Baha’i-Gemeinde bestürtzt über Tötung von Ahmad Fanaian.

Donnerstag, 12.01.17

Die Baha’i-Gemeinde in Deutschland ist über die Tötung des Baha’i Ahmad Fanaian zutiefst bestürzt. Der ältere und respektierte Fanaian stammte aus der iranischen Provinz Semnan. Ein Bericht von Anfang Januar weist darauf hin, dass er tot aufgefunden wurde und schwere Verbrennungen an seinem Körper erlitten hatte.

Diese Tötung kommt zu einer Zeit der andauernden systematischen Unterdrückung der Baha’i in der Provinz Semnan, die seit Jahren im Mittelpunkt umfangreicher Anti-Baha’i-Propaganda steht. Im Jahr 2012 veröffentlichte die Internationale Baha’i Gemeinde (BIC) einen Sonderbericht, in dem zahlreiche Gewalttaten und Diskriminierungen gegen Baha’i in Semnan dokumentiert wurden.

Die Baha’i von Semnan und Umgebung zählen zu der am stärksten verfolgten Gruppe im Iran. Sie sind physischen, psychischen und wirtschaftlichen Angriffen ausgesetzt. Sie werden auf Schritt und Tritt überwacht.

Neben zahlreichen Inhaftierung in den letzten fünf Jahren, wurden ihre Wohnhäuser und Geschäfte in Brand gesetzt oder mussten schließen. Schmierereien und Friedhofschändungen, Verleumdungen ihres Glaubens in Schulen sowie die Verbreitung von Anti-Baha’i-Propaganda tragen zu diesen systematisch durchgeführten Verfolgungen ein Übriges bei.

Die Besorgnis erregenden Vorkommnisse aus Semnan haben sich im Laufe der letzten Jahre derart summiert, dass auf eine durch die Regierung orchestrierte Kampagne gegen die Baha’i geschlossen werden kann. Offensichtlich ist es Ziel der Behörden, die Baha’i zu terrorisieren, um der Staatsdoktrin der Islamischen Republik, die Baha’i-Gemeinde als lebensfähige Einheit zu eliminieren, gerecht zu werden.

Weitere Details zu dem Tod von Ahmad Fanaian werden in den kommenden Tagen erwartet.

Einen Bericht zur Menschenrechtslage der Baha’i im Iran finden Sie hier.

 

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