Gesellschaftliche Diskurse

Im September 2012 war der 160. Todestag der Tahirih, einer frühen Bahá'í und Frauenrechtlerin im Iran, Anlass, um mit Marlies Brouwers vom Deutschen Frauerat, der Muslima Rabeyya Müller, der Bahá'í Hale Enayati und unter Mitwirkung der Moderatorin Aliyeh Yegane sowie der Tänzerin Karin Blumenthal über Frauenrechte heute ins Gespräch zu kommen. (v.l.n.r.)

 

Immer mehr Menschen erkennen die Notwendigkeit, sich für die wichtigen Themen unserer Zeit zu interessieren oder auch aktiv an Diskursen in den verschiedensten gesellschaftlichen "Räumen" teilzunehmen.

Nachhaltige Entwicklung, Klimaverträglichkeit, Gewaltfreiheit in der Gesellschaft, Gleichstellung der Geschlechter, Schutz und Förderung der Kinder, Integration, soziale Gerechtigkeit, das Verhältnis der Religionen untereinander sind einige der wichtigen Themen, die auch von den Bahá'í sehr ernst genommen werden.

Dabei verstehen sich die Bahá'í keinesfalls als Lobbygruppe für bestimmte, partikularistische Interessen. Es geht ihnen vielmehr darum, geistig-spirituelle Grundlagen hinter allen brennenden Zeitfragen zu entdecken und für den jeweiligen Diskurs nutzbar zu machen.

In einer Zeit, in der Interessenskonflikte und -kämpfe zunehmend in den Vordergrund rücken, ist den Bahá'í daran gelegen, den Blick auf das geistige Leitprinzip der "Einheit der Menschheit" zu richten - als Orientierung und Richtschnur zur Bewältigung von Konflikten. Die Bahá'í-Beratung ist ein Weg, der dabei an die Stelle von Interessensstreitigkeiten treten soll.

Gesellschaftliches Handeln

"Alle Menschen wurden erschaffen, eine ständig fortschreitende Kultur voranzutragen. Der Allmächtige bezeugt Mir: Wie die Tiere auf dem Felde zu leben, ist des Menschen unwürdig. Die Tugenden, die seiner Würde anstehen, sind Geduld, Erbarmen, Mitleid und Güte für alle Völker und Geschlechter der Erde."

Bahá'u'lláh