Bahá’í schließen sich dem globalen Plan an, einen “Generationswechsel” im Klimawandel herbeizuführen
New York, 27. Oktober 2009 - Die Internationale Bahá’í-Gemeinde ist nun Partner eines von den Vereinten Nationen initiierten Programmes zur Förderung von Umweltverträglichkeit. Das Programm wird von der Alliance of Religions and Conservation (ARC) und dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen mitgetragen. Es zielt darauf ab, einen Wandel des Lebensstils herbeizuführen, der die Erderwärmung und andere Umweltprobleme verlangsamen soll.

Windsor Castle, Veranstaltungsort der Konferenz vom 2.-4. November 2009
„Wir freuen uns sehr, diese Initiative zusammen mit den anderen Weltreligionen und den Vereinten Nationen zu fördern, um einen anhaltenden Wandel des Umgangs mit der Umwelt zu erzielen“, sagte Tahirih Naylor, Repräsentantin der Internationalen Bahá’í-Gemeinde bei den Vereinten Nationen.
„Die Bedeutung dieser Initiative liegt in der Art und Weise, wie die Stärken von Glaubensgemeinschaften genutzt werden – ihre starken Netzwerke und die verwandelnde Kraft des religiösen Glaubens, um Umweltprobleme an ihrer Ursache – dem menschlichen Verhalten – anzugehen.
„Ein langfristiges Ziel des Bahá’í-Glaubens ist die positive Verwandlung von Einzelnen und Gemeinden. Mit diesem Ziel haben wir Tausende von Studienkreisen, Kinderklassen, Andachten und Jugendgruppen in über 180 Ländern eingerichtet.
„Wir freuen uns darauf, mehr über die Bemühungen anderer Gemeinden zu erfahren, und wir sind überzeugt, dass wir uns in diesem Programm sinnvoll einbringen können“, so die Repräsentantin.
In der kommenden Woche wird Naylor mit den Vertretern der anderen Weltreligionen in Windsor Castle zusammentreffen. Hier soll das ARC/UNDP Programm offiziell in Kraft treten. Gastgeber des Treffens vom 2.-4. November ist Prinz Philip, Hauptredner wird der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki-moon, sein.
Zu diesem Treffen werden mehr als 200 Führungspersönlichkeiten erwartet. Viele Glaubensgemeinschaften werden ihre praktischen Initiativen zur Lösung der Umweltprobleme vorstellen. Ein weiterer Bahá’í-Repräsentant ist Arthur Lyon Dahl, ehemaliger stellvertretender Direktor des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen, Autor und bekannter Fachmann für Korallenriffe und Artenvielfalt.
Naylor betonte, dass die Internationale Bahá’í-Gemeinde schon seit ihrer Gründung Mitglied des ARC ist. "Die weltweite Bahá’í-Gemeinde wirkt schon lange bei der Förderung nachhaltiger Entwicklung und Schaffung kleiner Projekte zum Umweltschutz mit. Diese Initiative ist deshalb so spannend, weil es um die Einstellungen und Überzeugungen geht, die Ursache vieler Umweltprobleme sind", erläuterte sie. Bahá’í auf der ganzen Welt sollen ermutigt werden, die heiligen Schriften der Bahá’í über die Beziehung zwischen Mensch und Umwelt zu studieren und auf individueller wie auch auf Gemeinde-Ebene tätig zu werden.
Hintergrund:
Die Internationale Bahá’í-Gemeinde ist eine internationale Nicht-Regierungsorganisation, die die weltweite Bahá’í-Gemeinde mit etwa 5 Mio. Mitgliedern aus 100.000 Ortschaften und unterschiedlichster ethnischer, kultureller, sozialer und wirtschaftlicher Herkunft vertritt.
Die ARC ist eine säkulare Einrichtung, die den großen Religionen der Welt hilft, Umweltprogramme ins Leben zu rufen, die auf den Lehren, Überzeugungen und Praktiken der jeweiligen Religion fußen. Sie wurde 1995 von Prinz Philip gegründet. Elf große Weltreligionen sind Mitglied.
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