Was verstehen die Bahá’í unter dem Begriff Weltgemeinwesen bzw. Weltordnung?
Die Bahá’í-Schriften gehen von einer umfassenderen Sicht der Menschheit aus: Ziel müssen Institutionen sein, die alle Völker gleichwertig repräsentieren. Die wachsenden weltweiten Abhängigkeiten erfordern die Errichtung einer Weltlegislative, Weltexekutive und Weltjudikative auf demokratischer Grundlage.
Nationale Souveränität muss zugunsten dieser Weltinstitutionen eingeschränkt werden, wenn es um die Belange der ganzen Menschheit geht. Erst durch die Errichtung eines Weltgemeinwesens kann nach Vorstellung der Bahá'í Gerechtigkeit zwischen den Völkern erreicht werden.
Die internationale Struktur der Bahá'í-Gemeinde ist bereits heute ein funktionierendes Modell für diese Weltordnung. Ihre Führungsgremien werden örtlich, national und weltweit auf demokratischem Weg gewählt.
