Schriften
Die Werke des Religionsstifters Bahá’u’lláh stellen die Heilige Schrift der Bahá’í dar. Sie sehen darin das Wort Gottes, so wie auch in den Schriften des Vorläufers Báb.
Bahá’u’lláh hat umfangreiche Schriften hinterlassen, bestehend aus Büchern, Abhandlungen, Briefen, Gedichten und Gebeten. In den „Sieben Tälern“ legt Er den mystischen Weg zu Gott dar, die „Verborgene Worte“ enthalten ethische und spirituelle Weisheitssprüche. Das „Buch der Gewissheit“ erläutert die theologischen Grundlagen des Bahá’í-Glaubens und legt zugleich Bahá’u’lláhs Ansatz für die Einigung der Religionen dar. Neben dem bereits erwähnten „Heiligsten Buch“, in welchem das Religionsgesetz enthalten ist, hat Bahá’u’lláh in einer Reihe weiterer Abhandlungen die Prinzipien des Weltfriedens und der künftigen Weltordnung beschrieben („Botschaften aus Akka“).
Die Werke Bahá’u’lláhs sind ursprünglich in den beiden Sprachen Persisch und Arabisch niedergeschrieben worden. Die Originale dieser Schriftstücke sind bis heute erhalten, was deren Authentizität gewährleistet. Die Bahá’í lesen diese Schriften aber in ihrer jeweiligen Muttersprache, denn die wichtigsten Werke sind bereits in über 800 Sprachen übersetzt worden.
Neben dem Wort Gottes nehmen die Schriften `Abdu’l-Bahás ebenfalls große Bedeutung für die Bahá’í ein. Da er von Seinem Vater zum Ausleger von dessen Schriften ernannt worden war, wird seinen Erläuterungen besondere Wichtigkeit beigemessen. Auch die Schriften Shoghi Effendis, der - ebenfalls als Ausleger der Schriften eingesetzt – mehrere Bücher verfasste und eine umfangreiche Korrespondenz unterhielt, werden als wichtig erachtet.
Deutschsprachige Literatur unter:
Bahá'í-Einführungsliteratur
Bahá'u'lláh und das Neue Zeitalter, John. E. Esslemont
Das klassische Einführungsbuch: Ein umfangreiches Kompendium zu Lehre und Geschichte der Bahá'í-Religion. Dr. Esslemonts Buch gehört weiterhin zu den meistbenutzten Einführungsschriften über den Bahá'í-Glauben.
Ansprachen in Paris, 'Abdu'l-Bahá
Ein Appell für Frieden, weltweite Brüderlichkeit, Vernunft und religiöse Toleranz. 'Abdu'l-Bahá lebte, was er lehrte.
Drei Jahre bevor der Erste Weltkrieg über Europa hereinbrach, sah Paris den Besuch eines Mannes, der zuvor in vierzigjähriger Verbannung und Gefangenschaft den mächtigsten orientalischen Despoten widerstanden hatte und mutig für Frieden, weltweite Brüderlichkeit und religiöse Toleranz eingetreten war: 'Abdu'l-Bahá (1844-1921), den Sohn Bahá'u'lláhs, des Stifters des Bahá'í-Glaubens. Die "Ansprachen in Paris" bieten einen hervorragenden Einblick in das weitgefächerte Spektrum seines Denkens und Wirkens.
Die Verborgenen Worte, Bahá'u'lláh
Dieses Bändchen, eine Sammlung ethischer Sinnsprüche, stellt das sittliche Herzstück der Botschaft Bahá’u’lláhs dar. In Versen, die Bahá’u’lláh als die Quintessenz geistiger Führung aus allen Offenbarungen der Vergangenheit beschreibt, spricht die Stimme Gottes unmittelbar zur Seele des Menschen:
"O Sohn des Geistes! Dies ist Mein erster Rat: Besitze ein reines, gütiges und strahlendes Herz, damit du unvergängliche Souveränität erlangest, während von Ewigkeit zu Ewigkeit."
Primärliteratur
Das Heiligste Buch, Kitáb-i-Aqdas
Das Hauptwerk Bahá'u'lláhs. Deutsche Erstausgabe, aus dem Englischen übersetzt unter Heranziehung des arabischen Originals. Der Band enthält neben dem Text des Kitáb-i-Aqdas ergänzende Texte aus der Feder Bahá'u'lláhs, eine Inhaltsübersicht und systematische Darstellung der Gesetze und Gebote des Kitáb-i-Aqdas, umfangreiche Erläuterungen zu den einzelnen Versen, ein Glossar und einen umfangreichen Index.
Das Buch der Gewissheit, Kitáb-i-Iqán
Es ist eine der frühesten Offenbarungsschriften Bahá'u'lláhs. Das Werk entstand 1862. Es kursierte - wie damals im Orient üblich - zunächst in Abschriften, bevor es in den frühen achtziger Jahren im Druck erschien. Er gilt mit den Worten Shoghi Effendis als "vorbildliche persische Prosa", und ist, wie der Orientalist E. G. Browne schrieb, "kraftvoll im Stil, luzide in der Argumentation, schlüssig in der Beweisführung". Die erste deutsche Übersetzung erschien Anfang der dreißiger Jahre.
Das Buch der Gewissheit hat innerhalb des Kanons der Offenbarungswerke Bahá'u'lláhs eine herausragende Stellung. Er ist, wieder in den Worten Shoghi Effendis, "das grundlegendste Buch über die Bahá'í-Offenbarung" und enthält die "zentralen theologischen Fragen des Glaubens".
Ährenlese, Eine Auswahl aus den Schriften Bahá'u'lláhs
Eine repräsentative Auswahl der Schriften Bahá'u'lláhs: 166 Texte vermitteln einen bleibenden Eindruck von der Fülle, Vielfalt, Tiefe, Sprachgewalt und Inspiration seines Offenbarungswerkes.
Für die Bahá'í verbindlich sind...
....die Schriften des Báb, Bahá’u’lláhs, ‘Abdu’l-Bahás, Shoghi Effendis und des Universalen Hauses der Gerechtigkeit:
Báb (1819 - 1850), Stifter der Bábí-Religion und Vorläufer Bahá'u'lláhs
Bahá'u'lláh (1817 - 1892), Stifter der Bahá’í-Religion
'Abdu'l-Bahá (1844 - 1921), Sohn Bahá'u'lláhs, autorisierter Ausleger der Schriften seines Vaters
Shoghi Effendi (1897 - 1957), Enkel 'Abdu'l-Bahás, von diesem zum Hüter (Leiter) der weltweiten Bahá’í-Gemeinde ernannt
Das Universale Haus der Gerechtigkeit, höchste Körperschaft der Bahá’í-Weltgemeinde; dieses Gremium wird seit 1963 alle fünf Jahre gewählt und hat seinen Sitz in Haifa, Israel.
Presseerklärungen oder Statements zu aktuellen Ereignissen und Themen geben auch die Internationale Bahá’í-Gemeinde und die Nationalen Geistigen Räte heraus, z. B. der Nationale Geistige Rat der Bahá’í in Deutschland e.V.
Der Bahá'í-Verlag
bietet eine große Fülle an Primär- und Sekundärliteratur. Auch Kinderbücher, CDs und weitere Materialien können Sie beim Bahá'í-Verlag online bestellen. Auf Wunsch sendet Ihnen der Bahá'í-Verlag gerne den aktuellen Katalog zu:
Telefonnummer Bahá'í-Verlag: 06192 - 22921, Fax: 06192 - 22936.







