Menschenrechte

In dem Maße, wie wirtschaftliche Ungleichheit, Gewalt, Vorurteile und der Raubbau an den natürlichen Lebensgrundlagen der Menschheit verheerende Schäden zufügen, richtet sich die Aufmerksamkeit auf die Verantwortung der Staaten zum Schutz und Förderung der Menschenrechte. Sie übertragen die jedem Menschen innewohnende Würde in geltendes Völkerrecht. Sie setzen die Herrschaft des Gesetzes über das Recht des Stärkeren. Damit spiegeln die Menschenrechte die sozialen und moralischen Prinzipien Bahá'u'lláhs für unsere heutige Zeit wider.

Am 1. April 2012 waren die sieben Mitglieder des Führungsgremiums von Irans größter religiöser Minderheit, der Bahá’í, 10.000. Tag unschuldig und unter unmenschlichen Bedingungen in Haft. An diesem Tag haben Bahá'í in Berlin und weltweit unter dem Motto „10.000 Tage – Freiheit für die 7 Bahá’í“ mit Aktionen auf die Verfolgung der Bahá’í in Iran aufmerksam gemacht.

„Es rühme sich nicht, wer sein Vaterland liebt, sondern wer die ganze Welt liebt.“ Bahá'u'llah

Als weltweit verbreitete Religionsgemeinschaft, bestehend aus mehr als 2.000 ethnischen Gruppen, die in über 189 Ländern und Territorien leben, ist die Bahá'í-Gemeinde besonders in der Lage, die Universalität der Menschenrechte zu vertreten. Menschenrechte sind universell und unteilbar. Sie stehen miteinander in Wechselbeziehung und sind von einander abhängig. Staaten haben, unabhängig von ihrem politischen, ökonomischen und kulturellen Aufbau die Pflicht, die Menschenrechte aller und grundlegende Freiheiten zu fördern und zu schützen.

Die schwerwiegenden Menschenrechtsverletzungen an den Bahá'í in der Islamischen Republik Iran sensibilisiert die Bahá'í-Gemeinde Deutschland für wichtige menschenrechtliche Anliegen, so für einen konsequenten Minderheitenschutz, vollumfängliche Religionsfreiheit, das Recht auf Bildung sowie Menschenrechtsbildung. Die Menschenrechtsarbeit der Bahá'í-Gemeinde Deutschland geht dabei über eigene Anliegen hinaus.Mehr zur Lage der Bahá'í gibt es auf unserer Sonderseite.

Gleichstellung der Geschlechter

Forum Menschenrechte

Das Forum Menschenrechte ist ein Netzwerk von 48 deutschen Nichtregierungsorganisationen, die sich für einen verbesserten, umfassenden Menschenrechtsschutz einsetzen. Es wurde im Anschluss an die Wiener Weltmenschenrechtskonferenz von 1993 gegründet. Die Bahá'í-Gemeinde Deutschland arbeitet seit vielen Jahren innerhalb des Forums im Bereich der Menschenrechtsbildung und der Religionsfreiheit mit.

Deutscher Menschenrechts-Filmpreis

Der Deutsche Menschenrechts-Filmpreis prämiert alle zwei Jahre herausragende Film- und Fernsehproduktionen, die Geschichte, Wirkungen und Bedeutung der Allgemeinen Menschenrechte thematisieren - jeweils Anfang Dezember anlässlich des Internationalen Tages der Menschenrechte. Die Bahá'í-Gemeinde Deutschland ist Mitveranstalter des Preises wie auch der Langen Nacht des Menschenrechts-Films in Berlin und Hamburg.

Weitere Informationen unter: Deutschen Menschenrechts-Filmpreises