Musik und Künste

Musik und Künste kommen im Bahá'í-Glauben hohe Bedeutung zu. Musik gilt als "Nahrung für die Seele". Bahá'u'lláh pries das Potenzial von Musik und Künste zur Erhebung der menschlichen Seele, warnte aber auch davor, sie für das Ausleben von Leidenschaften zu missbrauchen. Bahá'u'lláhs Lehren von der Einheit der Menschheit bringen in einem langen historischen Prozess allmählich eine neue Kultur hervor.

Bahá'u'lláhs Lehren ermutigen zu vielen Erscheinungsformen der Kunst. Jede Kunst ist eine Gabe des Heiligen Geistes. Diese Gaben erfüllen dann ihren höchsten Zweck, wenn sie die Menschen Gott nahe bringen.

Um ihrer Aufgabe, hohe Bestrebungen widerzuspiegeln, gerecht zu werden, darf Kunst nicht von ihrem Ziel abdriften. Sie ist nicht dazu da, die niederen Instinkte des Menschen und den Verfall der Kultur auszudrücken oder zu verstärken. Die Kunst sollte zwar die geistige Obdachlosigkeit unserer Zeit schildern. Sie sollte allerdings auch die Reise des Menschen zu seiner geistigen Heimat erforschen.

"Wir haben wahrlich die Musik zu einer Leiter für eure Seelen gemacht, zu einem Mittel für ihren Aufschwung in das Reich der Höhe. So macht sie nicht zu einem Flügelpaar des Selbstes und der Leidenschaft." Bahá'u'lláh

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Im November 2001 wurde der gemischte Chor Stimmen Bahás mit nunmehr rund 80 Mitgliedern zwischen zehn und 70 Jahren unter der Leitung der ausgebildeten Sängerin und Chorleiterin Ameli Dziemba gegründet. Weil die Mitglieder in ganz Deutschland verstreut wohnen, finden lediglich an zwei Wochenenden im Jahr Proben statt, zu denen sich jeder anhand der Noten und eigens erstellter Übungs-CDs vorbereitet. Im Repertoire der Stimmen Bahás nehmen vertonte Originaltexte Bahá'u'lláhs breiten Raum ein.