Zwei Bahá’í-Feiertage Ende November
Hofheim, den 27. November 2007 - Baha’í in der ganzen Welt begingen am Sonntag, den 25. November, den Tag des Bundes und werden am 28. November dem Hinscheiden Abdu’l-Bahás gedenken.

Abdu'l-Bahá (Mitte) bei Seinem Besuch in Deutschland 1913.
Der Tag des Bundes erinnert daran, dass Bahá’u’lláh, der Stifter der Bahá’í-Religion, Seinen ältesten Sohn, Abdu’l-Bahá, zum Bewahrer Seines Bundes ernannte. Der Bund wurde errichtet, um die Einheit des Bahá’í-Glaubens zu gewährleisten. Das Hinscheiden Abdu’l-Bahás jährt sich in diesem Jahr zum 86. Mal.
Als Bewahrer des Bundes war Abdu’l-Bahá dafür verantwortlich, den Glauben vor Auseinandersetzungen und Spaltungen zu schützen. Somit wurden die Versuche von Einzelnen, die Bahá’í-Religion zu spalten oder eine Sekte zu gründen, verhindert.
Der Bund Bahá’u’lláhs ist in der Religionsgeschichte einmalig: in den heiligen Schriften keiner anderen Weltreligion werden direkte Hinweise zur Organisation der Gemeinde nach dem Hinscheiden ihres Gründers gegeben. Die Bahá’í-Religion ist demnach die erste Religion in der Geschichte, die in ihrem ersten kritischen Jahrhundert einheitlich und ohne Abspaltungen blieb.
1892, nach dem Hinscheiden von Bahá’u’lláh, übernahm Abdu’l-Bahá die Leitung der Gemeinde. Er erfüllte Seine Aufgabe bis zu Seinem Tod 1921 im Alter von 77 Jahren. Abdu’l-Bahá wurde als Friedensbotschafter, als gerecht und als führender Vertreter einer neuen Religion bekannt.
Bei Seinen Besuchen in Europa im Jahr 1913 in Deutschland, Frankreich und Österreich sowie anderen Ländern, wurde Er mit großem Respekt und Anerkennung von Gläubigen wie Nicht-Gläubigen empfangen. In zahlreichen Städten sprach er in Kirchen, Synagogen und Universitäten, vor angesehenen Gruppen und Organisationen. Dies bewirkte, dass die Bahá’í-Religion als eine neue Kraft für soziale Reformen und eine religiöse Erneuerung wahrgenommen wurde.
Abdu’l-Bahá bekräftigte bei Seinen Ansprachen, dass "Liebe das größte Gesetz ist" und dass das oberste Bedürfnis der Menschheit Zusammenarbeit und Austausch unter allen ihren Völkern sei. Abdu’l-Bahá wandte sich an politische Oberhäupter und an die Öffentlichkeit, ja, an jede Seele, die ihm begegnete.
Das Begräbnis Abdu’l-Bahás am Berg Karmel in der Hafenstadt Haifa wurde von 10 000 Trauernden aller Glaubensrichtungen und Konfessionen besucht. Er wurde im nördlichen Teil des Schreins des Báb beigesetzt.
- 23. Mai 2009
Bahá'í-Feiertag: Verkündigung des Báb
