Suche nach Wahrheit

"Die Quelle aller Bildung ist die Erkenntnis Gottes, erhaben sei Seine Herrlichkeit! Diese Erkenntnis kann nur durch die Erkenntnis Seiner göttlichen Manifestation erlangt werden."

Bahá'u'lláh

Im Mittelpunkt des Glaubens stehen für den Einzelnen die selbständige Suche nach Wahrheit und die eigene Beziehung zu Gott. Es gibt in der Bahá'i-Religion auch keine Geistlichen, denn niemand soll zwischen den Schöpfer und sein Geschöpf treten.

Dem liegt das Menschenbild zugrunde, dass jeder Einzelne die Fähigkeit hat, durch seinen Glaubens und seinen Verstandes, Gott und Seinen Willen selbst zu erkennen. Jeder sollte "mit eigenen Augen sehen, nicht mit denen anderer, und durch eigene Erkenntnis Wissen erlangen, nicht durch die deines Nächsten." Bahá'u'lláh*

Bahá'í kennen keine Taufe

Dementsprechend ist in der Bahá'i-Religion auch keine Taufe vorgesehen. Kinder, die in Bahá'í-Familien im Geiste der Bahá'í-Lehren heranwachsen, entscheiden im Alter von 15 Jahren selbst, ob sie in die Bahá'í-Gemeinschaft aufgenommen werden wollen.

Die eigene geistige Reise nimmt in den Bahá'í-Schriften einen wichtigen Platz ein. Bahá'u'lláh  beschreibt sie etwa in poetischer Schönheit in seiner mystischen Abhandlung die "Sieben Täler". Darin thematisiert er auch, dass die Fähigkeit Gott zu erkennen gleichzeitig auch eine Verpflichtung darstellt. Gott zu suchen und ihn zu erkennen, ist eine Forderung, die Bahá'u'lláh an jeden Menschen richtet.

"Er muss alles, was er gesehen, gehört und verstanden hat, in den Wind schlagen können, um in das Reich des Geistes zu kommen, das die Stadt Gottes ist. Ernste Bemühung ist nötig in unserem Suchen nach Ihm und heißer Eifer, damit wir den Honig der Vereinigung mit ihm zu kosten vermögen. Doch trinken wir aus diesem Kelch, so werden wir die Welt von uns werfen." Bahá'u'lláh

Gesundheit & Heilung

 

Zum Weiterlesen

Foto von Buchumschlag "Ährenlese"

Die in der Ährenlese vorgelegten Texte sind ein repräsentativer Querschnitt durch das Offenbarungswerk Bahá’u’lláhs. Sie beleuchten das Gottesbild, Prophetologie und Religionsverständnis, das Menschenbild, insbesondere den Weg des Menschen hin zum Göttlichen, der Ethik und des rechten Lebens, sowie die gesellschaftlichen Ziele und Konsequenzen der neuen Offenbarung.

Foto von Buchumschlag "Sieben Täler"

Bahá'u'lláhs Sieben Täler, nach Shoghi Effendis Urteil "wohl Seine größte mystische Dichtung", enstand ebenso wie die "Vier Täler" um 1856 nach zwei Jahren des Einsiedlerlebens in den Bergen von Kurdistans. Die Themen beider Werke - der siebenstufige mystische Pfad zum Ziel des Daseins und die vier Wege mystischer Vereinigung mit dem Unendlichen - gehören seit Jahrhunderten zum Grundbestand der Mystik. Bahá'u'láh erschließt hier eine neue Sicht auf den tieferen Sinn dieser traditionellen Motive