1905
Die ersten Bahá'í in Deutschland
Die Geschichte der Bahá'í-Religion in Deutschland begann im Jahr 1905: der deutsch-amerikanische Zahnarzt Dr. Edwin Fischer zog aus den USA nach Stuttgart und brachte den neuen Glauben damit erstmals nach Deutschland.
Die ersten Veröffentlichungen der Bahá'í stammen aus dem Jahr 1906: Briefe 'Abdu'l-Bahás, dem Sohn des Religionsstifters Bahá'u'lláh. Im Jahre 1909 erschienen im "Selbstverlag der Bahai-Vereinigung" die "Verborgenen Worte" und "Die Geschichte der Bahai-Religion".
1913 - 1918

- Das "Häusle" in Esslingen, ein von Bahá'í erbautes Haus, das lange Jahre für Veranstaltungen und Treffen diente.
Der Besuch 'Abdu'l-Bahás in Deutschland
Der Höhepunkt der Frühgeschichte des Bahá'í-Glaubens war der Besuch 'Abdu'l-Bahás im Jahre 1913. Neben Stuttgart besuchte 'Abdu'l-Bahá auch die Städte Esslingen und Bad Mergentheim. 'Abdu'l-Bahá hielt öffentliche Ansprachen, in denen er zu religiöser Verständigung, zur Überwindung von Vorurteilen, zur Zusammenarbeit von Wissenschaft und Religion und zum friedlichen Miteinander der Völker aufrief.
Während des ersten Weltkrieges hatten die Bahá'í in Deutschland keine nennenswerte Verbindung mit den Bahá'í im Ausland. Die Gemeinde Deutschlands war durch die Einberufung zum Kriegsdienst und durch wirtschaftliche Nöte stark gelähmt. Bahá'í mit ausländischen Pässen mussten in ihre Ursprungsländer zurückkehren, so beispielsweise auch Dr. Fischer.
1919
Gründung des Bahá'í-Verlags
Nach den Wirren des ersten Weltkriegs, im Jahre 1919, wurden die Bahá'í wieder aktiv.
Am 22. Februar 1919 wurde der "Selbstverlag der Bahá'í-Vereinigung" durch die Errichtung des "Verlags des Deutschen Bahá'í-Bundes GmbH" abgelöst. 18 Bahá'í gründeten diesen Verlag mit einem Stammkapital von 25.000 Mark.
Weiter wurde im Februar/März 1919 der "Deutsche Bahá'í-Bund" gegründet. Dies geht aus einem Sonderdruck des Schwäbischen Merkur Nr. 103 vom 3.3.1919 hervor.
1921 - 1929
Erste Bahá'í-Konferenz in Esslingen
Im März 1921 fand in Esslingen die erste Bahá'í-Konferenz statt. Den Abschluss der Konferenz bildete eine Beratung über Organisationsfragen.
Im gleichen Monat erschien erstmals eine Bahá'í-Zeitschrift mit dem Titel "Sonne der Wahrheit". Sie enthielt neu übersetztes Bahá'í-Schrifttum und Nachrichten aus der Bahá'í-Welt.
Am 29. November 1921 erschütterte eine traurige Nachricht die Bahá'í-Weltgemeinde: 'Abdu'l-Bahá war in Haifa verstorben. Nach 'Abdu'l-Bahá-Bahás Tod wurde die Gemeinde durch den Hüter des Glaubens, Shoghi Effendi, den Urenkel Bahá'u'lláhs, unterstützt.
1923 wurde der erste "Geistige Nationalrat" für Deutschland gewählt, weltweit war Deutschland die zweite Gemeinde, die ein nationales Gremium wählte.
1929 lehrte die Amerikanerin Martha Root den Glauben an deutschen Universitäten und Hochschulen.
1937 - 1945
Verbotszeit
Schon 1936 zeigten sich in Stuttgart erste Anzeichen der bevorstehenden Verfolgungen der Bahá'í, als ein nationalsozialistisches Jugendblatt einen Drohartikel gegen den Glauben veröffentlichte und das Türschild des Bahá'í-Büros von unbekannten Tätern gestohlen wurde.
Am 21. Mai 1937 wurden der Glaube und seine administrativen Einrichtungen durch einen Sonderbefehl des Reichsführers SS und Chef der GESTAPO, Heinrich Himmler, verboten.
Durch Beschlagnahme gingen alle Bücher und Prospekte des Lagers des Bahá'í-Verlags, die Archive des Nationalen Geistigen Rates und örtlicher Räte und der größte Teil privater Bücher verloren.
Im Laufe des Jahres 1939 wurden einige Mitglieder des Nationalen Geistigen Rates festgenommen. Vier Jahre später, 1943, setzte eine zweite Angriffswelle gegen den Glauben ein.
Am 2. Mai 1944 fand der erste große öffentliche Prozess gegen sieben Bahá'í und Freunde des Glaubens vor dem Sondergericht Darmstadt statt. Den Angeklagten wurde fälschlich vorgeworfen "die Organisation der aufgelösten und verbotenen Bahá'í-Sekte weitergeführt" zu haben.
Einem prominenten Bahá'í, Dr. Hermann Grossmann, wurde es erlaubt, als Zeuge der Verteidigung über den nicht politischen Charakter des Bahá'í-Religion und die Haltung der Gläubigen auszusagen. Der Vorwurf der "Staatsfeindlichkeit" wurde aus der Anklage gestrichen und die Angeklagten wurden zu hohen Geldstrafen verurteilt.
Auch in Dresden gab es Verhöre, Prozesse, Geldstrafen und Gefängnis für Bahá'í-Gläubige.
1945 - 1951
Bahá'í-Aktivitäten nach dem 2. Weltkrieg
Kurz nach Beendigung des Zweiten Weltkriegs blühten überall die Bahá'í-Aktivitäten wieder auf. Die deutschen Bahá'í wurden von einigen amerikanischen Bahá'í tatkräftig unterstützt:
1945 kam ein amerikanischer Bahá'í, John C. Eichenauer, als Sanitäter der 100. Infanteriedivision nach Geislingen. Er wusste, dass es in Deutschland eine Bahá'í-Gemeinde gibt, die in Stuttgart ihren Anfang nahm. Das Verbot der Bahá’í-Religion durch das Nazi-Regime aus dem Jahr 1937 und die Auflösung sämtlicher Gemeinden hatten jedoch alle Kommunikation nach außen unterbunden, so dass er nicht sicher war, wie viele Bahá'í es in Deutschland noch gibt.
Als er einen Jeep bekam, fuhr er los, um die Bahá'í zu suchen. In Stuttgart ging er ziellos durch die Straßen und fragte die Passanten wahllos in gebrochenem Deutsch: "Kennen Sie die Bahá'í-Glaube?" Er traf auf einen Schweizer, der ihn zu einem Bahá'í führte. Es wurde dunkel und es herrschte Ausgangssperre in der Dunkelheit, auch für US-Soldaten. So war die Situation, in der sich dieses deutsch-amerikanische Bahá'í-Treffen abspielte, nicht ungefährlich. Man verabredete sich für den nächsten Tag, an dem John Eichenauer etwa 20 Bahá'í traf. Erstmals nach Jahren erhielten sie von ihm Informationen aus der Bahá'í-Welt.
Der erste Schritt zum Wiederaufbau der Gemeinde war getan. Bald wurde der Kontakt zu weiter entfernten Gemeinden hergestellt. Alles in allem fanden er und zwei andere amerikanische Bahá'í, Bruce Davison und Henry Jarvis, die in Frankfurt und Heidelberg stationiert waren, ca. 150 Bahá'í in der amerikanischen Zone. John Eichenauer erreichte die Anerkennung der Bahá'í als Religionsgemeinschaft in der amerikanischen Zone.
Bald konnten auch in anderen Gebieten die Bahá'í ihre Arbeit offiziell wieder aufnehmen. Am 6./7. April 1946 fand schließlich die erste Nationaltagung nach der Verbotszeit im Versammlungssaal der Bahá'í-Gemeinde Stuttgart statt, zu der etwa 140 Freunde aus der amerikanischen Zone zusammenkamen.
In der DDR wurde 1948 jegliche Bahái-Tätigkeit verboten.
1950 war der Bahá'í-Verlag erstmals nach dem Krieg bei der Frankfurter Frühjahrsmesse vertreten.
Die Bahá'í-Gemeinde zählte ungefähr 15 lokale Geistige Räte, 20 Gruppen und 30 Zentren.
1952
Das Europäische Haus der Andacht
Im Jahre 1952 schrieb Shoghi Effendi erstmals, dass ein Haus der Andacht (Mashriqu'l-Adhkár) in Europa errichtet werden solle; ein Jahr später nannte er dann den Raum Frankfurt als zukünftige Heimat des Hauses der Andacht.
Der Nationale Geistige Rat entschied sich für den Entwurf des Architekten Teuto Rocholl, den Shoghi Effendi gebilligt hatte, so dass am 20. November 1960 während einer eindrucksvollen Feierstunde der Grundstein gelegt werden konnte.
Finanziert wurde der Bau des Hauses der Andacht ausschließlich mit Spenden der Bahá'í aus aller Welt. Im November 1962 konnte Richtfest gefeiert werden. Der Innenausbau dauerte anderthalb Jahre. Am 4. Juli 1964 wurde das erste Europäische Haus der Andacht eingeweiht.
Das Haus gilt als ein Ort der Stille, der Besinnung, der Andacht und der Meditation. Der "Bahá'í-Tempel", wie die Langenhainer Bevölkerung das Gebäude liebevoll nennt, ist ein beliebtes Ausflugsziel. Das Besucherzentrum bietet Informationen und Bücher sowie gemütliche Ecken für persönliche Gespräche.
1958 - 1967
Internationale Konferenzen
1958 fand erstmals eine Internationale Bahá'í-Konferenz in Deutschland statt. Über 2300 Gläubige aus 57 Ländern nahmen in der vollbesetzten Messe-Kongresshalle in Frankfurt daran teil.
1959 wurde der erste Nationale Geistige Rat der Bahá'í in Österreich gewählt. Bis dahin waren Deutschland und Österreich vom "Nationalen Geistigen Rat der Bahá'í in Deutschland und Österreich" verwaltet worden.
Zur weltweiten Hundertjahrfeier der Verkündigung Bahá'u'lláhs 1967 war die deutsche Gemeinde Gastgeber einer weiteren großen Internationalen Konferenz in der Jahrhunderthalle in Frankfurt-Höchst.
1974
Nationales Bahá'í-Zentrum in Langenhain
Einige Jahre nach der Einweihung des Europäischen Hauses der Andacht in Langehain wurden weitere Gebäude in unmittelbarer Nachbarschaft des Hauses der Andacht errichtet.
Das "Besucher- und Informationszentrum" ist eine Anlaufstelle für Besucher des Hauses der Andacht. Hier kann man in zwangloser Atmosphäre Informationsmaterialien über den Bahá'í-Glauben erhalten.
In Sichtweite des Hauses der Andacht entstand das nationale Gemeinde-Zentrum, ein Gebäude mit einem großen Saal, in dem neben dem Forum Langenhain auch zahlreiche Bahá'í-Veranstaltungen mit teilweise bis zu 600 Gästen abgehalten werden.
Weiterhin beherbergt das Gebäude das Sekretariat und das Sitzungszimmer des Nationalen Geistigen Rates, das Büro des Bahá'í-Verlags, Archivräume, sowie Jugendräume.
Verfolgung der Bahá'í im Iran
Die achtziger Jahre waren überschattet von der Sorge um die Glaubensbrüder und -schwestern im Iran. Zunächst protestierten deutsche Bahá'í in persönlichen Briefen gegen die beginnende Verfolgung der Bahá'í im Iran.
1980 schalteten die deutschen Gemeinden Todesanzeigen für die Mitglieder Nationalen Geistigen Rates der Bahá'í im Iran, des obersten iranischer Bahá'í-Führungsgremiums, die verschleppt und ermordet wurden. Die Leichen wurden nur zufällig von den Bahá'í gefunden und zeigten Spuren grausamer Folterungen. Die Gemeinde suchte die Unterstützung der Öffentlichkeit, als mehr als 70 Bahá'í im Iran ermordet wurden.
1983 veröffentlichte der Nationale Geistige Rat der Bahá'í in Deutschland einen "Appell zur Beendigung der Verfolgungen der Bahá'í im Iran", dem sich mehrere tausend Bundesbürger anschlossen. Der Bahá'í-Verlag legte 1985 eine ausführliche Dokumentation "Die Bahá'í im Iran" vor, in der Resolutionen auf UN-, europäischer und deutscher Ebene sowie Fotos von den Zerstörungen von Bahá'í-Eigentum und von Opfern abgebildet sind.
1985 - 1989
Einsatz für den Frieden
Vierzig Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges und dem Neuaufbau der deutschen Bahá’í-Gemeinde empfing 1985 Bundespräsident Richard von Weizsäcker drei Mitglieder des Nationalen Geistigen Rates. Der Bundespräsident interessierte sich für die Prinzipien des Glaubens, die Entstehungsgeschichte des Hauses der Andacht, die Lage der Bahá’í im Iran und die geplanten Aktionen zum bevorstehenden "Jahr des Friedens".
Im Jahr 1986 unterstützte die deutsche Bahá’í-Gemeinde die Ziele des UN-Friedensjahres mit über 700 Vorträgen, Friedensfesten, Andachten und Konzerten. In einigen Städten wurden interreligiöse Arbeitskreise für Verständigung und Frieden ins Leben gerufen.
Das internationale Bahá’í-Gremium Universales Haus der Gerechtigkeit veröffentlichte zum Jahr des Friedens eine "Friedensbotschaft" (Die Verheißung des Weltfriedens) mit Hinweisen auf geistige Prinzipien als Schlüssel zur Problemlösung und dem Angebot, das Bahá’í-Modell internationaler Zusammenarbeit zu studieren. Diese Erklärung wurde von einer Delegation des Nationalen Geistigen Rates der Bahá’í in Deutschland an führende Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens überreicht.
Bei der Maueröffnung 1989 verteilten die Bahá'í in Berlin spontan 80.000 "Friedenschancen" (Auszüge aus der Friedensbotschaft) an DDR-Bürger und veranstalten zahlreiche internationale Abendessen.
1990
Aufbruch im Osten
Einzelne Bahá'í-Gläubige unternahmen große Anstrengungen, um zum Aufbruch in Osteuropa beizutragen. So beispielsweise auch Dizzy Gillespie, der eine ausgedehnte Tour von Ostberlin über Danzig, Prag und Moskau unternahm. Im gleichen Jahr wurde die Bahá'í-Religion in der noch bestehenden DDR als Religionsgemeinschaft anerkannt. 1991 wählten die Bahá'í in Ostdeutschland zum ersten Mal seit 53 Jahren wieder Delegierte zur Nationaltagung (dem Wahlgremium für den Nationalen Geistigen Rat). Nach 55 Jahren wurde der Geistige Rat in Leipzig wiedergebildet.
1991
Urteil des Bundesverfassungsgerichts
Am 05. Februar 1991 verkündete das Bundesverfassungsgericht ein Urteil von großer Tragweite für die deutsche Bahá’í-Gemeinde. Es erkannte an, dass die Geistigen Räte und der Nationale Geistige Rat nach dem Vereinsrecht gründungsberechtigt und rechtsfähig sind. Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts wurde unter anderem damit begründet, dass "der Charakter des Bahá’í-Glaubens als Religion und der Bahá’í-Gemeinschaft als Religionsgemeinschaft nach aktueller Lebenswirklichkeit, Kulturtradition und allgemein wie auch religionswissenschaftlichem Verständnis offenkundig ist."
(Urteil 2BvR 263/86=BVerfGE 83,341 vom 05.02.1991)
1992
Gedenkfeier zum 100. Todestag Bahá'u'lláhs
Zum 100. Jahrestag des Hinscheidens von Bahá'u'lláh fand am 26. Mai 1992 in der Frankfurter Paulskirche eine Gedenkfeier mit mehr als 900 Teilnehmern statt, darunter zahlreiche Persönlichkeiten aus Politik, Gesellschaft und Wissenschaft. In den Grußbotschaften kam beispielsweise "große Bewunderung für Bahá'u'lláh" (Carl Friedrich von Weizsäcker) zum Ausdruck oder auch "das Jubiläum der Bahá'í möge dem interreligiösen Dialog neue wertvolle Impulse geben" (Helmut Kohl).
1993 - 1997
Bahá'í-Fachgruppen entstehen
In den folgenden Jahren bildeten sich mehrere Fachgruppen. Die Gesellschaft für Bahá'í-Studien arbeitet an der wissenschaftlichen Erforschung der Bahá'í-Schriften. Das Bahá'í-Frauen-Forum befasst sich mit Fragen der Gleichberechtigung und ermutigt zu einem fairem Verhältnis der Geschlechter im Alltag. Das Bahá'í-Forum für bildende Kunst wurde 1997 gegründet und brachte im Jahr 2000 seinen ersten Katalog heraus. Bahá'í-Hochschulgruppen wurden gebildet, Bahá'í-Vertreter gehören religionswissenschaftlichen Forschungsgruppen an und seit 1997 bietet das Hermann-Grossmann-Institut zum Studium der Inhalte des Bahá'í-Glaubens für jedermann zugängliche Kurse an. Weitere Foren und Fachgruppen, zum Beispiel für Gesundheit oder Musik sind im Entstehen.
1998
Weitere Bemühungen um Frieden
An den Veranstaltungen zum Gedenken an den Dreißigjährigen Krieg "1998 - 350 Jahre Westfälischer Friede / "Frieden als Aufgabe"" beteiligte sich die Bahá'í-Gemeinde mit der Ausstellung "Die Erde ist nur ein Land" in Münster und mit einem Symposium im Rahmen der Ringvorlesung des WCRP in Osnabrück mit dem Titel "Frieden unter den Religionen als Voraussetzung für den Weltfrieden".
2000
Bahá'í-Teilnahme an der EXPO 2000
Die Teilnahme an der Weltausstellung EXPO 2000 in Hannover war eine besondere Herausforderung für die deutsche Bahá’í-Gemeinde: Mit ausschließlich ehrenamtlich arbeitenden Bahá'í wurde die Ausstellung, die von mehr als 700.000 Menschen besucht wurde, fünf Monate lang betreut. Im Global House wurden ausgewählte Projekte aus der weltweiten Entwicklungsarbeit ausgestellt. Ein gut besuchtes Rahmenprogramm bot Fachreferate zu entwicklungsrelevanten Konzepten wie auch rund 250 Auftritte von Künstlern auf besonderen EXPO-Bühnen. Beeindruckend waren vor allem auch die Jugend-Tanzgruppen, die mit Ausdruckstänzen gesellschaftliche Probleme und mögliche Lösungswege thematisierten.
2005

- Hundertjahrfeier in Stuttgart
Jubiläumsfeierlichkeiten - 100 Jahre Bahá'í-Religion in Deutschland
Das Jubiläumsjahr 2005 wurde von der Bahá'í-Gemeinde feierlich gewürdigt: in Form eines Festaktes in Berlin, eines Empfangs in Langenhain, an dem über 170 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft teilnahmen, einer Konferenz in Stuttgart mit mehr als 1800 Teilnehmern und zahlreichen Veranstaltungen auf lokaler Ebene. Ein Höhepunkt auf der Konferenz in Stuttgart war die Ansprache des inzwischen 84-jähringen ehemaligen US Sanitäters John Carl Eichenauer aus Phoenix, Arizona, der nach Beendigung des 2. Weltkrieges das Aufheben des Versammlungsverbots der Bahá'í erwirkt hatte. Daneben gab es Präsentationen und Theaterstücke über die Entwicklung der deutschen Bahá'í-Gemeinde, musikalische Darbietungen und Grußworte vieler prominenter Persönlichkeiten, die den positiven Beitrag der Bahá'í-Gemeinde wertschätzen und den Bahá'í weiterhin alles Gute wünschten.
Weitere interessante Details zur Bahá'í-Geschichte in Deutschland im Jubiläumsband "100 Jahre Bahá'í-Religion in Deutschland".













