Finanzierung der Bahá'í-Gemeinde

"Zum Fonds beizutragen ist ein Dienst, den jeder Gläubige tun kann, sei er arm oder reich; denn es ist eine geistige Verantwortung, bei der der gespendete Betrag keine Rolle spielt. Der Grad der Opferbereitschaft des Gebers, die Liebe, aus der heraus gespendet wird, und die Einheit aller Freunde in diesem Dienst sind es, die geistige Bestätigungen mit sich bringen."

Universales Haus der Gerechtigkeit

Die Bahá'í-Gemeinde finanziert sich ausschließlich durch Spenden und freiwillig zu leistende Abgaben ihrer Mitglieder. Anonymität und Freiwilligkeit müssen dabei immer gewahrt bleiben. Geben wird in erster Linie als geistiger Akt gesehen, bei dem nicht die Höhe des Betrags zählt, vielmehr Opferbereitschaft, Großzügigkeit und Verantwortungsgefühl. Spenden werden nur von Bahá'í angenommen.

Die gewählten Institutionen verwalten die Finanzmittel in eigens dafür eingerichteten Fonds auf örtlicher, nationaler oder weltweiter Ebene. Sie werden verwendet für die Finanzierung der Gemeindeverwaltung, von Veranstaltungen, Projekten zur sozialen oder wirtschaftlichen Entwicklung, aber auch zur Errichtung und Erhaltung von Liegenschaften, Häusern der Andacht, Heiligen Stätten und Einrichtungen des Bahá'í-Weltzentrums.

Neben dem Spenden hat Bahá'u'lláh eine Abgabe ("Huququ’llah", arab.: die Rechte Gottes) vorgesehen. Jeder Bahá'í soll dabei in eigener Verantwortung und in völliger Anonymität 19% seines Überschusses für die Zwecke der Gemeinschaft bereitstellen. Damit wird auch der Grundsatz der ausgleichenden sozialen Gerechtigkeit in die Tat umgesetzt.

 

 

 

 

"Freigebigkeit und Großmut sind Meine Zeichen. Wohl dem, der den Schmuck meiner Tugenden anlegt." 

Bahá'u'lláh