Montag, 28. Juni 2010

Anregung für Geist und Sinne - das Sommerfest am Bahá’í-Haus der Andacht 2010

Langenhain, 28. Juni 2010 – Bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen um die 30 Grad fanden sich mehr als 1000 Besucher beim diesjährigen Sommerfest auf dem Gelände rund um das Bahá’í-Haus der Andacht in Langenhain ein. Wer auch in den vergangenen Jahren bei den Sommerfesten war, stellte schnell fest, dass sich das Konzept, aber auch der Anspruch des Sommerfestes stark verändert haben.

Orientalischer Tanz beim Bahá'í-Sommerfest 2010

Orientalischer Tanz beim Bahá'í-Sommerfest 2010. Foto: Jörg Patock

Das musikalische Programm war von der Open-air-Bühne in den nahe gelegenen großen Saal im Gemeindezentrum verlegt worden. „Die Open-air-Bühne hatte den Nachteil, dass das gesamte Gelände beschallt und so manche Unterhaltung vereitelt wurde“, erklärte Wolfgang Weber vom Organisationsteam. In der Tat konnte man sich im abgedunkelten Saal des Gemeindezentrums ganz anders auf das musikalische Programm einlassen: Im Verlauf einer Stunde erlebte man eine von Diplom-Komponist Vahid Matejko geleitete musikalische Klangreise, eine szenische Darstellung aus dem Leben Bahá’u’lláhs, einen orientalischen Tanz und afrikanische Trommelmusik.

Zum Angebot des Sommerfestes gehörten auch drei halbstündige Gottesdienste im Haus der Andacht, bei denen heilige Texte gelesen und gesungen werden. „Bei diesen Andachten zu singen, ist immer etwas Besonderes“, sagte Birgit Metzger, Chormitglied des nationalen Bahá’í-Chors „Stimmen Bahás“. „Man erlebt den Kontrast zwischen der umtriebigen Stimmung auf der Wiese, wo sich Groß und Klein tummeln, und der besinnlichen Atmosphäre im Haus der Andacht, wo aus den Bahá’í-Schriften und aus den Schriften der anderen Weltreligionen rezitiert wird.“

Verändert und erweitert war auch das Angebot für die Kinder. Die beliebte Hüpfburg, das Kistenrollen und Mal- und Bastelstand waren weiterhin im Angebot – daneben gab es jedoch auch Schnupperstunden von Bahá’í-Kinderklassen, die es in vielen Städten Deutschlands gibt oder auch einen Parcours, bei dem Fragen beantwortet und Punkte gesammelt werden konnten, die dann mit einem Eis belohnt wurden.

Auf der Wiese oberhalb des Besucher- und Informationszentrums kamen Fußball-Fans auf ihre Kosten: Auf einer Großleinwand wurde das Achtelfinale Deutschland – England übertragen und gefeiert.

Damit auch die fleißigen Helfer und Helferinnen der letzten Jahre das Sommerfestprogramm und die Geselligkeit genießen konnten, beschränkte sich die Bewirtung auf Kaffee, Kuchen und Kaltgetränke. „Natürlich hatte die internationale Vielfalt an Speisen auch seinen Reiz“, räumte Gunda Steglich vom Organisationsteam ein. „Aber mit Kaffee und Kuchen waren die allermeisten doch auch zufrieden, und wir erleben den Ablauf als viel entspannter als in den letzten Jahren.“

Gegen 18.00 Uhr – dem offiziellen Programmschluss – wurde der „Kuchenschlussverkauf“ angekündigt, was einen zweiten Ansturm auf das Kuchenbuffet auslöste. Auch nach dem Abbau der Festzelte saßen viele Gruppen noch lange auf der Festwiese und genossen den lauen Sommerabend.      

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