Parlamentarier den „rasanten Anstieg” der Verfolgungen religiöser Minderheiten. Praktisch jede religiöse Minderheit werde in Iran unterdrückt. Die Parlamentsdebatte fand am 11. Januar in der Westminster Hall statt.</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">London, 13. Januar 2012 – Die Liverpooler&nbsp;Unterhausabgeordnete&nbsp;Louise Ellman&nbsp;beschrieb die&nbsp;Verfolgung&nbsp;der Bahá’í in&nbsp;Iran&nbsp;als „tiefgreifend und auf gefährliche Weise eskalierend.“&nbsp;Die fortwährende und systematische Verfolgung habe verschiedene Formen angenommen. „Sie umfasst willkürliche Festnahmen und Inhaftierungen, die Verweigerung des Zugangs zu Hochschulbildung und verschiedene Berufsverbote. Häuser und Geschäfte von Bahá’í wurden in Brand gesetzt, Friedhöfe wurden zerstört und Kinder drangsaliert.“ </p>
<p class="bodytext">Ellman drückte ihre Sorge über die zwanzigjährige Haftstrafe aus, die die sieben Bahá’í-Führungsmitglieder verbüßen. Sie griff auch die kürzlich vom kanadischen Senator Romeo Dallaire gemachten Aussagen auf, wonach es „extrem wichtig ist, dass die Welt nicht so lange wartet, bis es zu einem Völkermord kommt. Es müssen Warnanzeichen ernst genommen und weitere Schritte angegangen werden, um Druck auf die iranische Regierung auszuüben, damit sie mit dem aufhört, was sie tut.“</p>
<p class="bodytext">Die zunehmende Verfolgung iranischer Christen kam ebenfalls zur Sprache. Andrew Selous, Abgeordneter von South West Bedfordshire, berichtete, dass seit 1979 mindestens acht christliche Geistliche ermordet wurden. Seine besondere Sorge gelte Pfarrer Youcef Nadarkhani, der im Jahr 2010 wegen angeblicher Apostasie zum Tode verurteilt wurde. Der Peterborougher Abgeordnete Stewart Jackson sprach von „regelmässigen Razzien bei Versammlungen” von Christen. Er geißelte vor allem die „brutalen Verhöre unter Folter, verbunden mit Forderungen, dem Glauben abzuschwören und die Namen von Glaubensbrüdern preiszugeben“. </p>
<p class="bodytext">Ebenso kritisierte er die lange Zeit der Untersuchungshaft ohne Anklage sowie die Verletzung selbst eigener Rechtsnormen, genauso wie die Verurteilungen wegen vage formulierter Anklagepunkte und die wirtschaftliche Schwächung der christlichen Gemeinde durch Forderungen von extrem hohen Kautionen als auch die Androhung der sofortigen Hinrichtung eines Hauspfarrers.</p>
<p class="bodytext">Hinsichtlich der jüdischen Gemeinde in Iran berichtete Martin Horwood aus Cheltenham, dass es vermehrt Belege für einen wachsenden, inneriranischen Antisemitismus gebe. „Die kleine jüdische Gemeinde wird für Taten der israelischen Regierung verantwortlich gemacht.”</p>
<p class="bodytext">Am Ende der Debatte sagte der Abgeordnete Alistair Burt, Parlamentarischer Staatssekretär im britischen Außenministerium, das Jahr 2011 habe gezeigt, dass die Menschenwürde nicht unterdrückbar sei. Der Iran bewegt sich hingegen in die umgekehrte Richtung. </p>
<p class="bodytext">„Menschenrechte sind universal”, erklärte Burt. „Dass der Iran seinen Verpflichtungen nicht nachkommt, ist strafbar und gegen die Wünsche und Hoffnungen von Millionen Menschen gerichtet.” Burt versicherte, dass die britische Regierung weiterhin andere Ländern dazu bewegen werde, die Resolutionen der Vereinten Nationen und ihres Menschenrechtsrates zu unterstützen, bei denen die Menschenrechtssituation in Iran verurteilt wird. </p>
<p class="bodytext">Dr. Kishan Manocha, Leiter des Büros für Außenbeziehungen der Bahá’í-Gemeinde Großbritanniens, begrüßte die Debatte des Unterhauses über religiöse Intoleranz in Iran. An ihr nahmen neunzehn Parlamentarier aus den drei großen Fraktionen des Unterhauses teil. </p>
<p class="bodytext">„Die Tatsache, dass eine solch große Anzahl an Abgeordneten aus allen Parteien anwesend war, zeigt das Ausmaß an Sorge über die Menschenrechtslage in Iran, insbesondere die zunehmende religiöse Intoleranz“, sagte Kishan Manocha. „Natürlich freuen wie uns, dass auch die Bahá’í ausdrücklich zur Sprache kamen. Wir sind jedoch genauso erfreut darüber, dass sich englische Abgeordnete auch mit den Problemen anderer religiöser Minderheiten beschäftigen. In Bezug auf die religiöse Intoleranz in Iran müssen wir mit einer Stimme sprechen.“ </p>]]></content:encoded>
			<category>Iran</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 13 Jan 2012 11:25:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Deutschland darf einer Aburteilung Abdelfattah Soltanis in Iran nicht tatenlos zusehen</title>
			<link>http://www.bahai.de/artikel/article/pressemitteilung-des-nationalen-geistigen-rates-der-bahai-in-deutschland.html?tx_ttnews%5BbackPid%5D=14&#38;cHash=40a545acb7</link>
			<description>Berlin, 12. Januar 2012 - Die Bahá’í-Gemeinde Deutschland hat heute in einem Schreiben an Bundesaußenminister Guido Westerwelle die Bundesregierung gebeten, einer Aburteilung des Menschenrechtsverteidigers und Anwalts Abdelfattah Soltani „nicht tatenlos zuzusehen“. „Wir sehen die Bundesregierung in einer besonderen Verantwortung, sich für die bedingungslose und sofortige Freilassung Herrn Soltanis einzusetzen, da er in 2009 in Abwesenheit den Internationalen Menschenrechtspreis der Stadt Nürnberg verliehen bekam. Die Annahme des Preises wird ihm nun zum Vorwurf gemacht“, erklärte der Sprecher für Menschenrechtfragen der Bahá’í-Gemeinde, Prof. Dr. Ingo Hofmann.</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Informationen aus dem Iran zufolge hat am 8. Januar 2012 der Prozess gegen den iranischen Menschenrechtsverteidiger und Anwalt Abdelfattah Soltani begonnen. Er befindet sich seit dem 10. September 2011 wegen „regimefeindlicher Propaganda”, „Verschwörung gegen die Staatssicherheit”, „Gründung des iranischen Menschenrechtszentrums“ und „Akzeptierens eines gesetzeswidrigen Preises” in Untersuchungshaft.</p>
<p class="bodytext">Bereits am 16. November 2011 erklärte der Vorsitzende des iranischen Menschenrechtsrates, Mohammad Javad Larijani, in New York, dass in Iran niemand eingesperrt werde, weil er Anwalt ist oder sich für Menschenrechte einsetze. „Wenn eine Person allerdings in Aktivitäten verwickelt ist, die sich gegen die nationale Sicherheit richten – vor allem Aktivitäten, die mit Terrorismus zu tun haben – wird sie bestraft“, meinte er und teilte mit, dass Soltani wegen Verbindungen zu terroristischen Gruppen, „die den Tod von mehr als 10.000 Menschen in Iran zu verantworten haben“, angeklagt worden sei.</p>
<p class="bodytext">„Die konstruierten Anklagepunkte als auch die bisherigen Begleitumstände seiner Haft lassen auf ein unfaires Gerichtsverfahren schließen“, schrieb die Bahá’í-Gemeinde an Bundesaußenminister Westerwelle. „Informationen zufolge fand die erste Verhandlung unter dem Vorsitz des Richters Pir-Abbasi am Teheraner&nbsp; Revolutionsgericht statt. Pir-Abbasi ist für zahlreiche unfaire Gerichtsverfahren infolge der umstrittenen Präsidentschaftswahl 2009 verantwortlich und wurde im April 2011 auf die Sanktionsliste der Europäischen Union gelistet.“</p>]]></content:encoded>
			<category>Iran</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 12 Jan 2012 14:17:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Bahá’í würdigen ehemaligen UN-Sonderberichterstatter Galindo Pohl (1918-2012)</title>
			<link>http://www.bahai.de/artikel/article/bahai-wuerdigen-ehemaligen-un-sonderberichterstatter-galindo-pohl-1918-2012-1.html?tx_ttnews%5BbackPid%5D=14&#38;cHash=bfb810c567</link>
			<description>Der ehemalige UN-Sonderberichterstatter über die Menschenrechtslage in Iran, Galindo Pohl, der 1993 das geheime Golpaygani-Memorandum der iranischen Regierung aufdeckte, verstarb am vergangenen Donnerstag in El Salvador mit 93 Jahren. Die Internationale Bahá’í-Gemeinde würdigte den Diplomaten und Juraprofessor als Menschenrechtsanwalt, der für seine Berichte an die UN-Menschenrechtskommission unerschrocken die Opfer befragte und damit die Brutalität des iranischen Regimes sichtbar machte.</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">El Salvador, 10. Januar 2012 – Schon vor seiner Ernennung zum UN-Sonderberichterstatter über die Menschenrechtslage in Iran im Jahr 1987 war der Diplomat und Juraprofessor einem internationalen Publikum bekannt. Er war zuvor Botschafter El Salvadors bei den Vereinten Nationen und auch Leiter der Rechtsabteilung der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS). Auf dem Gebiet der Menschenrechte machte er sich in den acht Jahren als Sonderbeauftragter besonders verdient. In einer Reihe von Berichten dokumentierte er die intensiven und oft brutalen Menschenrechtsverletzungen von Seiten des Iran gegen seine Bürgerinnen und Bürger. </p>
<p class="bodytext">So zitierte Galindo Pohl im Jahr 1990 zahlreiche Interviews und Dokumente über die umfangreiche Anwendung von Hinrichtungen und Folter durch die iranische Regierung wie auch den Mangel an Rechtsschutz in Iran. „Die Internationale Bahá’í-Gemeinde möchte ihr tief empfundenes Mitgefühl über den Tod von Prof. Galindo Pohl zum Ausdruck bringen. Seine Wirkung und sein Einfluss auf dem Gebiet der Menschenrechte wird lange in Erinnerung bleiben“, sagte Diane Ala'i, Sprecherin der Internationalen Bahá’í-Gemeinde bei den Vereinten Nationen in Genf. <br /><br />„Seine fortgesetzten Interviews mit Opfern, deren Familien und anderen mit persönlicher Erfahrung oder Einblick in die Art der Menschenrechtsverletzungen, die die Regierung unter Verschluss halten wollte, wurden zu einem wesentlichen Bestandteil seiner Berichte an die UN-Menschenrechtskommission. Sie trugen wesentlich dazu bei, die Aufmerksamkeit der Welt auf die Brutalität des Regimes zu lenken“, sagte Ala'i.<br /><br />Galindos Pohls Bericht von 1993 an die Kommission war insofern bemerkenswert, als er das sogenannte Golpaygani-Memorandum aufdeckte. Das ist ein Brief von 1991, der vom Sekretär des Obersten Rats der iranischen Kulturrevolution, Golpaygani, an den obersten Führer des Landes, Ali Khamenei, verfasst wurden. Das Schreiben legt die bis heute gültige Staatsdoktrin im Umgang mit der über 300.000 starken iranischen Bahá’í-Gemeinde fest. </p>
<p class="bodytext">„Die Veröffentlichung dieses Memorandums war äußerst wichtig”, sagte Ala'i. „Es bewies, wie auf höchster iranischer Regierungsebene ein Plan ausgearbeitet wurde, um die Entwicklung der Bahá’í-Gemeinde vollständig zu blockieren, ohne internationale Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, der jedoch gleichfalls wie die Hinrichtungen in den 1980er Jahren mit der Vernichtung der Bahá’í-Gemeinde als lebensfähige Einheit enden sollte.“ <br /><br />Galindo Pohl besuchte während seiner Amtszeit den Iran dreimal. Während der Besuche forderte er die iranische Regierung mutig heraus, in dem er Interviews in Gefängnissen führte oder Personen interviewte, die er nach dem Willen der Regierung gar nicht hätte treffen sollen. Er war auch für seine absolute Fairness bekannt. So veröffentlichte er neben den Befragungen iranischer Beamter ebenso deren Antworten.</p>
<p class="bodytext">Prof. Galindo Pohl wurde am 18. Oktober 1918 in der Stadt Sonsonate in El Salvador geboren. Er studierte an der Universität El Salvador und promovierte dort in Rechts- und Sozialwissenschaften. 1950 wurde er zum Vorsitzenden der nationalen Verfassungsversammlung gewählt. Von 1950 bis 1956 war er Bildungsminister, von 1960 bis 1964 Mitglied der Inter-Amerikanischen Menschenrechtskommission.</p>]]></content:encoded>
			<category>Iran</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 10 Jan 2012 12:59:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Kanadische Universitäts-präsidenten erheben ihre Stimme für die Bahá’í im Iran </title>
			<link>http://www.bahai.de/artikel/article/kanadische-universitaetspraesidenten-erheben-ihre-stimme-fuer-die-bahai-im-iran.html?tx_ttnews%5BbackPid%5D=14&#38;cHash=c7e203c2f9</link>
			<description>Zwei kanadische Universitätspräsidenten rufen ihre Landsleute dazu auf, sich für das Recht auf Bildung im Iran einzusetzen. Den Appell machten der ehemalige kanadische Außenminister und Präsident der Universität Winnipeg, Lloyd Axworthy, und Allan Rock, Präsident der Universität von Ottawa und ehemaliger kanadischer UN-Botschafter.</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Toronto, 9. Januar 2012 – In einem Meinungsbeitrag in der Internetzeitung Huffington Post (kanadische Ausgabe) zeigen sie sich „tief besorgt” darüber, dass den iranischen Bahá’í der Zugang zu Hochschulbildung verwehrt wird. Das „brutale Regime“ in Teheran stelle sich taub gegenüber der Forderung, die systematische Verfolgung einzustellen. „Als Präsidenten kanadischer Universitäten halten wir es für überaus wichtig, dass junge Menschen Zugang zu Wissen und Fertigkeiten haben, die sie benötigen, um in der Welt von morgen erfolgreich sein zu können. Wir sehen Bildung als Schlüssel für eine bessere Zukunft für alle Menschen und glauben darum leidenschaftlich daran, dass jeder Mensch ein Recht auf Bildung hat.“</p>
<p class="bodytext">In ihrem Beitrag kritisieren sie auch die Übergriffe der iranischen Regierung gegen eine informelle Gemeindeinitiative, das Bahá’í Institute for Higher Education (BIHE). Sie wurde ab 1987 eingerichtet, um den jungen Bahá’í Bildung zu ermöglichen, die nicht an Universitäten zugelassen werden. </p>
<p class="bodytext">Unter den im letzten Mai für ihr Engagement im BIHE festgenommenen Personen ist auch Nooshin Khadem, die ihren Master-Abschluss an der Carleton-Universität in Ottawa machte. Sie verbüßt derzeit eine vierjährige Haftstrafe. Auch das iranische Ehepaar Kamran Rahimian und Faran Hessami absolvierte sein Aufbaustudium an der Universität Ottawa, im Fach psychologische Beratung. Die beiden warten derzeit auf den Beginn ihrer Verhandlungen vor einem Revolutionsgericht im Iran. „Man wirft ihnen vor, ohne Lehrbefugnis unterrichtet zu haben“, schreiben Rock und Axworthy. „Beamte beschlagnahmten Dokumente über ihre Studienabschlüsse der Universität Ottawa und behaupten nun, sie hätten diese nie erlangt.“</p>
<p class="bodytext">Die Präsidenten Axworthy und Rock rufen alle Kanadier dazu auf, „ihre Stimme zu erheben und die iranische Regierung aufzufordern, alle Anklagen gegen die Dozenten fallen zu lassen, keine weiteren Aggressionen zu richten gegen das Bahá’í Institute for Higher Education und den iranischen Bahá’í Zugang zu Bildung zu gewähren. Die iranischen Bahá’í müssen wissen, dass sie in ihrem Widerstand gegen die grausame Unterdrückung nicht allein dastehen.“ </p>
<p class="bodytext">Der Artikel endet mit den Worten, die beiden Universitätspräsidenten seien „stolz darauf”, sich einer wachsenden Zahl Akademiker, Lehrbeauftragter und bekannten Friedensanwälten wie Desmond Tutu, Romeo Dallaire und Jose Ramos-Horta anzuschließen, die „das iranische Regime dafür verurteilen, das Recht auf Bildung zu verweigern.“</p>]]></content:encoded>
			<category>Iran</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 09 Jan 2012 12:39:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Internationale Bahá’í-Gemeinde würdigt verstorbenen tunesischen Menschenrechts-experten </title>
			<link>http://www.bahai.de/artikel/article/internationale-bahai-gemeinde-wuerdigt-verstorbenen-tunesischen-menschenrechts-experten-3.html?tx_ttnews%5BbackPid%5D=14&#38;cHash=b9f596ebe8</link>
			<description>Die Internationale Bahá’í-Gemeinde drückt anlässlich des Todes des tunesischen Menschenrechtsverteidigers und Anwalts, Prof. Abdelfattah Amor, seinen Hinterbliebenen und dem ganzen tunesischen Volk ihr Mitgefühl aus. Der Jurist und Politikwissenschaftler verstarb am 2. Januar im Alter von 68 Jahren an einem Herzinfarkt. Aufgrund seiner elfjährigen Tätigkeit als UN-Sonderberichterstatter für Religions- und Glaubensfreiheit von 1993 bis 2004 war Professor Amor auch international bekannt. Zuletzt war er Präsident der nach dem Sturz des Regimes von Präsident Ben Ali eingesetzten Kommission zur Aufklärung von Korruption und Fehlverhalten in Tunesien.</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Genf, 8. Januar 2010 - „Als Sonderberichterstatter gehörte Professor Amor zu den herausragendsten Verteidigern der Religions- und Glaubensfreiheit weltweit”, sagte Diane Ala’i, Sprecherin der Internationalen Bahá’í-Gemeinde bei den Vereinten Nationen in Genf. „Er erhob mutig seine Stimme für all jene Menschen und Gemeinschaften in der Welt, die religiöser Diskriminierung ausgesetzt sind, ohne Rücksicht auf politische Konsequenzen.“ Weiter hieß es in einer Stellungnahme: „Wir fühlen mit der Familie, dem tunesischen Volk und den Menschenrechtsaktivisten überall auf der Welt, die seinen unerwarteten Tod betrauern.“<br /><br />1995 besuchte Abdelfattah Amor auch den Iran. Er gehörte damit zu den wenigen UN-Menschenrechtsermittlern, die das Land bereisten. Danach veröffentlichte er einen wegweisenden Bericht, in dem er die weitreichende Diskriminierung religiöser Minderheiten auflistete. Obgleich selbst Muslim, wies Professor Amor entschlossen auf das Ausmaß hin, in dem die Islamische Republik Iran den internationalen Menschenrechtsstandards zu Religions- und Glaubensfreiheit nicht entsprach. „Sein Bericht stützte sich auf detaillierte Interviews und sorgfältige rechtliche Analyse. Er wird auch heute noch als Meilenstein in der Menschenrechtsberichterstattung anerkannt“, meinte Diane Ala’i.<br /><br />Unter anderem rief Professor Amor in seinem 1996 erschienenen Iran-Bericht in Erinnerung, dass Menschen die Freiheit haben, „eine neue Religion zu haben oder anzunehmen“, wie auch ihren eigenen religiösen Glauben zu bewahren, unabhängig der nationalen Gesetzgebung, die vielleicht anderes vorschreibt. In einem weiteren Bericht von 1997 betonte er, dass Regierungen nicht darüber richten dürften, welche Religion legitim und schützenswert sei. „Es ist nicht Sache des Staates oder irgendeiner anderen Gruppe oder Gemeinschaft, als Wächter des Gewissens der Menschen aufzutreten und egal welche Religion oder Weltanschauung zu stärken, zu beschränken oder zu zensieren”, schrieb er in einer –&nbsp; vor dem Hintergrund der Behauptungen des Irans gegenüber den Bahá’í – bemerkenswerten Stellungnahme.<br /><br />Prof. Abdelfattah Amor wurde am 4. März 1943 in Tunesien geboren. Nachdem er 1967 seinen Abschluss in Jura erlangte, ging er für weiterführende Rechtsstudien nach Paris. Am Anfang seiner Karriere lehrte er als Universitätsprofessor in Tunesien, so von 1987 bis 1993 als Dekan der &nbsp;Fakultät&nbsp;für Rechts- und Sozialwissenschaften an der Universität Tunis.&nbsp;Gastprofessuren führten ihn unter anderem an die Harvard Law School.</p>
<p class="bodytext">Während seiner Amtszeit als UN-Sonderberichterstatter wurde er 1998 in den UN-Menschenrechtsausschuss gewählt. Hier war er bis zu seinem Tod ein engagierter Verteidiger der Religions- und Weltanschauungsfreiheit. Nach der tunesischen Revolution wurde er 2011 zum Vorsitzenden der Nationalen Kommission zur Ermittlung von Korruption und Fehlverhalten während der Regierungszeit des ehemaligen tunesischen Präsidenten Ben Ali ernannt.</p>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Sun, 08 Jan 2012 16:31:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
	</channel>
</rss>
