Wie sehen die Bahá'í die Zukunft?

Die Bahá'í sehen langfristig eine sehr positive Zukunft für die Menschheit. Zwar werden noch zahlreiche Krisen zu überstehen sein, doch die Menschheit wird letztlich erkennen, dass ihr Fortbestehen nur dann gewährleistet ist, wenn sie zu friedlichem Zusammenleben und gegenseitiger Hilfe und Akzeptanz findet.

"Diese verderblichen Kriege werden vergehen und der Größte Friede wird kommen."

Der in vorangegangenen Religionen verheißene "Jüngste Tag" oder "Tag des Gerichts" wird von Bahá’u’lláh nicht im Sinne eines Weltuntergangs verstanden, sondern als symbolische Prophezeiung auf die tiefgreifenden Veränderungen erklärt, die die Welt heute zweifellos erfahren hat und weiterhin erfährt. Das "Himmelreich auf Erden" und das "Goldene Zeitalter" sind für die Bahá’í konkrete Vorstellungen einer zukünftigen Gesellschaft auf dieser Erde.

"In diesem wunderbaren Zyklus aber wird die Erde verwandelt und die Welt der Menschheit mit Frieden und Schönheit geschmückt... Die Starken und die Schwachen, die Reichen und die Armen, die streitenden Sekten und die verfeindeten Nationen, die dem Wolf und dem Lamm... gleichen, werden in größter Liebe, Freundschaft, Gerechtigkeit und Unparteilichkeit zusammenwirken."

".. Nationale Rivalität, Hass und Intrigen werden aufhören, Feindseligkeiten und Rassenvorurteile werden durch Freundschaft, Verständigung und Zusammenarbeit ersetzt werden. Die Ursachen religiöser Zwistigkeit werden für immer aus dem Wege geräumt werden; wirtschaftliche Schranken und Hindernisse werden völlig beseitigt, der maßlose Klassenunterschied verwischt werden..."